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GamesVon Stefan HaunAktualisiert am 9 min Lesezeit

WoW Makros: 255 Zeichen, 150 Plätze und die Grenze, die kein Makro überschreitet

Illustration: eine Reihe schlichter dunkler Tasten einer Tastatur aus niedrigem Winkel, alle Kappen leer und unbeschriftet, die Tasten am linken Rand fangen ein cyanfarbenes Licht

Die kurze Antwort: Escape → Makros (oder /macro im Chat) öffnet das Fenster. Ein Makro hat höchstens 255 Zeichen, beginnt fast immer mit #showtooltip und besteht danach aus Zeilen wie /cast [@mouseover,help][] Heilzauber. Du ziehst es auf eine Leiste und belegst die Taste wie eine Fähigkeit. Es gibt 120 allgemeine Plätze für den ganzen Account und 30 je Charakter. Was ein Makro nicht kann: zwischen zwei Zaubern warten, eine Abklingzeit prüfen oder eine Rotation abspielen — und daran hat Midnight nichts geändert, weil es nie anders war.

Diese Seite hält sich an das, was das Spiel dokumentiert und die Community-Wiki seit Jahren nachhält. Sie ist keine Makro-Sammlung; wer fertige Makros für seine Klasse sucht, findet sie in Klassen-Foren — und versteht sie nach dieser Seite.

Das Fenster und die Plätze

Das Makrofenster hat zwei Reiter: Allgemein mit 120 Plätzen, die für alle Charaktere des Accounts gelten, und Charakterspezifisch mit 30 Plätzen für den angemeldeten Charakter — zusammen 150 je Charakter. Die 120 gibt es seit Patch 6.0.3 im Jahr 2014; vorher waren es 36, und diese Zahl steht bis heute in älteren Anleitungen. Die 30 Charakterplätze gibt es seit Patch 11.0.0, dem Vorpatch zu The War Within im Juli 2024; vorher waren es 18, und so stehen noch viele Anleitungen mit 138 Plätzen im Netz. Seit Patch 3.0.2 liegen die Makros auf Blizzards Servern, mit einer örtlichen Kopie in macros-cache.txt im Ordner WTF. Daraus folgt das Zeichenlimit: 255 Zeichen je Makro, egal wie leer die anderen Plätze sind.

Ein neues Makro braucht einen Namen und ein Symbol. Das Fragezeichen als Symbol ist kein Platzhalter, sondern die Anweisung, das Symbol des Zaubers zu übernehmen, den das Makro gerade wirken würde — zusammen mit #showtooltip in der ersten Zeile zeigt der Knopf dann auch Abklingzeit und Beschreibung des richtigen Zaubers.

Illustration: ein einzelner großer schlichter Kippschalter aus dunklem Metall auf einer Holzplatte, daneben drei kleine unbeschriftete Knöpfe in einer Reihe, Neonlicht

Die Befehle, mit denen die meisten Makros auskommen

ZeileWas sie tut
#showtooltipSymbol und Beschreibung vom Zauber übernehmen, der gewirkt würde
/cast Zaubernameeinen Zauber wirken; der Name muss genau so geschrieben sein wie im Zauberbuch
/use Gegenstandeinen Gegenstand benutzen, etwa /use 13 für den oberen Schmuckplatz
/castsequence reset=10 A, B, Cbei jedem Druck den nächsten Zauber der Reihe; reset zählt Sekunden ohne Druck, nicht Abklingzeiten

Alles Weitere sind Bedingungen in eckigen Klammern vor dem Zaubernamen. Ein Makro prüft sie von links nach rechts und nimmt den ersten Zauber, dessen Bedingung zutrifft:

  • [@mouseover,help] — wirkt auf das freundliche Ziel unter dem Mauszeiger. Die Heiler-Bedingung: Rahmen anvisieren, Taste drücken, das eigene Ziel bleibt unberührt.
  • [@focus] — wirkt auf das Fokusziel, etwa für einen Unterbrechungszauber auf den Gegner, den man nicht anvisiert hat.
  • [mod:shift] — nur, wenn die Umschalttaste gedrückt ist. So werden aus einer Taste zwei Zauber, ohne zweiten Leistenplatz.
  • [harm] / [help] / [dead] / [exists] — Eigenschaften des Ziels.
  • [combat], [form:1], [mounted] — Zustände des eigenen Charakters; [known:Zaubername] prüft seit 10.0.2, ob der Zauber überhaupt gelernt ist.
  • [] am Ende — leere Klammer, trifft immer zu: der Rückfall, wenn nichts davor passte.

Das Muster aus dem ersten Absatz ist deshalb das Makro, mit dem Heiler anfangen: /cast [@mouseover,help][] Zauber heilt, wen die Maus berührt, und sonst das aktuelle Ziel.

