HardwareVon Stefan Haun12 min Lesezeit
CMOS-Reset: BIOS zurücksetzen per Menü, Clear-CMOS-Taste, Jumper oder Batterie – bei ASUS, MSI, Gigabyte und ASRock

Ein CMOS-Reset setzt die BIOS-Einstellungen deines Mainboards auf die Werkseinstellungen zurück – am einfachsten im BIOS über „Load Optimized Defaults“, ohne Bild über die Clear-CMOS-Taste oder zwei Kontakte auf dem Board, im Notfall durch Herausnehmen der Knopfzelle. Das hilft, wenn der PC nach XMP, EXPO oder Übertakten nicht mehr startet oder kein Bild zeigt. Am BIOS selbst, also an der Firmware-Version, ändert es nichts. Dieser Guide zeigt die drei Wege in der Reihenfolge, in der du sie probieren solltest, die Bezeichnungen bei ASUS, MSI, Gigabyte und ASRock, wann die Batterie fällig ist und was du danach wieder einstellen musst. Den Spickzettel zum Ausdrucken gibt es weiter unten.
Wie dieser Guide entsteht: Wir betreiben kein Testlabor und haben den Reset nicht an jedem Board nachgestellt. Tasten, Kontaktnamen und Wartezeiten stammen aus den FAQ und Handbüchern von ASUS, MSI, Gigabyte und ASRock sowie aus Intels Support-Artikel, die Angaben zu BitLocker und TPM aus der Dokumentation von Microsoft – abgerufen am 25. Oktober 2026 und an der jeweiligen Stelle verlinkt. Mehr dazu in Wie wir testen.
reichen laut ASUS und MSI, um die Clear-CMOS-Taste zu drücken oder die beiden Kontakte zu überbrücken – bei ausgeschaltetem PC und gezogenem Netzstecker.
Was beim CMOS-Reset passiert
Das Mainboard speichert seine Einstellungen in einem kleinen Speicher, der bei ausgeschaltetem PC von einer Knopfzelle versorgt wird. Gigabyte beschreibt die Batterie so: Sie hält die Werte – „such as BIOS configurations, date, and time information“ – im CMOS, wenn der Rechner aus ist. ASUS schreibt, „Clear CMOS“ lösche den RTC-Speicher, also den Speicher der Echtzeituhr. MSI nennt den Jumper im Handbuch „Clear CMOS (Reset BIOS) Jumper“ – zurückgesetzt werden die Einstellungen, nicht die BIOS-Version. Eine neue oder fehlerhafte Version behebt nur ein BIOS-Update.
Wann ein CMOS-Reset hilft – und wann nicht
- Nach XMP, EXPO oder Übertakten startet der PC nicht mehr: der häufigste Fall. ASUS nennt ihn ausdrücklich – wenn nach dem Übertakten von Prozessor oder Speicher Instabilität, Abstürze oder Hänger auftreten. Hintergründe zu den Speicherprofilen stehen in XMP und EXPO aktivieren.
- Kein Bild oder kein Start nach geänderten Einstellungen: Intel schreibt: „For no boot or no display issues, clearing CMOS may help“, weil dabei die Standardwerte zurückkommen.
- BIOS-Passwort vergessen: Gigabyte beschreibt den CMOS-Reset als Weg, ein BIOS-Passwort zu entfernen (Gigabyte-FAQ 1758). Bei manchen ASRock-Boards reicht der Jumper dafür nicht, dazu unten mehr.
- Nach einem Prozessortausch: Bleiben alte Übertaktungswerte im BIOS stehen, kann der Reset helfen. Kennt das BIOS den neuen Prozessor noch nicht, hilft er nicht – dann braucht das Board ein BIOS-Update, bei manchen Boards auch ohne passenden Prozessor.
Kein Allheilmittel ist der Reset, wenn der PC gar nicht angeht – keine Lüfter, keine LEDs. Dann liegt es meist an Strom, Netzteil oder Kabeln: siehe PC geht nicht an. ASUS setzt den CMOS-Reset in seiner Fehlersuche bei „No Power/No Boot/No Display“ erst an Schritt 7, nach Netzteil, Prozessor, Speicher, Grafikkarte, Monitor und einem Test mit minimaler Bestückung. Startet der PC dagegen ständig neu, hilft die Reihenfolge in PC startet immer wieder neu.
