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GamesVon Stefan HaunAktualisiert am 8 min Lesezeit

WoW UI einrichten: der Bearbeitungsmodus, der Cooldown-Manager und die Tastenbelegung, die dazugehört

Illustration: ein dunkler Bildschirm auf einem Schreibtisch, auf dem stark unscharf mehrere helle Rechtecke an den Rändern liegen, keines lesbar, Neonlicht

Die kurze Antwort: Drücke Escape und wähle Bearbeitungsmodus. Dort verschiebst du Leisten, Rahmen, Karte und Chat mit der Maus, legst Layouts an und teilst sie als Text. Was ein Layout nicht enthält, sind die Tastenbelegungen — die stehen unter Escape → Optionen → Tastaturbelegung und gelten je Charakter, wenn du das so einstellst. Addons sind dafür seit Patch 10.0 nicht mehr nötig; seit 12.0 gilt das auch für Cooldown-Anzeige und Schadensmesser.

Dieser Text beschreibt, was das Spiel selbst mitbringt. Wer ElvUI oder ein anderes Komplettpaket fährt, ersetzt damit den Bearbeitungsmodus ganz — das ist ein eigener Weg und kein Zusatz; die Grenzen, die Blizzard Addons seit Midnight setzt, gelten dort genauso.

Der Bearbeitungsmodus: was sich verschieben lässt

Der Bearbeitungsmodus kam mit Patch 10.0.0 am 25. Oktober 2022 und hat die alte Aufteilung in „System", „Interface" und „Tastaturbelegung" abgelöst — seitdem heißt der Knopf im Escape-Menü Optionen, und der Bearbeitungsmodus steht daneben. Im Bearbeitungsmodus bekommt jedes Element einen Rahmen, den du greifen kannst: acht Aktionsleisten, Taschen, Statusleisten, Chat, Minikarte, Questverfolgung, Spieler- und Zielrahmen. Wer unter „Erweiterte Optionen" den Haken setzt, sieht zusätzlich Gruppen-, Schlachtzugs- und Bossrahmen, die Kampfelemente und seit Midnight die Fenster des Schadensmessers und des Cooldown-Managers.

Ein Klick auf ein Element öffnet seine Einstellungen — Größe, Reihen, Spalten, Sichtbarkeit. Vor Stufe 10 auf der Startinsel ist der Modus gesperrt; das ist gewollt und kein Fehler.

Auf einem breiteren Bildschirm macht sich das besonders bemerkbar: Ein Ultrawide-Monitor gibt Raid-Frames, Chat und Verfolgungsleiste Platz an den Rändern, statt sie über die Spielwelt zu legen — der Bearbeitungsmodus ist genau das Werkzeug, mit dem du diesen zusätzlichen Platz nutzt. Was ein 21:9- oder 32:9-Bildschirm in WoW konkret ändert und welche Modelle infrage kommen, steht unter Monitor für WoW.

Illustration: eine dunkle Schreibtischplatte, auf der mehrere schlichte violette Rechtecke aus mattem Kunststoff in unterschiedlicher Größe angeordnet liegen, eines davon leicht verschoben, Neonlicht

Layouts: je Account oder je Charakter, und als Text teilbar

Oben im Bearbeitungsmodus steht ein Auswahlmenü mit den Layouts. Blizzard liefert zwei Vorlagen mit, „Modern" und „Klassisch", und die lassen sich nicht überschreiben — alles Eigene ist ein neues Layout. Beim Anlegen fragt das Spiel, ob das Layout nur für diesen Charakter gelten soll oder für alle Charaktere des Accounts. Wer nichts Besonderes vorhat, nimmt das Account-Layout: Es folgt dir auf jeden Twink, und die Charakter-Layouts bleiben für den einen Fall, in dem eine Klasse wirklich anders aufgebaut sein muss.

Aus demselben Menü heraus teilt man ein Layout: Teilen kopiert einen Text in die Zwischenablage, Importieren nimmt so einen Text entgegen. Seiten wie wago.io leben davon. Der Text enthält die Positionen und Einstellungen der Elemente — nicht die Tastenbelegung, nicht die Makros, nicht die Einstellungen eines Addons.

Cooldown-Manager: seit 11.1.5 im Spiel, seit 12.0 brauchbar

Den Cooldown-Manager hat Blizzard mit Patch 11.1.5 am 22. April 2025 eingeführt und dabei selbst gesagt, dass er „a lot of iteration" braucht. Er zeigt Fähigkeiten in zwei Gruppen, „Wesentlich" und „Nützlich", dazu Stärkungseffekte als Symbole oder Balken; welche Fähigkeit wohin gehört, ziehst du seit 11.2.5 in den erweiterten Einstellungen selbst um. Mit dem Vorbereitungspatch 12.0.0 vom 20. Januar 2026 kamen mehrere speicherbare Layouts, Import und Teilen wie beim Bearbeitungsmodus, bis zu drei Warnungen je Fähigkeit als Ton oder Anzeige, und die Anzeige der Schwächungen auf dem aktuellen Ziel. Das ist Blizzards Antwort auf das, was vorher WeakAuras und OmniCD gemacht haben — und seit Midnight dürfen die das in Kämpfen nur noch eingeschränkt, weil die Kampfdaten als „Secret Values" gelten.