Was ein Makro nicht kann — und warum

Die Regel ist so alt wie das Makrosystem und hat sich mit Midnight nicht geändert, sie ist mit Midnight nur sichtbarer geworden: Ein Makro darf keine Entscheidung im Kampf für dich treffen. Konkret:

  • Ein Zauber mit globaler Abklingzeit je Tastendruck. Stehen zwei /cast-Zeilen mit solchen Zaubern untereinander, wirkt nur die erste; die zweite scheitert lautlos. Nur Zauber ohne globale Abklingzeit — etwa Schmuckstücke oder manche Stärkungseffekte — lassen sich in derselben Zeile mitwirken.
  • Kein Warten. Alle Zeilen laufen im selben Augenblick ab. Ein Makro, das „A, dann drei Sekunden später B" verspricht, gibt es nicht; /castsequence geht bei jedem Druck eine Stelle weiter, mehr nicht.
  • Keine Abfrage von Abklingzeit, Lebenspunkten oder Stärkungseffekten. Es gibt keine Bedingung „wenn bereit" oder „wenn unter 30 Prozent". Das reset= von /castsequence misst Sekunden seit dem letzten Druck, nicht ob der Zauber wieder bereit ist.

Genau diese Grenze hat Blizzard mit Midnight auf Addons ausgeweitet: „Addons should not be able to automate combat decisions for the player." Was Makros nie durften, dürfen seit Patch 12.0 auch Addons nicht mehr über Umwege. Die Bedingungsliste der Makros selbst hat sich dabei nicht geändert; der letzte Neuzugang in der Community-Wiki ist [house] aus Patch 11.2.7 vom Dezember 2025. Das ist auch die Antwort auf die Frage, ob „Makro-Generatoren" oder Ein-Knopf-Programme von außerhalb erlaubt sind: Das Makro im Spiel ja, ein Programm, das Tasten für dich drückt, nicht.

Drei Makros, die sich für jede Klasse lohnen

  1. Mouseover-Heilung oder -Unterbrechung: #showtooltip, dann /cast [@mouseover,harm,nodead][] Unterbrechungszauber.
  2. Zwei Zauber auf einer Taste: /cast [mod:shift] Zauber B; Zauber A — das Semikolon trennt die Fälle.
  3. Schmuckstück mit Zauber: /use 13 und in der nächsten Zeile /cast Zauber — geht, weil das Schmuckstück keine globale Abklingzeit auslöst.

Wohin die Makros auf der Tastatur gehören, ist die Frage nach erreichbaren Tasten und Modifikatoren — dazu Tastatur für WoW und Gaming-Maus für WoW. Wie die Belegung selbst im Spiel gesetzt wird, steht in WoW UI einrichten. Und wer einen Controller fährt, hat andere Grenzen als 150 Plätze: World of Warcraft mit Controller spielen.

Und in WoW Forever?

Kurz: In World of Warcraft: Forever baust du Makros wie in Retail, mit demselben Fenster, denselben Plätzen, denselben 255 Zeichen und denselben Befehlen. Blizzard hat zu Makros in Forever nichts eigens angekündigt. Belegt ist es im Oberflächencode des Beta-Clients, Build 1.60.1.69977, den wir mit dem Retail-Zweig (12.1.0.69933) und dem Zweig von Classic Era (1.15.9.69722) verglichen haben. Was dieser Code zeigt:

  • Das Fenster ist das Retail-Fenster. Forever lädt die Makro-Oberfläche aus den Retail-Dateien (Mainline), nicht aus den Classic-Dateien, die Classic Era mitbringt. Du öffnest es wie oben über Escape → Makros oder mit /makro bzw. /macro; die Reiter heißen im deutschen Client Allgemeine Makros und Makros von plus Charaktername.
  • 255 Zeichen je Makro, 16 für den Namen. Das Eingabefeld ist in allen drei Zweigen auf 255 Zeichen begrenzt, der Zähler darunter heißt „…/255 Zeichen benutzt“, und der Name darf höchstens 16 Zeichen haben („Makronamen eingeben (max. 16 Zeichen)“).
  • 120 allgemeine und 30 charakterspezifische Plätze, wie in Retail. Mit diesen Grenzen rechnet das Fenster im Forever-Zweig genauso wie im Retail-Zweig. Welche Zahl der Forever-Client im Fenster tatsächlich zeigt, haben wir nicht gesehen.
  • /castsequence verhält sich wie überall. Die Datei, die Zauberfolgen abarbeitet, ist in Forever, Retail und Classic Era dieselbe. reset= zählt also auch in Forever Sekunden ohne Druck und keine Abklingzeiten. Im deutschen Client geht auch /sequenzwirken.
  • Die Befehle für den Kampf sind die aus Retail. Die Liste der Befehle, die ein Makro im Kampf ausführen darf, ist im Forever-Zweig gleich lang und gleich besetzt wie in Retail, darunter /cast, /use, /castsequence, /startattack und /petattack. Was ein Makro nicht kann (warten, Abklingzeiten prüfen, eine Rotation abspielen), gilt damit in Forever genauso.
  • Neu gegenüber Retail: Makros auf dem Gamepad. Das Makrofenster im Forever-Zweig hat eine Gamepad-Belegung mehr. Mit dem Controller legst du ein Makro über „Binden“ auf die Gamepad-Aktionsleiste. Die Module dafür laden nur im Forever-Client, im Retail- und im Classic-Zweig fehlen sie ganz. Was Blizzard sonst zum Controller in Forever sagt, steht in World of Warcraft mit Controller spielen. Im Client ausprobiert haben wir das Binden nicht.

