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FPS anzeigen lassen: vier Wege und welcher wofür taugt

zuletzt aktualisiert 10.09.2026

fps anzeigen lassen

Wer wissen will, wie flüssig ein Spiel wirklich läuft, braucht keine Zusatzsoftware — vier Wege sind auf einem normalen Spiele-Rechner schon da. Die Frage ist deshalb nicht, wie man einen FPS-Zähler installiert, sondern welchen der vorhandenen man nimmt.

Diese Seite ordnet die vier Wege und sagt, wofür jeder taugt. Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen stehen jeweils auf einer eigenen Seite.

Die vier Wege im Vergleich

WegBrauchtTastenkombinationZeigtGrenze
SteamSteam, jedes Spiel aus der Bibliothekfrei belegbarBilder je Sekunde, CPU, GPU, Arbeitsspeicher, Verlaufsgrafiknur in Spielen, die über Steam gestartet werden
Xbox Game Barnichts — in Windows 10 und 11 enthaltenWindows + GBilder je Sekunde, CPU, GPU, Arbeitsspeicher, Latenzim echten Vollbild blendet sie sich bei manchen Spielen aus
NVIDIA AppGeForce-GrafikkarteAlt + RBilder je Sekunde, Latenz, Auslastung, Temperaturennur mit NVIDIA-Karte
AMD AdrenalinRadeon-GrafikkarteStrg + Umschalt + OBilder je Sekunde, Auslastung, Temperatur, Taktnur mit AMD-Karte

Die kurze Entscheidung: Wer über Steam spielt, nimmt Steam — der Zähler ist ohnehin schon installiert und zeigt seit dem Umbau von 2025 deutlich mehr als nur eine Zahl. Wer Spiele außerhalb von Steam misst, nimmt die Xbox Game Bar, weil sie in jedem Windows steckt. Die Overlays von NVIDIA und AMD lohnen sich, wenn man neben der Bildrate auch Temperatur, Takt und Auslastung sehen will — also beim Übertakten, beim Undervolting oder bei der Fehlersuche.

Läuft das Spiel nicht über Steam — aus der EA App, dem Epic Games Launcher, GOG Galaxy oder Battle.net —, ist die Frage, ob der Launcher selbst einen Zähler mitbringt. Die EA App hat keinen: EAs eigene Hilfeseite zum FPS-Zähler nennt für EA-Spiele nur die Anzeige im Spiel, den Steam-Zähler und die Xbox Game Bar (help.ea.com, abgerufen am 10.09.2026). GOG Galaxy hat einen, im Overlay mit Strg + Umschalt + Tab (docs.gog.com, abgerufen am 10.09.2026). Für alles andere bleibt die Game Bar, weil ihr egal ist, woher das Spiel gestartet wurde — und manche Spiele bringen den Zähler gleich selbst mit: WoW mit Strg + R, CS2 mit cl_showfps, Minecraft Java mit F3. Auf der PS5 gibt es keinen eingebauten Zähler, weder im System noch als Overlay; dort bleibt nur Messtechnik von außen (games88.de, Stand 08.06.2024, abgerufen am 10.09.2026).

Ein verbreiteter Irrtum vorweg: Windows kann das

In vielen Anleitungen — auch in einer früheren Fassung dieser Seite — steht, Windows habe keinen eingebauten FPS-Zähler und man brauche ein Zusatzprogramm. Das stimmt nicht mehr. Die Xbox Game Bar ist Teil von Windows 10 und 11 und hat im Leistungs-Widget eine Bildratenanzeige. Sie muss nur eingeschaltet und angeheftet werden.

Welche Bildrate reicht?

Bevor man misst, lohnt sich die Frage, welche Zahl man eigentlich sehen will. Es gibt dafür keine allgemeingültige Antwort, aber brauchbare Anhaltspunkte:

  • 30 Bilder je Sekunde sind spielbar, werden aber von vielen bereits als nicht mehr flüssig empfunden — besonders bei schnellen Kamerabewegungen.
  • 60 Bilder je Sekunde sind der übliche Zielwert für Einzelspieler- und Aufbauspiele.
  • 120 und mehr ergeben nur Sinn, wenn der Monitor sie auch darstellen kann. Was darüber liegt, sieht man nicht — die Bildwiederholrate des Monitors ist die Obergrenze, und wie viel Rechenleistung sie kostet, steht auf unserer Monitor-Übersicht.

Die durchschnittliche Bildrate ist dabei die weniger interessante Zahl. Ruckeln entsteht meist nicht durch einen niedrigen Schnitt, sondern durch einzelne Einbrüche. Deshalb zeigen die Overlays von Steam, NVIDIA und AMD auf Wunsch auch die niedrigsten Werte und eine Verlaufsgrafik — dort sieht man, ob die Bildrate schwankt oder gleichmäßig niedrig ist. Das sind zwei verschiedene Probleme mit zwei verschiedenen Ursachen.

Warum es vier Wege gibt und nicht einen

Die vier Zähler sitzen an verschiedenen Stellen, und daraus folgt, was jeder kann. Steam hängt sich in Spiele, die es selbst startet — dafür weiß es als einziges, welche Bilder das Spiel gerechnet und welche die Grafikkarte dazu erzeugt hat. Die Xbox Game Bar sitzt im Betriebssystem und ist deshalb der einzige Weg, der unabhängig von Grafikkarte und Spieleanbieter funktioniert. Die Overlays von NVIDIA und AMD stecken im Grafiktreiber und kommen dadurch an Werte, die weiter oben niemand sieht: Takt, Temperatur, Lüfterdrehzahl und — bei NVIDIA — die Latenz zwischen Eingabe und Bild.

Mehrere gleichzeitig einzuschalten, lohnt sich nicht. Sie zeigen dieselbe Bildrate, kosten aber jeweils ein wenig Leistung und streiten sich um dieselben Tastenkombinationen — Alt + R belegen NVIDIA und AMD beide.

Wann Zusatzprogramme trotzdem sinnvoll sind

Für den Alltag braucht es keine. Wer aber eine Messreihe aufzeichnen, Bildzeiten auswerten oder eigene Grenzwerte setzen will, kommt an Programmen wie MSI Afterburner zusammen mit dem RivaTuner Statistics Server nicht vorbei — sie protokollieren mit und lassen sich in jedem Detail einstellen. Der Preis dafür ist Einrichtungsaufwand, den die vier Wege oben nicht haben. Für die Frage „läuft das flüssig?“ ist das der falsche Aufwand, für den Vergleich zweier Grafikeinstellungen über eine halbe Stunde der richtige.

Was keine dieser Anzeigen leisten kann

Alle vier Overlays messen, was auf dem eigenen Rechner gerade passiert. Sie sagen nichts darüber, ob eine andere Grafikkarte mehr Bilder liefern würde — dafür bräuchte es einen Vergleich unter gleichen Bedingungen, und den machen wir nicht. Wir nennen deshalb auf unseren Hardware-Seiten bewusst keine Bildraten, sondern die Einordnung nach Klasse und Videospeicher. Wie wir dabei vorgehen, steht unter Wie wir testen.

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