Der Manager ist ab Stufe 10 verfügbar und muss in den Optionen eingeschaltet werden; seit 12.0.5 reicht dafür auch ein Umschalt-Klick auf sein Kästchen im Bearbeitungsmodus. Wie du die Anzeigen einrichtest, Fähigkeiten umsortierst und Hinweise setzt, steht ausführlich in WoW Cooldown Manager; hier geht es nur darum, wo er in der Oberfläche sitzt.

Tastenbelegung: die Hälfte der Oberfläche, die man nicht sieht

Die schönste Leistenanordnung nützt nichts, wenn die Fähigkeiten darauf keine Taste haben. Die Belegung steht unter Escape → Optionen → Tastaturbelegung; seit 10.0 ist das kein eigener Menüpunkt mehr. Zwei Eigenschaften dieser Liste sollte man kennen, bevor man etwas ändert:

  • Bindungen gelten je Realm, und oben in der Liste lässt sich einstellen, ob sie charakterspezifisch sein sollen. Ohne diesen Haken gilt eine Änderung für alle Charaktere auf dem Realm — wer für den Heiler die Maustaste 4 umlegt, legt sie damit auch für den Krieger um.
  • Aktionsleisten 1 bis 8 haben eigene Tastengruppen. Nur die erste ist ab Werk mit 1 bis = belegt. Die übrigen Leisten bekommen ihre Tasten erst, wenn du sie in der Liste vergibst — die Leiste sichtbar zu machen reicht nicht.

Für die Tastenwahl selbst gibt es keine Regel, die für alle gilt, aber eine Grenze, die sich messen lässt: die Zahl der Tasten, die du ohne Blick auf die Tastatur triffst. Umschalt-, Strg- und Alt-Kombinationen verdreifachen jede Taste; was dabei auf einer kleinen oder großen Tastatur erreichbar ist, steht in Tastatur für WoW, und was die Daumentasten der Maus übernehmen können, in Gaming-Maus für WoW.

Wo das alles liegt — und was ein Zurücksetzen löscht

Layouts, Bindungen und Makros liegen nicht in den Addons, sondern im Ordner WTF des jeweiligen Spielzweigs (_retail_, _classic_). Blizzards Weg, eine kaputte Oberfläche zu reparieren — die Ordner Cache, Interface und WTF umbenennen —, löscht damit auch alles, was in diesem Text beschrieben ist. Wer vorher sein Layout als Text exportiert, hat es danach in einer Minute zurück; die Bindungen muss man neu setzen. Für Addons gilt derselbe Ordnerzweig, siehe WoW Addons installieren.

Ob die Oberfläche flüssig bleibt, entscheidet nicht der Bearbeitungsmodus, sondern der Rechner darunter: Die Rahmen einer Vierziger-Gruppe werden vierzigmal je Bild gezeichnet. Wie du siehst, was das kostet, steht in WoW FPS anzeigen; welcher Prozessor Raid-Rahmen am ruhigsten zeichnet, in Gaming-PC für WoW Forever.

Classic-UI in Forever

Wer in World of Warcraft: Forever die alte Oberfläche erwartet, bekommt den Bearbeitungsmodus aus Retail, aber mit einer Grundanordnung wie früher. Blizzard hat das nicht eigens beschrieben. Belegt ist, was der Oberflächencode des Beta-Clients (Build 1.60.1.69977) zeigt. Im Code heißt Forever camelot; so lesen wir den Spieltyp, weil nur der Forever-Client die Dateien unter Camelot lädt.

