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Hytale mit Controller spielen: die Antwort hat ein Datum, und die Grenze steht in den Patchnotes

Illustration: ein Gamepad von oben auf einer hellen Tischplatte, links daneben ein gefaltetes Tuch und ein geschlossenes Notizbuch

Wer nach Hytale mit Controller sucht, findet zwei Antworten, die sich widersprechen, und beide stammen aus demselben Jahr. Die eine sagt Nein, und sie steht in Foren, unter Videos und in Beiträgen, die im Winter geschrieben wurden. Die andere sagt Ja, und sie ist jünger. Keine davon ist falsch — sie sind nur verschieden alt.

Bei Hytale ist die Controller-Frage kein Zustand, sondern ein Verlauf. Bis Ende Mai 2026 gab es keine Unterstützung, seit Update 5 gibt es eine erste Fassung, seit Update 6 eine erweiterte, und das Studio sagt selbst, dass manche Funktionen weiterhin Maus und Tastatur brauchen. Wer nur „geht es?" fragt, bekommt je nach Fundstelle die Antwort vom Januar oder die vom August.

Dieser Text sortiert deshalb nach Datum: seit wann, wie weit, und woran du merkst, wo die Grenze gerade verläuft. Er stützt sich auf die beiden Patchnotes des Studios — nicht auf eigene Messungen; was wir hier prüfen und was nicht, steht in Wie wir testen. Wer das Spiel insgesamt erst einordnen will, findet den Einstieg im Hytale-Guide.

Warum die Antwort auf „Hytale Controller" ein Datum braucht

Im Januar 2026 hat der technische Leiter des Studios, Slikey, die Frage in einem Satz beantwortet: „there is NO CONTROLLER SUPPORT YET". Die Großbuchstaben stammen von ihm. Der Satz war damals richtig, er wurde zitiert, weitergetragen und unter jedes Video geschrieben, in dem jemand ein Gamepad ausprobierte. Genau dieser Satz steht heute noch in den Suchergebnissen — während das Spiel längst weiter ist.

Das ist kein Vorwurf an die, die ihn zitiert haben. Es ist die Eigenart eines Spiels, das im laufenden Betrieb Funktionen nachreicht: Jede Aussage darüber hängt an einem Update. Ein Forenbeitrag vom Februar, in dem jemand berichtet, dass sein Gamepad nichts tut, beschreibt das Spiel vom Februar. Ein Kommentar vom Juni, in dem es plötzlich geht, beschreibt Update 5 — beide haben recht.

Für dich heißt das: Wenn du einen Beitrag zu Hytale und Controllern liest, such zuerst das Datum. Liegt es vor dem 26. Mai 2026, beschreibt der Text ein Spiel ohne Gamepad-Unterstützung. Liegt es zwischen Ende Mai und Ende August, fehlen ihm Gyro und ein Teil der Menübedienung. Der Rest dieses Textes ist nichts anderes als diese Zeitleiste, ausgeschrieben.

Update 5 vom 26. Mai 2026: die erste Fassung, und was das heißt

Mit Update 5 kam die Controller-Unterstützung ins Spiel, und das Studio hat sie ausdrücklich als erste Fassung bezeichnet. Genannt sind Controller von Xbox, PlayStation und Switch. Der Satz, der beschreibt, was damit geht, lautet im Original: „Move, fight, explore, and navigate menus with a controller". Bewegen, kämpfen, erkunden, Menüs bedienen.

Was in dieser Liste fehlt, ist so aufschlussreich wie das, was drinsteht. Bauen kommt darin nicht vor — und das ist kein Zufall, dazu unten mehr. Vorerst reicht: Die erste Fassung deckt ab, was in einem Spiel dieser Art mit dem Gamepad am leichtesten zu lösen ist, nämlich Laufen, Kamera, Angriff und Menüs.

In denselben Patchnotes hat das Studio aufgezählt, was noch kommen soll: breitere Kompatibilität mit weiteren Controllern, Gyro-Steuerung, Steam Input, eine eigene Oberfläche für Gamepads und bessere Standardbelegungen. Diese Liste ist der Maßstab, an dem jedes spätere Update zu messen ist — und sie ist der Grund, warum „erste Fassung" hier keine Bescheidenheitsfloskel ist, sondern eine Ankündigung.

Was das Update nicht regelt, ist die Verbindung zwischen Controller und PC. Die läuft nicht über Hytale, sondern über Windows — per Kabel, Funkempfänger oder Bluetooth. Wie das beim Xbox-Controller geht, steht in Xbox-Controller mit dem PC verbinden, für den DualSense in PS5-Controller am PC verbinden. Erst wenn Windows den Controller kennt, kann Hytale ihn sehen.

