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GamesAktualisiert am 3 min Lesezeit

CS2 Pro Settings: was die Profis wirklich eingestellt haben

Schema eines Fadenkreuzes mit beschrifteten Maßen für Größe, Dicke, Lücke und Umriss

„Pro Settings" heißt in der Praxis: eine Handvoll Zahlen, die jeder Profi öffentlich gemacht hat. Einzeln sagen sie wenig. Erst nebeneinander zeigt sich, was persönlicher Geschmack ist, was Konvention — und welcher Wert sich überhaupt übertragen lässt.

Drei Spieler nebeneinander

WertdonkZywOos1mple
TeamTeam SpiritTeam VitalityBC.Game
MausZOWIE x donk Mouse (Unreleased)Pulsar ZywOo The Chosen Mouse Gen.2Logitech G Pro X Superlight 2 Cyan
DPI800400400
Sensitivity1,251,93,09
eDPI10007601236
cm pro 360°41,6 cm54,7 cm33,6 cm
Abtastrate1000 Hz1000 Hz1000 Hz
Auflösung1280x9601280x9601280x960
Fadenkreuz-StilClassic StaticClassic StaticClassic Static
Lücke-4-3-4
FarbeGreenGreenCyan

Vier Werte, bei denen alle drei übereinstimmen

Das ist der eigentliche Ertrag dieser Tabelle — nicht die Unterschiede, sondern die Übereinstimmungen:

  • Auflösung 1280×960 in 4:3. Alle drei.
  • Fadenkreuz-Stil „Classic Static". Alle drei. Ein Fadenkreuz, das bei Bewegung aufgeht, zeigt eine Streuung an, die man ohnehin kennt — und verdeckt dafür im entscheidenden Moment mehr vom Bild.
  • Negative Lücke. Alle drei ziehen die Striche enger zusammen, als die Voreinstellung es tut.
  • 1000 Hz Abtastrate. Alle drei — und das ist der Wert, der am wenigsten kostet, siehe Polling-Rate.

Wo sie auseinandergehen, ist die Sensitivität: donk 1000, ZywOo 760, s1mple 1236 eDPI. Zwischen ZywOo und s1mple liegt der Faktor 1,63 — und alle drei spielen auf demselben Niveau. Genau deshalb ist „die Sensitivity der Profis" kein Ziel: es gibt sie nicht.

eDPI ist die einzige vergleichbare Zahl

DPI mal Sensitivity. Wer 400 DPI und Sensitivity 2 spielt, hat dieselbe Handbewegung wie jemand mit 800 DPI und Sensitivity 1 — beide 800 eDPI. Die Sensitivity allein zu vergleichen ist sinnlos, solange die DPI nicht dabeisteht; das ist der häufigste Fehler beim Abschreiben fremder Einstellungen. Der Zusammenhang steht ausführlich unter Gaming-Maus DPI.

Noch greifbarer ist die Strecke. Aus der eDPI lässt sich ausrechnen, wie weit die Maus für eine volle Drehung wandert: 360 geteilt durch 0,022 mal eDPI, das Ergebnis in Zentimeter. Diese Zahl steht in der Tabelle oben und lässt sich ohne Umweg mit dem eigenen Mauspad vergleichen — 54,7 Zentimeter brauchen eine Fläche, 33,6 passen überall hin.

Warum das ganze Feld 4:3 spielt

1280×960 auf einem Bildschirm, der 1920×1080 kann, sieht nach Rückschritt aus. Drei Gründe halten die Gewohnheit am Leben:

  • Gestreckt dargestellt werden Modelle breiter. Wer 4:3 auf einen 16:9-Schirm zieht, trifft eine Silhouette, die ein Stück breiter ist als in nativer Darstellung.
  • Weniger Bildpunkte, mehr Bilder. Historisch der Hauptgrund; auf heutiger Hardware spielt er in CS2 kaum noch eine Rolle — wer es am eigenen Rechner nachprüfen will, vergleicht die Zahl aus cl_showfps 1 in beiden Auflösungen.
  • Muskelgedächtnis. Der stärkste Grund. Wer seit Jahren so zielt, wechselt nicht wegen ein paar Bildpunkten.

Das Gegenargument steht selten dabei: 4:3 nimmt Sichtfeld zur Seite weg. Wer es ausprobiert, sollte es ein paar Abende durchhalten statt eine Runde — und danach das Fadenkreuz neu einstellen, weil dessen Werte mit der Auflösung skalieren.

Ein fremdes Fadenkreuz übernehmen

CS2 kann ein vollständiges Fadenkreuz als Code ausgeben und einlesen — Einstellungen → Spiel → Fadenkreuz. Die Einzelbefehle stehen auf den drei Spielerseiten; was jeder davon tut, erklärt CS2 Crosshair einstellen.

Was der Code nicht enthält: Sensitivität, Auflösung, Videoeinstellungen und Startoptionen. Die stehen in der Tabelle und müssen einzeln gesetzt werden — wobei die Sensitivität der eine Wert ist, den man gerade nicht abschreiben sollte.

Die Reihenfolge, in der sich das Abschreiben lohnt

  1. Abtastrate auf 1000 Hz. Kostet nichts, alle drei fahren sie, und es gibt keinen Grund dagegen.
  2. Fadenkreuz. Eines aussuchen, ein paar Abende behalten, dann urteilen.
  3. Auflösung. Nur, wenn man bereit ist, das Fadenkreuz danach neu zu stellen.
  4. Sensitivität — zuletzt und am vorsichtigsten. Nicht übernehmen, sondern die eigene messen und in kleinen Schritten in die Richtung bewegen, die sich besser anfühlt.

Quelle: die Einstellungen stammen von prosettings.net, abgerufen am 03.09.2026. Wir messen diese Werte nicht selbst; der Stand je Spieler steht auf der jeweiligen Seite. Die cm/360-Angaben sind von uns gerechnet.

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