Vorher: BitLocker und eigene Einstellungen
Beim Zurücksetzen gehen alle Änderungen im BIOS verloren – auch ein eingeschaltetes TPM, wenn es ab Werk aus ist. Das ist auf vielen Boards für Selbstbauer so: Microsoft schreibt, sie würden „with TPM turned off by default“ ausgeliefert. Läuft BitLocker, ist das ein Auslöser für die Wiederherstellung: Microsoft nennt „Turning off, disabling, deactivating, or clearing the TPM“. Dann fragt Windows beim Start nach dem 48-stelligen Wiederherstellungsschlüssel.
- Schlüssel bereitlegen: Bei einem Microsoft-Konto steht er laut Microsoft unter
aka.ms/myrecoverykey. Microsoft kann einen verlorenen Schlüssel nicht wiederherstellen. - Wenn Windows noch startet: BitLocker vorher anhalten. Microsoft schreibt, bei geplanten Eingriffen lasse sich die Wiederherstellung so vermeiden; nach einem Neustart läuft der Schutz automatisch wieder an.
- Eigene Werte notieren: Speicherprofil, Lüfterkurven, Bootreihenfolge. Am schnellsten per Handyfoto der BIOS-Seiten.
Weg 1: Standardwerte im BIOS laden
Kommst du noch ins BIOS, ist das der sanfteste Weg: kein Schraubendreher, kein offenes Gehäuse. Wie du hineinkommst, steht in BIOS öffnen. Die Taste zum Laden der Standardwerte unterscheidet sich je Hersteller:
| Hersteller | Taste / Menü | Quelle |
|---|---|---|
| ASUS | F5 → „Load Optimized Defaults“ → OK | ASUS-FAQ 1030210 |
| MSI | F6 „Load optimized defaults“ | MSI-Handbuch X870 Gaming Plus WiFi, S. 60 |
| Gigabyte | Save & Exit → „Load Optimized Defaults“; F7 lädt laut Handbuch die Standardwerte nur „for the current submenus“ | Gigabyte-BIOS-Handbuch AMD 600 |
| ASRock | F9 bzw. Exit → „Load UEFI Defaults“ | ASRock-Handbuch B660M Pro RS |
Danach mit F10 speichern und neu starten. Gigabyte rät, die Standardwerte auch nach jedem BIOS-Update zu laden: „Always load the Optimized defaults after updating the BIOS or after clearing the CMOS values.“
Weg 2: Clear-CMOS-Taste oder Jumper
Ohne Bild kommst du nicht ins BIOS. Dann gibt es zwei Möglichkeiten auf dem Board selbst: eine Clear-CMOS-Taste, bei MSI etwa hinten am Anschlussfeld („rear I/O panel“), oder zwei Kontakte (Jumper) auf der Platine, die du kurz überbrückst – mit einer Steckbrücke (Jumper-Kappe) oder der Spitze eines Schraubendrehers. Ob dein Board eine Taste hat und wo die Kontakte sitzen, zeigt das Handbuch; welches Modell du hast, verrät Welches Mainboard habe ich?.
- PC herunterfahren und den Netzstecker ziehen. Das verlangen alle vier Hersteller.
- Taste drücken und halten bzw. die beiden Kontakte überbrücken – Dauer laut Tabelle.
- Eine Jumper-Kappe wieder abziehen. ASRock und MSI nennen das als eigenen Schritt.
- Netzstecker einstecken, einschalten, ins BIOS gehen, Standardwerte laden, mit F10 speichern.