  • Der Bearbeitungsmodus ist derselbe. Das Modul Blizzard_EditMode ist auf keinen Spieltyp beschränkt und bringt für Forever drei eigene Dateien mit. Escape → Bearbeitungsmodus, Layouts und Teilen funktionieren wie oben beschrieben.
  • Die Leisten sitzen wie in Classic. Nach den Positionswerten für Forever hängt die Hauptleiste links am Mikromenü, die Taschen rechts daneben, alles unten in der Mitte. In Retail steht die Hauptleiste allein in der Mitte, Mikromenü und Taschen sitzen rechts unten. Das gilt in Forever für beide Vorlagen, „Modern“ und „Klassisch“.
  • Die Greifen lassen sich abschalten. Die Figuren links und rechts der Hauptleiste sind in Forever eigene Elemente: Aktionsleistendeko (links) und (rechts), jeweils mit der Einstellung Ausgeblendet. Der Retail-Zweig (12.1.0.69933) kennt diese Elemente nicht.
  • Neu ist der Schwungtimer. Das Modul Blizzard_SwingTimer lädt nur in Forever und zeigt Balken für Haupthand, Nebenhand und Fernkampf. Laut Hinweistext schaltest du ihn unter Optionen → Erweiterte Optionen → Schwungtimer aktivieren ein; im Bearbeitungsmodus reicht ein Umschalt-Klick auf sein Kästchen in der Gruppe Kampf. Größe, Weite, Höhe, Transparenz und Sichtbarkeit („Immer sichtbar“, „Im Kampf“, „Ausgeblendet“) stellst du dort ein.
  • Die Totemleiste steht in der Liste; Retail blendet ihr Kästchen aus. Sie betrifft Schamanen, siehe WoW Forever Schamanen-Guide. Dafür fehlen Archäologieleiste, Arenafenster, Bosswarnungen, Sprechender Kopf und Fahrzeugplätze.
  • Controller bekommen eine eigene Vorlage. Forever lädt drei Controller-Module, die im Retail-Zweig fehlen. Die Vorlage Controller zeigt die Liste nur, wenn das Spiel als Eingabestil Controller meldet.

Auch die Optionen sind kürzer. Unter Interface fehlen in Forever „Navigation im Spiel“, der Umrissmodus, „Mit Account abgeschlossene Quests anzeigen“ und die Abschnitte Behausungen und Gegneranzeige in Arena. Auf der Seite Erweiterte Optionen, die in Retail „Gameplay-Verbesserungen“ heißt, fehlen Kampfassistent, Bosswarnungen und externe Verteidigungseffekte; dazu kommt der Schwungtimer.

Offen bleibt, was der Server entscheidet. Diese Optionsseite baut der Code nur, wenn das Spiel sich als Standardmodus meldet. Dass der Hinweis zum Schwungtimer auf sie verweist, spricht dafür; gesehen haben wir es nicht. Ebenso offen ist, ob die Greifen ab Werk sichtbar sind und was die Controller-Module ohne Controller tun. Eigene Addons für Forever richtest du ein wie in WoW Addons installieren.

Was hier nicht steht

Wir nennen keine fertigen Layouts und keine Import-Strings — welche Anordnung passt, hängt an Klasse, Bildschirm und Hand. Wir haben nicht gemessen, wie viel Bildrate der Cooldown-Manager oder der Schadensmesser kosten. Die Einführung des Bearbeitungsmodus mit 10.0.0, die Zusammenlegung von System, Interface und Tastaturbelegung in „Optionen" und der Knopf im Escape-Menü stammen von den Seiten Edit Mode, Game menu und Key binding der Warcraft Wiki, ebenso die Regel, dass Bindungen je Realm gelten und charakterspezifisch sein können. Einführung und Aufbau des Cooldown-Managers stehen auf Cooldown Manager, die Neuerungen mit 12.0.0 in Blizzards Midnight Pre-Expansion Content Update Notes, der Umschalt-Klick in den 12.0.5 Content Update Notes. Das Zitat zur Iteration und die Grenzen für Addons stammen aus Blizzards Beitrag Combat Philosophy and Addon Disarmament in Midnight, die Ordner Cache, Interface, WTF aus Resetting the WoW User Interface.

Den Forever-Client haben wir nicht selbst geöffnet. „Belegt“ heißt im Forever-Abschnitt: steht im Oberflächencode, nicht: haben wir gesehen. Der Code stammt aus dem Spiegel wow-ui-source, Zweig forever, Commit „1.60.1 (69977)“ vom 23. September 2026, verglichen mit dem Zweig live, Commit „12.1.0 (69933)“ vom 22. September 2026: die Spieltypen in den Kopfzeilen der Module (Blizzard_EditMode.toc, Blizzard_SwingTimer.toc, Blizzard_Gamepad.toc), die Positionswerte in Blizzard_EditMode/Camelot/EditModePresetLayoutConstants.lua, die Kästchen in Camelot/EditModeManagerOverrides.lua und Shared/EditModeManager.xml, die Greifen in Blizzard_ActionBar/Camelot/MainMenuBarEndCaps.xml, die Vorlagen in Shared/EditModePresetLayoutsManager.lua und die Einstellungen in Blizzard_SettingsDefinitions_Frame/Camelot/InterfaceOverrides.lua und AdvancedOptions.lua. Die deutschen Bezeichnungen und der Hinweistext zum Schwungtimer sind die Textbausteine des Clients (GlobalStrings, deDE, Builds 1.60.1.69977 und 12.1.0.69933), eingesehen über wago.tools. Das Bild ist eine Illustration, kein Beleg. Womit wir arbeiten und womit nicht, steht in Wie wir testen.

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