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CS2 Crosshair einstellen: die Werte, der Code, die Konsole

Das Fadenkreuz in Counter-Strike 2 ist keine Grafikoption, sondern eine Handvoll Konsolenvariablen. Man kann sie im Menü schieben, in der Konsole tippen oder als fertigen Code einfügen — es sind in allen drei Fällen dieselben elf Werte.
Diese Seite erklärt, was jeder davon tut. Am Ende steht der Abschnitt, der in Fadenkreuz-Anleitungen üblicherweise fehlt: was das Fadenkreuz nicht besser macht.
Der kürzeste Weg: der Fadenkreuz-Code
CS2 kann ein vollständiges Fadenkreuz als Zeichenkette ausgeben und
wieder einlesen. Der Weg führt über
Einstellungen → Spiel → Fadenkreuz; dort liegt die Schaltfläche zum
Teilen und Importieren. Ein solcher Code beginnt mit CSGO- und
besteht aus fünf durch Bindestriche getrennten Blöcken.
Einfügen, bestätigen, fertig — alle elf Werte stehen. Das ist auch der Weg, um ein Fadenkreuz von einem Rechner auf den anderen zu bringen, ohne die Konfigurationsdatei anzufassen.
Der Code trägt allerdings nur das Fadenkreuz. Sensitivität, Auflösung und Videoeinstellungen stecken nicht darin, auch wenn sie in Übersichten oft im selben Atemzug genannt werden.
Die Konsole freischalten
Wer die Werte einzeln setzen will, braucht die Entwicklerkonsole. Sie ist ab Werk aus: Einstellungen → Spiel → Entwicklerkonsole aktivieren → Ja. Danach öffnet die Taste unter der Escape-Taste die Konsole — auf deutschen Tastaturen das ^, auf amerikanischen die Tilde.
In der Konsole zeigt ein Befehl ohne Wert den aktuellen Stand an.
cl_crosshairsize allein gibt die eingestellte Größe zurück,
cl_crosshairsize 2 setzt sie. Das ist beim Nachjustieren
schneller als jeder Regler.
Die elf Werte
| Befehl | Wertebereich | Was er tut |
|---|---|---|
cl_crosshairstyle | 0–5 | Grundverhalten: statisch oder mitwachsend |
cl_crosshairsize | 0 und größer | Länge der vier Striche |
cl_crosshairthickness | 0 und größer | Dicke der Striche |
cl_crosshairgap | negativ bis positiv | Abstand zur Mitte |
cl_crosshairdot | 0 oder 1 | Punkt in der Mitte |
cl_crosshair_t | 0 oder 1 | oberen Strich weglassen |
cl_crosshair_drawoutline | 0 oder 1 | schwarzer Umriss |
cl_crosshair_outlinethickness | 0,1–3 | Dicke des Umrisses |
cl_crosshaircolor | 0–5 | Farbe, 5 heißt frei wählbar |
cl_crosshaircolor_r/_g/_b | 0–255 | die freie Farbe |
cl_crosshairalpha | 0–255 | Deckkraft |
Dazu kommen zwei Schalter, die seltener gebraucht werden:
cl_crosshairgap_useweaponvalue lässt die Lücke je Waffe
variieren, und cl_crosshair_recoil lässt das Fadenkreuz dem
Rückstoß folgen.
Zuerst der Stil, dann alles andere
Das ist die Reihenfolge, die Arbeit spart. cl_crosshairstyle
entscheidet, ob Größe und Lücke überhaupt so wirken, wie man sie einstellt —
wer den Stil zuletzt ändert, kann die übrigen Werte noch einmal anfassen.
| Wert | Verhalten |
|---|---|
| 0 | Standard, wächst bei Bewegung und Schüssen |
| 1 | Standard, aber unbeweglich |
| 2 | klassisch, wächst gedämpft mit |
| 3 | klassisch, wächst voll mit |
| 4 | klassisch und vollständig statisch |
| 5 | wie CS:GO vor dem Umbau |
Stil 4 ist die übliche Wahl im Wettkampf, und der Grund ist kein Geschmack: ein Fadenkreuz, das bei Bewegung aufgeht, zeigt eine Streuung an, die man ohnehin kennt — dafür verdeckt es im entscheidenden Moment mehr vom Bild. Wer die Streuung wirklich ablesen will, ist mit Stil 2 oder 3 besser bedient als mit dem Standard.
