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GamesAktualisiert am 5 min Lesezeit

CS2 Crosshair einstellen: die Werte, der Code, die Konsole

Schema eines Fadenkreuzes mit beschrifteten Maßen für Größe, Dicke, Lücke, Punkt und Umriss

Das Fadenkreuz in Counter-Strike 2 ist keine Grafikoption, sondern eine Handvoll Konsolenvariablen. Man kann sie im Menü schieben, in der Konsole tippen oder als fertigen Code einfügen — es sind in allen drei Fällen dieselben elf Werte.

Diese Seite erklärt, was jeder davon tut. Am Ende steht der Abschnitt, der in Fadenkreuz-Anleitungen üblicherweise fehlt: was das Fadenkreuz nicht besser macht.

Der kürzeste Weg: der Fadenkreuz-Code

CS2 kann ein vollständiges Fadenkreuz als Zeichenkette ausgeben und wieder einlesen. Der Weg führt über Einstellungen → Spiel → Fadenkreuz; dort liegt die Schaltfläche zum Teilen und Importieren. Ein solcher Code beginnt mit CSGO- und besteht aus fünf durch Bindestriche getrennten Blöcken.

Einfügen, bestätigen, fertig — alle elf Werte stehen. Das ist auch der Weg, um ein Fadenkreuz von einem Rechner auf den anderen zu bringen, ohne die Konfigurationsdatei anzufassen.

Der Code trägt allerdings nur das Fadenkreuz. Sensitivität, Auflösung und Videoeinstellungen stecken nicht darin, auch wenn sie in Übersichten oft im selben Atemzug genannt werden.

Die Konsole freischalten

Wer die Werte einzeln setzen will, braucht die Entwicklerkonsole. Sie ist ab Werk aus: Einstellungen → Spiel → Entwicklerkonsole aktivieren → Ja. Danach öffnet die Taste unter der Escape-Taste die Konsole — auf deutschen Tastaturen das ^, auf amerikanischen die Tilde.

In der Konsole zeigt ein Befehl ohne Wert den aktuellen Stand an. cl_crosshairsize allein gibt die eingestellte Größe zurück, cl_crosshairsize 2 setzt sie. Das ist beim Nachjustieren schneller als jeder Regler.

Die elf Werte

BefehlWertebereichWas er tut
cl_crosshairstyle0–5Grundverhalten: statisch oder mitwachsend
cl_crosshairsize0 und größerLänge der vier Striche
cl_crosshairthickness0 und größerDicke der Striche
cl_crosshairgapnegativ bis positivAbstand zur Mitte
cl_crosshairdot0 oder 1Punkt in der Mitte
cl_crosshair_t0 oder 1oberen Strich weglassen
cl_crosshair_drawoutline0 oder 1schwarzer Umriss
cl_crosshair_outlinethickness0,1–3Dicke des Umrisses
cl_crosshaircolor0–5Farbe, 5 heißt frei wählbar
cl_crosshaircolor_r/_g/_b0–255die freie Farbe
cl_crosshairalpha0–255Deckkraft

Dazu kommen zwei Schalter, die seltener gebraucht werden: cl_crosshairgap_useweaponvalue lässt die Lücke je Waffe variieren, und cl_crosshair_recoil lässt das Fadenkreuz dem Rückstoß folgen.

Zuerst der Stil, dann alles andere

Das ist die Reihenfolge, die Arbeit spart. cl_crosshairstyle entscheidet, ob Größe und Lücke überhaupt so wirken, wie man sie einstellt — wer den Stil zuletzt ändert, kann die übrigen Werte noch einmal anfassen.

WertVerhalten
0Standard, wächst bei Bewegung und Schüssen
1Standard, aber unbeweglich
2klassisch, wächst gedämpft mit
3klassisch, wächst voll mit
4klassisch und vollständig statisch
5wie CS:GO vor dem Umbau

Stil 4 ist die übliche Wahl im Wettkampf, und der Grund ist kein Geschmack: ein Fadenkreuz, das bei Bewegung aufgeht, zeigt eine Streuung an, die man ohnehin kennt — dafür verdeckt es im entscheidenden Moment mehr vom Bild. Wer die Streuung wirklich ablesen will, ist mit Stil 2 oder 3 besser bedient als mit dem Standard.

