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Steam: FPS anzeigen lassen — der Performance-Monitor

zuletzt aktualisiert 03.09.2026

steam fps anzeigen lassen

Steam bringt seinen eigenen Bildratenzähler mit, und seit einem Umbau im Juni 2025 ist daraus ein Performance-Monitor geworden: vier Detailstufen, ein Verlaufsdiagramm und getrennt ausgewiesene generierte Bilder. Wer eine ältere Anleitung liest, sucht Menüpunkte, die es so nicht mehr gibt — der Weg unten beschreibt die heutige Oberfläche.

Einschalten in drei Schritten

  1. Im Steam-Fenster oben links auf Steam klicken, dann auf Einstellungen.
  2. In der linken Spalte Im Spiel wählen.
  3. Den Abschnitt Performance-Overlay aufklappen und die gewünschte Detailstufe einstellen.

Dort lassen sich außerdem Position, Größe und eine Tastenkombination festlegen, mit der sich die Anzeige im Spiel ein- und ausblenden lässt.

Die vier Detailstufen

  • Nur die Bildrate — eine einzelne Zahl, wie beim alten Zähler.
  • Bildrate mit Details — dazu die niedrigsten und höchsten Werte einzelner Bilder.
  • Bildrate, CPU und GPU — zusätzlich die Auslastung beider.
  • Alles samt Arbeitsspeicher — die vollständige Ansicht.

Die Stufe lässt sich im laufenden Spiel wechseln. Farbsättigung, Textgröße und Deckkraft des Hintergrunds sind einstellbar — praktisch, weil ein Overlay in einem dunklen Spiel anders lesbar sein muss als in einem hellen.

Die Tastenkombination festlegen

Im selben Abschnitt lässt sich eine Taste hinterlegen, die das Overlay im Spiel ein- und ausblendet. Das ist die Einstellung, die den Unterschied zwischen „einmal nachsehen“ und „dauerhaft im Blick“ ausmacht: Wer die Bildrate nur bei Verdacht prüfen will, lässt die Anzeige aus und holt sie mit der Taste kurz nach vorn. Wer eine Einstellung sucht, bei der ein Spiel gerade noch flüssig läuft, lässt sie stehen und ändert die Grafikoptionen, bis die Zahl passt.

Achtung bei der Wahl: Overlays anderer Programme greifen gern nach denselben Tasten. Alt + R etwa belegen sowohl die NVIDIA App als auch AMD Adrenalin. Eine Kombination, die in keinem Spiel und in keinem anderen Overlay vorkommt, erspart die Fehlersuche.

Warum Umschalt + Tab hier nicht weiterhilft

Die Kombination, die den meisten zuerst einfällt, ist Umschalt + Tab — und sie öffnet an dieser Stelle das falsche Fenster. Dahinter liegt das Steam-Overlay: Freundesliste, Browser, Screenshots, eine Oberfläche, die sich über das Spiel legt und es pausiert. Die Bildrate steht dort nicht.

Die Anzeige aus den vorigen Abschnitten ist etwas anderes. Sie liegt als schmale Einblendung über dem Bild, während das Spiel weiterläuft, und hört auf die Taste, die im Steam-Menü dafür hinterlegt wurde — nicht auf Umschalt + Tab. Beide lassen sich unabhängig voneinander ein- und ausschalten.

Ein Wort noch zum Namen: Valve nennt die Funktion in den eigenen Ankündigungen Leistungs-Overlay, im Client steht sie unter Im Spiel. Wer nach dem einen Begriff sucht und den anderen findet, ist an der richtigen Stelle.

Der Teil, der neu und wirklich nützlich ist: generierte Bilder

Der Monitor weist von der Grafikkarte erzeugte Zwischenbilder getrennt aus — also das, was DLSS oder FSR zur echten Bildrate hinzurechnen. Das ist der Unterschied zwischen „das Spiel läuft mit 120 Bildern" und „das Spiel rechnet 60 und verdoppelt sie". Beides fühlt sich verschieden an, besonders bei der Eingabeverzögerung, und ein einfacher Zähler zeigt nur die große Zahl. Was DLSS dabei genau tut, steht in unserem Beitrag NVIDIA DLSS erklärt.

Verlauf statt Momentaufnahme

Auf Wunsch zeichnet der Monitor die Bildrate über die Zeit als Kurve und die Auslastung der einzelnen Prozessorkerne. Dafür lohnt sich das Einschalten auch dann, wenn man die Zahl gar nicht dauerhaft sehen will: Ein gleichmäßiger Verlauf bei 45 Bildern ist ein anderes Problem als einer, der alle paar Sekunden einbricht. Das erste ist zu wenig Rechenleistung, das zweite meist etwas anderes — nachladende Daten, ein zu warmes Bauteil, ein Hintergrundprogramm.

Was die Zahlen neben der Bildrate bedeuten

Ab der dritten Detailstufe stehen Prozessor und Grafikkarte daneben, ab der vierten der Arbeitsspeicher. Die drei Werte beantworten zusammen die Frage, die man eigentlich hat — woran es liegt:

  • Grafikkarte nahe 100 Prozent: Sie ist am Limit. Auflösung oder Detailstufe senken wirkt sofort, ein schnellerer Prozessor gar nicht.
  • Grafikkarte deutlich darunter, Bildrate trotzdem niedrig: Der Prozessor kommt nicht nach. Das ist typisch für Aufbau- und Simulationsspiele mit vielen Einheiten — dort hilft eine stärkere Karte nichts.
  • Arbeitsspeicher voll: Windows lagert auf die SSD aus, und das zeigt sich als Ruckeln beim Nachladen, nicht als dauerhaft niedrige Zahl.

Welche Bauteile in welcher Kombination sinnvoll zusammenpassen, rechnet unser Konfigurator durch; wie viel Strom die Zusammenstellung zieht, der Netzteilrechner.

Wenn nichts angezeigt wird

  • Das Steam-Overlay ist aus. Es lässt sich pro Spiel abschalten: Rechtsklick auf den Eintrag in der Bibliothek, Eigenschaften, dort das Steam-Overlay wieder einschalten. Ohne Overlay kein Monitor.
  • Das Spiel läuft nicht über Steam. Der Monitor greift nur bei Spielen, die aus der Steam-Bibliothek gestartet werden. Für alles andere ist die Xbox Game Bar der Weg, oder das Overlay der Grafikkarte (NVIDIA, AMD).
  • Echtes Vollbild. Overlays vertragen sich nicht mit jedem Vollbildmodus. Ein Wechsel auf randloses Fenster hilft in den meisten Fällen.

Auf dem Steam Deck

Das Steam Deck hat seine eigene Leistungsanzeige, erreichbar über die Schnellzugriff-Taste rechts neben dem Bildschirm. Sie ist unabhängig vom Performance-Monitor des Desktop-Clients und kennt eigene Detailstufen.

Welcher Weg sonst noch in Frage kommt

Steam ist der bequemste Weg, aber nicht der einzige. Welcher Zähler wofür taugt — und welcher auch außerhalb von Steam misst —, steht in der Übersicht FPS anzeigen lassen.

Quellen

Der Bedienweg ist gegen die Ankündigung von Valve zum Steam In-Game Performance Monitor und die Steam-Hilfe geprüft, nicht aus dem Gedächtnis geschrieben.

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