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Gaming Gear4 min Lesezeit

Valorant Einstellungen: Maus, Fadenkreuz, FPS

Die vier Ebenen der Valorant-Einstellungen von der Maus über das Spiel bis ins BIOS

Eine Sensitivity ohne die DPI der Maus ist keine Angabe. 0,4 auf 800 DPI und 0,8 auf 400 DPI sind exakt dieselbe Mausbewegung. Deshalb steht in dieser Anleitung überall der zusammengesetzte Wert — und deshalb bringt es nichts, die Zahl eines Profis abzuschreiben, ohne seine Maus zu kennen.

Die Einstellungen liegen auf vier Ebenen: Maus, Spiel, Grafik, System. In dieser Reihenfolge lohnt sich die Arbeit auch.

Die Maus: rechne in eDPI, nicht in Sensitivity

Der Wert, über den man sich verständigen kann, heißt eDPI — effektive DPI:

eDPI = DPI der Maus × Sensitivity im Spiel

800 DPI mal 0,4 ergibt 320. Das ist die Zahl, die sich mit anderen vergleichen lässt. Der übliche Bereich im Wettkampf liegt zwischen 200 und 400; darunter wird das Zielen ruhig und das Umdrehen mühsam, darüber wird es umgekehrt.

Drei Regeln, die mehr ausmachen als der genaue Wert:

  • 800 DPI als Grundlage. Nicht weil es magisch wäre, sondern weil fast alle Angaben im Netz darauf beruhen — du kannst fremde Werte dann direkt übernehmen. Sehr hohe DPI-Werte bringen keinen Vorteil und machen manche Sensoren unruhig.
  • Mausbeschleunigung aus, in Windows und im Spiel. Sie sorgt dafür, dass dieselbe Handbewegung je nach Geschwindigkeit unterschiedlich weit zielt — genau das, was man beim Einprägen einer Bewegung nicht gebrauchen kann.
  • Raw Input an. Damit liest das Spiel die Maus direkt aus, ohne den Umweg über die Windows-Zeigereinstellungen.

Und der wichtigste Punkt: Ändere die Empfindlichkeit nicht wöchentlich. Zielen ist eingeübte Bewegung. Wer ständig verstellt, fängt jedes Mal von vorn an — das kostet mehr als jede Feinjustierung einbringt.

Das Fadenkreuz: sichtbar schlägt hübsch

Das Fadenkreuz ist die Einstellung mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung, weil du es in jeder Sekunde des Spiels ansiehst. Zwei Dinge entscheiden:

Es muss sich vom Hintergrund abheben. Weiß verschwindet auf hellen Wänden, und davon hat Valorant viele. Cyan, Grün oder Magenta bleiben auf fast jedem Untergrund sichtbar — deshalb sieht man sie im Wettkampf so oft, nicht aus Mode.

Es darf die Stelle nicht verdecken, auf die du zielst. Ein dicker Mittelpunkt und lange Linien überdecken genau den Kopf, den du treffen willst. Dünne Linien, kleiner oder gar kein Mittelpunkt, Outline dünn aber vorhanden — die Kontur ist es, die das Kreuz auf hellem Grund rettet.

Die Bewegungs- und Schuss-Fehleranzeige (die Linien, die beim Laufen auseinandergehen) ist Geschmackssache. Sie zeigt dir, wann du ungenau bist — manche finden das lehrreich, andere unruhig. Fang mit aus an, wenn du dich auf die Position des Kreuzes konzentrieren willst.

Fadenkreuz-Einstellungen lassen sich in Valorant als Code kopieren und einfügen. Nimm einen fremden als Ausgangspunkt, aber verstell danach Farbe und Größe nach deinem Monitor — Helligkeit und Kontrast unterscheiden sich stärker, als man denkt.

Die Grafik: was FPS bringt, was nur Optik kostet

Valorant ist genügsam, und genau deshalb wird hier oft am falschen Ende gespart. Die Optionen mit spürbarer Wirkung auf die Bildrate:

  • Vollbild statt randlosem Fenster. Das ist der größte einzelne Unterschied und kostet nichts an Bildqualität.
  • Multithreaded-Rendering an, wenn dein Prozessor mehr als vier Kerne hat. Bei praktisch jedem heutigen Rechner ist das der Fall.
  • Anti-Aliasing und anisotrope Filterung herunter, wenn die Bildrate nicht reicht. Sie kosten am meisten und ändern am Spielgeschehen nichts.
  • VSync aus. Es koppelt die Bildrate an den Monitor und fügt Verzögerung hinzu — im Wettkampf der falsche Tausch.

Was du nicht herunterdrehen solltest: die Auflösung. Ein niedriger aufgelöstes Bild macht entfernte Gegner kleiner und unschärfer, und der FPS-Gewinn ist bei diesem Spiel gering. Wenn die Bildrate am Ende trotzdem nicht reicht, liegt es meist nicht an den Einstellungen — dann ist der Rechner die Grenze.

Das System: der Teil, den die Einstellungsliste nicht abdeckt

Zwei Dinge außerhalb des Spiels bringen mehr als jede Schieberegler-Feinarbeit, und beide werden regelmäßig übersehen.

Die Bildwiederholrate des Monitors muss auch eingestellt sein. Ein 144-Hz-Monitor läuft nach dem Anschließen oft mit 60 Hz, weil Windows das nicht von selbst umstellt. Nachsehen unter Einstellungen → System → Anzeige → Erweiterte Anzeige. Das ist die häufigste ungenutzte Leistung überhaupt.

Im BIOS lohnt sich genau eine Einstellung: das Speicherprofil, je nach Hersteller XMP oder EXPO genannt. Ohne es läuft dein Arbeitsspeicher auf dem langsamen Grundtakt statt auf dem, für den du bezahlt hast. Das kostet in Spielen messbar Bildrate und ist ein einziger Schalter. Alles andere im BIOS kannst du für Valorant in Ruhe lassen.

Was davon wirklich zählt

  1. eDPI festlegen und dabei bleiben — die einzige Einstellung, die durch Übung besser wird.
  2. Fadenkreuz sichtbar machen — Farbe und Kontur, nicht Größe.
  3. Vollbild und Multithreading an — die zwei Grafikschalter mit Wirkung.
  4. Monitor-Hertz und XMP prüfen — beides einmal, beides oft vergessen.

Zur Hardware darunter: die passende Maus steht in Beste Gaming-Maus für Valorant, die Tastatur in Beste mechanische Tastatur für Valorant.

Die ehrliche Einschränkung

Wir haben diese Einstellungen nicht gegeneinander gemessen. Was hier steht, ist die begründete Einordnung dessen, was die Optionen technisch tun — warum Raw Input die Windows-Kurve umgeht, warum Vollbild den Kompositor umgeht, warum XMP den Speichertakt anhebt. Wo es um Zahlen geht, die von deinem Rechner abhängen, steht keine Zahl.

Und der eDPI-Bereich von 200 bis 400 ist ein Erfahrungswert aus dem Wettkampfumfeld, kein Naturgesetz. Wer mit 500 seit zwei Jahren gut zielt, sollte nicht wechseln, weil hier eine andere Zahl steht — der Nutzen der Gewöhnung ist größer als der Unterschied.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

Wir messen die Preise aus unseren Listen einmal am Tag bei Geizhals. Fällt einer unter alles, was wir bisher gemessen haben, schreiben wir dir — genauso, wenn eine neue Zusammenstellung fertig ist. Sonst hörst du nichts: kein Rundbrief nach Plan, keine Werbung Dritter, kein Weiterverkauf der Adresse.