Größe, Dicke und Lücke hängen zusammen

Diese drei ergeben erst gemeinsam ein Bild, und man ändert sie sinnvoll in dieser Reihenfolge:

  1. Die Lücke zuerst. Sie bestimmt, wie viel vom Ziel frei bleibt. Negative Werte ziehen die Striche zusammen, bis fast ein Kreuz entsteht.
  2. Die Größe danach, passend zur Lücke — ein enges Fadenkreuz mit langen Strichen wirkt wie ein Kreuz, ein weites mit kurzen wie vier Punkte.
  3. Die Dicke zum Schluss. Sie ist der Wert, den man auf einem anderen Monitor als erstes wieder anfassen muss.

Ein Hinweis, der Zeit spart: Die Werte sind an die Auflösung gebunden. Wer von 1920×1080 auf eine gestreckte 4:3-Auflösung wechselt, sieht dasselbe Fadenkreuz in anderer Größe. Das ist kein Fehler, sondern folgt aus der Skalierung — und ein Grund, das Fadenkreuz erst einzustellen, wenn die Auflösung feststeht.

Farbe und Umriss

cl_crosshaircolor kennt fünf feste Farben und den Wert 5 für eine frei gemischte. Die feste Wahl reicht meistens; interessant ist der freie Wert dort, wo eine Karte durchgehend in einem Farbton gehalten ist.

Wichtiger als die Farbe selbst ist der Umriss. Ein Fadenkreuz ohne schwarze Kante verschwindet auf hellem Untergrund — auf Sand, auf Beton, im Gegenlicht. cl_crosshair_drawoutline 1 mit einer Umrissdicke um 1 löst das, ohne das Bild zuzustellen. Wer ein helles Grün oder Cyan verwendet, braucht ihn fast immer.

Was das Fadenkreuz nicht verbessert

Ein Fadenkreuz ändert, was man sieht — nicht, wohin die Maus zeigt. Drei Dinge wirken auf das Zielen tatsächlich, und sie werden regelmäßig mit der Fadenkreuz-Frage vermischt:

  • Sensitivität und DPI. Beide multiplizieren sich; entscheidend ist die Strecke, die der Arm für eine 180-Grad-Drehung zurücklegt. Wie die beiden Werte zusammenhängen, steht unter Gaming-Maus DPI.
  • Abtastrate. Wie oft die Maus ihre Position meldet, ist eine eigene Einstellung — siehe Polling-Rate.
  • Bildrate und Bildwiederholrate. Ein Fadenkreuz, das auf einem 60-Hz-Bild sitzt, zeigt eine ältere Lage als eines auf 144 Hz. Die laufende Bildrate blendet in CS2 der Konsolenbefehl cl_showfps 1 ein — CS2: FPS anzeigen; ohne Konsole geht es über die Xbox Game Bar.

Wer an der Hardware ansetzen will, findet die Auswahl unter Gaming-Maus für CS2. Am Fadenkreuz selbst ändert sie nichts — es ist Software und kostenlos, und das ist der angenehme Teil daran.

Ein Fadenkreuz, das als Ausgangspunkt taugt

Kein Wert ist objektiv richtig. Diese Kombination ist aber ein brauchbarer Anfang, weil sie in jeder Situation sichtbar bleibt und wenig verdeckt:

cl_crosshairstyle 4
cl_crosshairsize 2
cl_crosshairthickness 1
cl_crosshairgap -1
cl_crosshairdot 0
cl_crosshair_drawoutline 1
cl_crosshair_outlinethickness 1
cl_crosshaircolor 1
cl_crosshairalpha 255

Von hier aus lohnt sich genau eine Änderung auf einmal, und zwar über mehrere Runden hinweg. Wer drei Werte gleichzeitig anfasst, weiß hinterher nicht, welcher geholfen hat.

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