| Hersteller | Bezeichnung auf dem Board | Dauer |
|---|---|---|
| ASUS | Taste „CLR_CMOS“, Kontakte „CLRTC“ | etwa 5–10 Sekunden (ASUS-FAQ 1040820) |
| MSI | „Clear CMOS button“ am Anschlussfeld, Jumper „JBAT1“ | etwa 5–10 Sekunden (MSI-Handbuch, S. 46) |
| Gigabyte | Jumper „CLR_CMOS“, auf manchen Boards Taste „CMOS_SW“ | „for a few seconds“ (Gigabyte-Handbuch X870 Gaming X WiFi7, S. 30; FAQ 1758) |
| ASRock | Jumper „CLRCMOS1“ (B650 Pro RS) bzw. „CLRMOS1“ (B660M Pro RS) | 3 Sekunden (ASRock-Handbuch B650 Pro RS); beim B660M Pro RS nach 15 Sekunden Wartezeit 5 Sekunden (Handbuch, S. 17) |
Zwei Hinweise von ASRock, die oft übersehen werden: Direkt nach einem BIOS-Update soll das CMOS nicht gelöscht werden – „you must boot up the system first, and then shut it down before you do the clear-CMOS action“. Und beim B660M Pro RS werden Passwort, Datum, Uhrzeit und gespeicherte Profile laut Handbuch „only if the CMOS battery is removed“ gelöscht. Wer ein BIOS-Passwort loswerden will, braucht dort also Weg 3.
Auf älteren Boards ist der Jumper oft dreipolig. Intel beschreibt ihn so: Kappe von Position 1–2 auf 2–3 umstecken, „Wait 1–5 minutes“, dann zurück auf 1–2.
Weg 3: Knopfzelle herausnehmen
Der letzte Weg, wenn es weder Taste noch Jumper gibt oder beide nicht helfen. Die Batterie sitzt meist in einer runden Halterung auf dem Board, bei manchen Boards an einem Kabel mit zweipoligem Stecker – ASUS beschreibt beide Fälle. Sitzt sie unter der Grafikkarte, musst du die Karte unter Umständen erst ausbauen.
- PC aus, Netzstecker ziehen, Gehäuse öffnen.
- Batterie vorsichtig aus der Halterung lösen; ASUS beschreibt das Herausnehmen über die seitliche Haltelasche. Hängt sie an einem Kabel, den Stecker abziehen.
- Warten. Die Hersteller nennen unterschiedliche Zeiten: Gigabyte im Handbuch „wait for one minute“, in der FAQ 1758 „about 10 minutes or longer“, Intel 1 bis 5 Minuten. Wer sichergehen will, wartet die zehn Minuten.
- Batterie wieder einsetzen. Gigabyte: Der Pluspol (+) zeigt nach oben.
- Netzstecker einstecken, einschalten, im BIOS Datum und Uhrzeit setzen und die Standardwerte laden.
Gigabyte nennt eine Abkürzung: statt zu warten die beiden Kontakte der leeren Batteriehalterung für 5 Sekunden mit einem Schraubendreher verbinden. ASUS kombiniert beides – Batterie raus, dann zusätzlich CLRTC oder die Taste.
CMOS-Batterie wechseln
Die Knopfzelle ist nicht wiederaufladbar und irgendwann leer. Gigabyte nennt die Folgen: Ist die Spannung zu niedrig, können die CMOS-Werte „not be accurate or may be lost“. Typische Anzeichen:
- Datum und Uhrzeit stimmen nach jedem Trennen vom Strom nicht mehr.
- Das BIOS hat nach dem Ausschalten seine Einstellungen vergessen, etwa das Speicherprofil.
Den Typ nennen die Handbücher: CR2032, 3 Volt bei MSI (X870 Gaming Plus WiFi) und Gigabyte (X870 Gaming X WiFi7). Prüf im Handbuch deines Boards nach, Gigabyte warnt: „Replace the battery with an equivalent one.“ Der Wechsel läuft wie Weg 3, mit der neuen Zelle statt der alten. Danach sind die BIOS-Einstellungen weg, also wie beim Reset neu einstellen. MSI, Gigabyte und ASRock warnen in ihren Handbüchern vor dem Verschlucken: Knopfzellen gehören außer Reichweite von Kindern, laut MSI auch leere.
Danach: Das musst du neu einstellen
Der erste Start dauert länger. Gerade bei DDR5 trainiert das Board den Speicher neu. ASRock nennt für das B650 Pro RS (AM5) beim ersten Start nach Clear CMOS 90 Sekunden mit zwei 16-GB-Riegeln bis 315 Sekunden mit vier 32-GB-Riegeln. Bleibt der Bildschirm in der Zeit schwarz, ist das normal – nicht abbrechen. Warum vier Riegel länger brauchen, steht in RAM-Slots und Dual Channel.
- Datum und Uhrzeit, falls die Batterie draußen war.
