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Windows 11: FPS anzeigen ohne Zusatzprogramm

In vielen Anleitungen steht, Windows habe keinen eingebauten Bildratenzähler und man brauche ein Zusatzprogramm. Das stimmt nicht. Die Xbox Game Bar gehört seit Windows 10 zum System, ist in Windows 11 ebenfalls enthalten und hat ein Leistungs-Widget mit Bildratenanzeige. Man muss sie nur finden.
Der große Vorteil gegenüber allen anderen Wegen: Sie funktioniert unabhängig davon, welche Grafikkarte im Rechner steckt und über welchen Anbieter das Spiel gestartet wurde.
In vier Schritten zur Anzeige
- Das Spiel starten und Windows + G drücken. Die Game Bar legt sich über das Bild.
- Ist das Leistungs-Widget nicht zu sehen, über das Zahnrad beziehungsweise die Widget-Leiste einschalten.
- Im Widget die Ansicht auf FPS stellen. Beim ersten Mal fragt Windows nach einer Berechtigung und will danach einmal neu starten — das ist normal und einmalig.
- Das Stecknadel-Symbol anklicken. Damit bleibt das Widget sichtbar, wenn die Game Bar wieder verschwindet. Ohne Anheften ist die Anzeige weg, sobald man weiterspielt — daran scheitern die meisten. Solange die Game Bar offen ist, lässt sich das Widget mit der Maus verschieben, etwa nach oben rechts. Ausschalten geht denselben Weg: Windows + G, Stecknadel lösen.
Was das Widget sonst noch zeigt
Neben der Bildrate führt das Leistungs-Widget die Auslastung von Prozessor und Grafikkarte sowie den belegten Arbeitsspeicher. Das genügt für die häufigste Frage bei ruckelnden Spielen: Welches Bauteil ist am Limit? Liegt die Grafikkarte dauerhaft bei annähernd 100 Prozent, ist sie der Engpass. Bleibt sie deutlich darunter, während die Bildrate niedrig ist, wartet sie auf den Prozessor oder auf nachzuladende Daten.
Wenn kein FPS-Wert dasteht
- Die Game Bar ist zu alt. Die Bildratenanzeige kam erst mit einer neueren Fassung. Sie lässt sich über den Microsoft Store aktualisieren wie jede andere App — dort nach der Xbox Game Bar suchen und, falls angeboten, aktualisieren.
- Die Berechtigung fehlt. Windows fragt beim ersten Einschalten der Bildratenanzeige nach einer Freigabe und verlangt danach einen Neustart. Wer das übersprungen hat, sieht dauerhaft nichts.
- Die Game Bar ist abgeschaltet. In den Windows-Einstellungen unter Gaming lässt sie sich ganz ausschalten — dann tut Windows + G nichts.
- Echtes Vollbild. Manche Spiele blenden fremde Overlays im exklusiven Vollbild aus. Ein Wechsel auf randloses Fenster hilft in aller Regel.
Wann sich ein anderer Weg lohnt
Die Game Bar ist der zuverlässigste Weg, weil sie überall dabei ist. Wer mehr sehen will als Bildrate und Auslastung — Temperaturen, Takt, Latenz oder den Verlauf über die Zeit —, ist mit dem Overlay der Grafikkarte besser bedient: NVIDIA App beziehungsweise AMD Adrenalin. Und in Steam-Spielen zeigt der Performance-Monitor von Steam zusätzlich, wie viele der angezeigten Bilder tatsächlich gerechnet und wie viele erzeugt wurden.
Die vier Wege nebeneinander stehen in der Übersicht FPS anzeigen lassen.