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Monitor an PC anschließen, kein Signal: die Reihenfolge

„Kein Signal" auf dem Monitor sagt nur eines: Das Gerät bekommt nichts. Warum, kann an sieben Stellen liegen. Die Reihenfolge ist der ganze Trick — wer sie einhält, ist in zwei Minuten durch die Fälle, die am häufigsten vorkommen, und muss den Rechner meist gar nicht öffnen.
Andere sagen dazu „der Monitor geht nicht an" oder „der Monitor wird nicht erkannt" — gemeint sein kann dasselbe wie „kein Signal": Der Bildschirm bleibt schwarz, obwohl der Rechner läuft. Ein Unterschied bleibt: Zeigt der Monitor gar keine Betriebs-LED und lässt sich nicht einschalten, ist das ein Stromproblem am Monitor selbst, kein Signalproblem — dafür bringt diese Reihenfolge nichts. Und „wird nicht erkannt" meint manchmal Windows, das den angeschlossenen Monitor in den Anzeigeeinstellungen nicht listet, obwohl ein Bild schon da ist; auch das ist eine andere Baustelle als die hier.
Diese Seite nimmt den Fehlerfall; die Anschlüsse selbst und ihre Grenzen sortiert Monitor am PC.
1. Steckt das Kabel in der Grafikkarte?
Der mit Abstand häufigste Fall. An der Rückseite gibt es zwei Gruppen von Bildanschlüssen: oben in der Reihe mit USB und Netzwerk das Mainboard, weiter unten senkrecht die Grafikkarte. Bei einem Rechner mit eigener Grafikkarte sind die oberen meist abgeschaltet.
Steckt das Kabel oben, ist der Bildschirm schwarz — und alles andere am Rechner läuft normal. Umstecken kostet zehn Sekunden. Mehr dazu in Zweiten Monitor anschließen.
2. Steht der Monitor auf dem richtigen Eingang?
Monitore haben meist zwei bis vier Eingänge und eine automatische Erkennung, die nicht zuverlässig ist. Sie sucht in einer festen Reihenfolge und gibt zu früh auf, besonders bei USB-C.
Im Monitormenü den Eingang von Hand auf den benutzten Anschluss stellen — nicht auf „Auto". Wenn drei Eingänge zur Wahl stehen, alle drei durchprobieren, das dauert eine halbe Minute.
3. Sitzt das Kabel an beiden Enden fest?
DisplayPort-Stecker haben oft eine kleine Rastnase, die einrastet, aber nur, wenn man sie ganz hineindrückt. HDMI-Stecker rutschen mit der Zeit heraus, wenn das Kabel am Stecker zieht. An beiden Enden fest andrücken, nicht nur am Monitor.
Ist ein zweites Kabel zur Hand, jetzt tauschen. Defekte Bildkabel sind selten, aber sie kommen vor, und der Test kostet nichts.
4. Läuft der Rechner überhaupt?
Lüfter drehen und Lichter leuchten heißt nicht, dass der Rechner startet. Wenn er hängen bleibt, bevor die Grafikkarte ein Bild ausgibt, sieht das von außen genauso aus wie ein Kabelproblem.
Anhaltspunkte: Piept es beim Einschalten? Blinkt eine Diagnose-LED auf dem Mainboard? Dreht der Prozessorlüfter kurz hoch und wieder herunter? Wenn ja, ist das kein Monitorproblem — dann führt PC geht nicht an weiter.
5. Bekommt die Grafikkarte Strom?
Ab der Mittelklasse braucht jede Karte einen oder zwei eigene Stecker vom Netzteil. Sitzt einer davon nicht richtig, startet der Rechner trotzdem — nur ohne Bild. Manche Karten zeigen das mit einer roten LED an der Oberkante an.
Die Stecker haben eine Rastnase, die hörbar einrastet. Wer sich nicht sicher ist, welches Netzteil verbaut ist: Welches Netzteil habe ich?
6. Sitzt die Karte im Steckplatz?
Nur relevant, wenn kurz vorher etwas am Rechner gemacht wurde — beim Transport oder nach einem Umbau. Die Karte muss vorne hörbar in der Halteklammer einrasten und hinten mit der Schraube am Gehäuse sitzen. Eine schräg sitzende Karte hat oft trotzdem Kontakt für die Stromversorgung, aber nicht für die Daten.
Die Handgriffe im Einzelnen stehen in Neue Grafikkarte einbauen.
7. Gegenprobe mit der Prozessorgrafik
Hat der Prozessor eine eingebaute Grafikeinheit — die meisten Intel-Core und die AMD-Modelle mit „G" im Namen haben eine — kannst du die Karte ausbauen und den Monitor oben am Mainboard anstecken. Kommt jetzt ein Bild, liegt es an der Karte, nicht am Monitor und nicht am Kabel.
Das ist der Schritt, der die Frage endgültig beantwortet. Er lohnt sich, bevor Ersatz gekauft wird.
8. Das BIOS zeigt auf den falschen Ausgang
Der seltenste Fall, und der einzige, bei dem nichts kaputt ist: Im BIOS gibt es eine Einstellung für die primäre Grafikausgabe. Steht sie auf der Prozessorgrafik, während eine Karte steckt, bleibt der Monitor an der Karte schwarz.
Ins BIOS kommt man mit Entf oder F2 beim Einschalten — was voraussetzt, dass man ein Bild hat. Deshalb steht dieser Punkt am Ende: Man kommt nur über Schritt 7 dorthin.