- XMP oder EXPO: Ohne Profil läuft der Speicher mit Standardtakt. Wieder einschalten – aber erst, wenn der PC mit Standardwerten stabil läuft. Anleitung: XMP und EXPO aktivieren.
- Bootreihenfolge: Findet der PC Windows nicht mehr, im Bootmenü den „Windows Boot Manager“ an die erste Stelle setzen.
- TPM und Secure Boot: Meldet Windows 11 oder ein Spiel danach „TPM 2.0 fehlt“ oder „Secure Boot nicht aktiv“, wieder einschalten: TPM 2.0 aktivieren und Secure Boot aktivieren.
- Lüfterkurven und Einstellungen wie RGB oder Energiesparmodi, falls du sie angepasst hattest.
- Gehäuse-Warnung: ASRock schreibt, nach einem CMOS-Reset könne das Board ein geöffnetes Gehäuse melden; die Option „Clear Status“ löscht den Eintrag.
Wenn es nicht klappt: die häufigen Fehlerbilder
| Was du siehst | Wahrscheinliche Ursache | Was hilft |
|---|---|---|
| Nach dem Reset minutenlang schwarzer Bildschirm | Speichertraining beim ersten Start | Warten; ASRock nennt bis zu 315 Sekunden. Erst danach weitersuchen. |
| Weiter kein Bild, Lüfter laufen | Nicht das BIOS, sondern Hardware oder Kabel | Fehlersuche in Monitor kein Signal; ASUS rät zum Test mit minimaler Bestückung. |
| Windows fragt nach dem BitLocker-Schlüssel | TPM durch den Reset aus | Schlüssel unter aka.ms/myrecoverykey holen, eingeben, TPM im BIOS wieder einschalten. |
| Kein Bootgerät gefunden | Bootreihenfolge zurückgesetzt | „Windows Boot Manager“ als erstes Startgerät wählen. |
| BIOS-Passwort ist nach dem Jumper noch da | Board löscht das Passwort nur ohne Batterie | Weg 3; so steht es im ASRock-Handbuch B660M Pro RS. |
| Uhrzeit nach jedem Ausschalten falsch | Knopfzelle leer | Batterie gleichen Typs einsetzen (siehe oben). |
| Absturz, sobald XMP/EXPO wieder an ist | Speicherprofil läuft auf dem System nicht stabil | BIOS aktualisieren, mildere Profilstufe wählen; siehe XMP und EXPO aktivieren und PC stürzt beim Zocken ab. |
Sicherheit: Strom weg, Ladung weg
- Netzstecker ziehen, nicht nur herunterfahren. Alle vier Hersteller nennen das vor dem Reset; MSI: „Be sure the computer is off before clearing CMOS data.“
- Kurz warten: ASRock nennt im Handbuch des B660M Pro RS 15 Sekunden zwischen Stecker ziehen und Überbrücken.
- Statische Ladung ableiten: MSI und Gigabyte empfehlen ein ESD-Armband; ohne Armband vorher ein Metallteil berühren und trockene Hände haben.
- Nur die richtigen Kontakte überbrücken. Die Beschriftung neben den Pins und das Handbuch zeigen, welche es sind.
Die CMOS-Reset-Checkliste als PDF
Eine Seite A4 zum Danebenlegen, wenn das Gehäuse offen ist: die drei Wege, die Tasten und Kontaktnamen bei ASUS, MSI, Gigabyte und ASRock mit Wartezeiten, was du wegen BitLocker vorher bereitlegst und was du danach neu einstellst. Trag dich ein, und der Download steht sofort auf der nächsten Seite bereit. Danach schreiben wir dir nur, wenn eine neue Zusammenstellung fertig ist oder ein Preis unter alles fällt, was wir bisher gemessen haben.
Weiterlesen
- BIOS öffnen — die Tasten je Hersteller und der Weg über Windows
- XMP und EXPO aktivieren — und was tun, wenn der PC danach nicht startet
- BIOS-Update Schritt für Schritt
- TPM 2.0 aktivieren und Secure Boot aktivieren
- Monitor kein Signal — wenn nach dem Reset weiter kein Bild kommt
- PC geht nicht an: Netzteil oder Mainboard?