Ein Punkt bleibt offen: die Bedingungen in eckigen Klammern. [mod:shift], [@mouseover] und die anderen wertet der Spielkern aus, nicht der Oberflächencode, deshalb lässt sich aus dem Zweig nicht ablesen, ob jede Retail-Bedingung auch in Forever greift. Die gebräuchlichen aus dieser Seite nutzen auch die Makros in unseren Klassenguides; geprüft ist das erst, wenn sie im Client laufen. Für Addons, die Makros verwalten, gilt die Regel aus Midnight: Die Makro-Schnittstelle trägt im Forever-Zweig dieselben Kennzeichnungen für geheime Werte wie in Retail, in Classic Era fehlen sie. Wie du Addons für Forever einrichtest, steht in WoW Addons installieren, rote Fehlermeldungen erklärt Lua-Fehler in WoW Forever.

Fertige Makros je Klasse, mit den Zaubernamen des deutschen Beta-Clients, stehen in den Klassenguides, etwa für den Jäger; alle neun und was sich in Forever sonst ändert, findest du in der Übersicht zu WoW Forever.

Der Oberflächencode stammt aus dem Spiegel wow-ui-source, Zweig forever, Commit „1.60.1 (69977)“ vom 23. September 2026, verglichen mit den Zweigen live („12.1.0 (69933)“) und classic_era („1.15.9 (69722)“): die Kopfzeile Blizzard_MacroUI.toc mit Mainline/Blizzard_MacroDefine.lua, Blizzard_MacroUI.lua und Blizzard_MacroUI.xml (Zeichengrenze, Gamepad-Belegung), die Konstanten in MacroConstantsDocumentation.lua, die Makro-Schnittstelle in UIMacrosDocumentation.lua, CastSequenceManager.lua und SlashCommands.lua in Blizzard_ChatFrameBase sowie die Kopfzeile Blizzard_Gamepad.toc. Den Wechsel von 18 auf 30 Plätzen zeigt UIParent.lua im Zweig live zwischen 10.2.7 (54577) und 11.0.0 (55793). Die deutschen Bezeichnungen und Befehle sind die Textbausteine des Clients (GlobalStrings, deDE, Build 1.60.1.69977), eingesehen über wago.tools. Das Makrofenster im Forever-Client selbst geöffnet haben wir nicht.

Was hier nicht steht

Wir führen keine Makros je Klasse und Spezialisierung — die Zaubernamen ändern sich mit jedem Patch, und eine falsche Schreibweise ist ein stummes Makro. Die eine Ausnahme sind die Klassenguides zu WoW: Forever, weil dort die Zaubernamen des Beta-Clients feststehen und je Klasse drei Makros den Unterschied machen — Klassen-Makros stehen in den Guides zu Jäger, Krieger, Paladin, Schurke, Priester, Schamane, Magier, Hexenmeister und Druide. Wir haben nicht geprüft, welche Zauber in Midnight im Einzelnen die globale Abklingzeit auslösen; das steht im Zauberbuch beim jeweiligen Zauber. Die Plätze stehen in Blizzards Oberflächencode, gespiegelt in wow-ui-source: im Zweig live („12.1.0 (69933)“) als MAX_ACCOUNT_MACROS = 120 und MAX_CHARACTER_MACROS = 30 in MacroConstantsDocumentation.lua; in Mainline/UIParent.lua steht die 30 seit 11.0.0 (55793), in 10.2.7 (54577) war es noch 18. Zeichenlimit, die 36 vor Patch 6.0.3, die Speicherung auf dem Server seit 3.0.2 und macros-cache.txt stammen von der Seite Macro der Warcraft Wiki, das Fenster, die Befehle und die Grenzen von Making a macro, die Bedingungen mit ihren Patchständen von Macro conditionals. Dass Blizzard beim Erstellen von Makros nicht hilft, steht im Support-Artikel WoW User Interface Customization Options; die Regel gegen automatisierte Kampfentscheidungen in Blizzards Beitrag How Midnight's Upcoming Game Changes Will Impact Combat Addons. Das Bild ist eine Illustration, kein Beleg. Womit wir arbeiten und womit nicht, steht in Wie wir testen.

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