Größe, Dicke und Lücke hängen zusammen
Diese drei ergeben erst gemeinsam ein Bild, und man ändert sie sinnvoll in dieser Reihenfolge:
- Die Lücke zuerst. Sie bestimmt, wie viel vom Ziel frei bleibt. Negative Werte ziehen die Striche zusammen, bis fast ein Kreuz entsteht.
- Die Größe danach, passend zur Lücke — ein enges Fadenkreuz mit langen Strichen wirkt wie ein Kreuz, ein weites mit kurzen wie vier Punkte.
- Die Dicke zum Schluss. Sie ist der Wert, den man auf einem anderen Monitor als erstes wieder anfassen muss.
Ein Hinweis, der Zeit spart: Die Werte sind an die Auflösung gebunden. Wer von 1920×1080 auf eine gestreckte 4:3-Auflösung wechselt, sieht dasselbe Fadenkreuz in anderer Größe. Das ist kein Fehler, sondern folgt aus der Skalierung — und ein Grund, das Fadenkreuz erst einzustellen, wenn die Auflösung feststeht.
Farbe und Umriss
cl_crosshaircolor kennt fünf feste Farben und den Wert 5 für
eine frei gemischte. Die feste Wahl reicht meistens; interessant ist der
freie Wert dort, wo eine Karte durchgehend in einem Farbton gehalten ist.
Wichtiger als die Farbe selbst ist der Umriss. Ein Fadenkreuz ohne
schwarze Kante verschwindet auf hellem Untergrund — auf Sand, auf Beton, im
Gegenlicht. cl_crosshair_drawoutline 1 mit einer Umrissdicke um
1 löst das, ohne das Bild zuzustellen. Wer ein helles Grün oder Cyan
verwendet, braucht ihn fast immer.
Was das Fadenkreuz nicht verbessert
Ein Fadenkreuz ändert, was man sieht — nicht, wohin die Maus zeigt. Drei Dinge wirken auf das Zielen tatsächlich, und sie werden regelmäßig mit der Fadenkreuz-Frage vermischt:
- Sensitivität und DPI. Beide multiplizieren sich; entscheidend ist die Strecke, die der Arm für eine 180-Grad-Drehung zurücklegt. Wie die beiden Werte zusammenhängen, steht unter Gaming-Maus DPI.
- Abtastrate. Wie oft die Maus ihre Position meldet, ist eine eigene Einstellung — siehe Polling-Rate.
- Bildrate und Bildwiederholrate. Ein Fadenkreuz, das auf einem
60-Hz-Bild sitzt, zeigt eine ältere Lage als eines auf 144 Hz. Die
laufende Bildrate blendet in CS2 der Konsolenbefehl
cl_showfps 1ein — CS2: FPS anzeigen; ohne Konsole geht es über die Xbox Game Bar.
Wer an der Hardware ansetzen will, findet die Auswahl unter Gaming-Maus für CS2. Am Fadenkreuz selbst ändert sie nichts — es ist Software und kostenlos, und das ist der angenehme Teil daran.
Ein Fadenkreuz, das als Ausgangspunkt taugt
Kein Wert ist objektiv richtig. Diese Kombination ist aber ein brauchbarer Anfang, weil sie in jeder Situation sichtbar bleibt und wenig verdeckt:
cl_crosshairstyle 4
cl_crosshairsize 2
cl_crosshairthickness 1
cl_crosshairgap -1
cl_crosshairdot 0
cl_crosshair_drawoutline 1
cl_crosshair_outlinethickness 1
cl_crosshaircolor 1
cl_crosshairalpha 255
Von hier aus lohnt sich genau eine Änderung auf einmal, und zwar über mehrere Runden hinweg. Wer drei Werte gleichzeitig anfasst, weiß hinterher nicht, welcher geholfen hat.