Woher die Angaben auf dieser Seite kommen
Wir betreiben kein Testlabor und haben den CMOS-Reset nicht an jedem der genannten Boards durchgeführt. Die Wege, Tasten, Kontaktnamen und Wartezeiten stammen aus FAQ und Handbüchern von ASUS (FAQ 1040820, 1030210, 1042632), MSI (Handbuch X870 Gaming Plus WiFi), Gigabyte (FAQ 1758, Handbuch X870 Gaming X WiFi7, BIOS-Handbuch AMD 600) und ASRock (Handbücher B650 Pro RS, B660M Pro RS) sowie aus Intels Artikel „How to Clear CMOS to Reset BIOS Settings“, die Angaben zu TPM, BitLocker und dem Wiederherstellungsschlüssel von Microsoft (Enable TPM 2.0 on your PC, BitLocker recovery overview, Find your BitLocker recovery key) – alles an der jeweiligen Stelle verlinkt, abgerufen am 25.10.2026. Bezeichnungen und Zeiten unterscheiden sich von Board zu Board; im Zweifel gilt das Handbuch deines Modells. Was das im Einzelnen heißt, steht in Wie wir testen.
Die kurze Fassung
- Ins BIOS kommst du noch: Standardwerte laden – ASUS F5, MSI F6, ASRock F9, Gigabyte „Load Optimized Defaults“.
- Kein Bild: Netzstecker ziehen, Clear-CMOS-Taste drücken oder CLRTC/JBAT1/CLR_CMOS/CLRCMOS1 überbrücken (ASUS, MSI: 5–10 Sekunden).
- Letzter Weg: Knopfzelle raus, bis zu 10 Minuten warten (Gigabyte-FAQ), Plus nach oben wieder einsetzen.
- Vorher den BitLocker-Schlüssel bereitlegen – ein zurückgesetztes TPM löst die Wiederherstellung aus.
- Danach: erster Start dauert länger, dann XMP/EXPO, Bootreihenfolge, TPM und Secure Boot wieder einstellen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie mache ich einen CMOS-Reset?
Drei Wege, vom sanftesten zum letzten: im BIOS die Standardwerte laden („Load Optimized Defaults“), bei gezogenem Netzstecker die Clear-CMOS-Taste drücken oder die beiden CMOS-Kontakte überbrücken, oder die Knopfzelle für einige Minuten herausnehmen. Danach im BIOS die Standardwerte laden und speichern.
Wie lange muss ich Clear CMOS drücken oder überbrücken?
ASUS und MSI nennen etwa 5 bis 10 Sekunden, ASRock beim B650 Pro RS 3 Sekunden, Gigabyte „a few seconds“. Bei älteren dreipoligen Jumpern nennt Intel 1 bis 5 Minuten auf Position 2–3.
Wie lange muss die CMOS-Batterie draußen bleiben?
Gigabyte nennt im Handbuch eine Minute, in der FAQ etwa 10 Minuten oder länger; Intel 1 bis 5 Minuten. Mit zehn Minuten bist du auf der sicheren Seite. Der Netzstecker muss währenddessen gezogen sein.
Welche Batterie ist im Mainboard?
Bei den von uns geprüften Handbüchern von MSI und Gigabyte eine Knopfzelle CR2032 mit 3 Volt. Gigabyte rät, nur eine gleichwertige Zelle einzusetzen; das Handbuch deines Boards nennt den Typ.
Löscht ein CMOS-Reset meine Daten oder Windows?
Nein. Zurückgesetzt werden nur die BIOS-Einstellungen; SSD und Festplatten bleiben unberührt. Läuft BitLocker und war das TPM nur per Einstellung eingeschaltet, fragt Windows danach aber nach dem Wiederherstellungsschlüssel – den vorher bereitlegen.
Löscht Clear CMOS auch das BIOS-Passwort?
Laut Gigabyte ja. Bei manchen ASRock-Boards, etwa dem B660M Pro RS, wird das Passwort aber nur gelöscht, wenn die Batterie herausgenommen wird – der Jumper allein reicht dort nicht.
Ist CMOS-Reset dasselbe wie ein BIOS-Update?
Nein. Der Reset setzt nur die Einstellungen zurück, die BIOS-Version bleibt dieselbe. Für eine neue Version brauchst du ein BIOS-Update. ASRock rät, direkt nach einem Update erst einmal zu booten und herunterzufahren, bevor du das CMOS löschst.