Update 6 vom 27. August 2026: Gyro, Menüs, mehr Profile

Drei Monate später hat Update 6 drei Punkte der Liste abgearbeitet. Gyro-Steuerung gibt es jetzt für Controller mit Bewegungssensor, genannt sind der DualSense und der Switch Pro Controller; die Einstellung sitzt in den Controller-Optionen. Ein Xbox-Controller hat keinen solchen Sensor — für ihn ändert dieser Punkt nichts.

Zweitens ist ein weiterer Teil der Oberfläche mit dem Controller bedienbar, ausdrücklich genannt der Server-Auswahlbildschirm. Das klingt klein, ist aber die Stelle, an der du vorher vom Sofa aufstehen musstest: Wer auf einen eigenen oder fremden Server wollte, brauchte dafür die Maus. Wie du überhaupt zu einem eigenen Server kommst, steht in Hytale-Server kostenlos erstellen; die Auswahl danach geht jetzt vom Gamepad aus.

Drittens wurden die Gamepad-Profile um weitere Modelle erweitert. Welche genau, führen die Patchnotes nicht auf, und wir können es nicht ergänzen. Ob dein Controller dabei ist, erfährst du am sichersten, indem du ihn ansteckst und schaust, ob das Spiel die passenden Tastensymbole zeigt. Mehr als das geben die Notes nicht her.

Und dann ist da der Punkt, der in Update 6 nicht steht: Steam Input. Er war in Update 5 als geplant genannt und taucht in den Notes zu Update 6 nicht auf. Er ist also weiterhin geplant — und weiterhin nicht da. Warum das bei einem Spiel, das nicht über Steam läuft, überhaupt ein eigenes Thema ist, gehört in den letzten Abschnitt.

Die Grenze, die das Studio selbst zieht, und was sie beim Bauen bedeutet

In den Patchnotes zu Update 5 steht ein Satz, der bis heute nicht zurückgenommen wurde: „Some advanced features may still require a keyboard and mouse." Manche fortgeschrittenen Funktionen brauchen möglicherweise weiterhin Tastatur und Maus. Das Studio sagt nicht, welche — und wir raten es nicht, weil ein geratener Handgriff in einem Text wie diesem später als Tatsache zitiert wird.

Was sich sagen lässt, ist, welche Art von Handgriff so eine Grenze typischerweise trifft. Das ist eine Überlegung — keine Angabe des Studios. Ein Gamepad ist gut darin, eine Richtung und eine Geschwindigkeit zu liefern. Es ist schlecht darin, einen bestimmten Punkt zu treffen, viele kleine Ziele nacheinander anzuklicken oder etwas von hier nach dort zu ziehen. Solche Handgriffe häufen sich dort, wo gebaut und sortiert wird: beim Setzen einzelner Blöcke auf Entfernung, beim Umräumen eines vollen Inventars, bei allem, was am PC ein Ziehen mit gedrückter Maustaste ist.

Bei einem Spiel, in dem gebaut wird, ist diese Grenze keine Randnotiz. Wer Hytale hauptsächlich erkundet und kämpft, bewegt sich in der Liste aus Update 5 und wird sie selten spüren. Wer den Abend am Bauplatz verbringt, nimmt den Satz des Studios besser wörtlich und räumt Maus und Tastatur nicht weg. Was eine Maus für Hytale können muss und welche Tastatur dazu passt, steht in Beste Gaming-Maus für Hytale und Beste Gaming-Tastatur für Hytale.

Woran du die Grenze erkennst: Sie kündigt sich nicht an. Es gibt keine Meldung „hier bitte Maus". Ein Menü, das du mit dem Gamepad öffnest, hat einfach ein Feld, auf das die Auswahl nicht springt, oder eine Aktion, die keine Taste hat. Wenn du das erlebst, bist du nicht an einem Fehler, sondern an der Stelle, die das Studio meint.

Die Totzone: eine der wenigen Einstellungen, die es wirklich gibt

Von den Controller-Einstellungen, die die Patchnotes nennen, ist eine mit Zahlen belegt: Die Totzone des Bewegungssticks lässt sich zwischen 5 und 95 Prozent einstellen. Das steht so in den Notes zu Update 5 — und es ist die einzige Spanne in diesem Text, die eine Quelle hat.

Die Totzone ist der Bereich um die Mittelstellung des Sticks, den das Spiel als „steht still" wertet. Ein Stick kehrt nie exakt in die Mitte zurück, er meldet fast immer eine winzige Auslenkung. Ohne Totzone würde deine Figur bei losgelassenem Stick langsam vorwärts kriechen. Mit einer zu großen Totzone wirft das Spiel dafür die kleinen, absichtlichen Bewegungen weg: das vorsichtige Antippen an einer Kante, das langsame Herantasten an einen Block.

Warum die Spanne so weit reicht, sagen die Notes nicht. Naheliegend ist, und das ist wieder eine Überlegung: Das untere Ende ist für einen gesunden Controller gedacht, das obere für einen, der driftet — also von selbst wandert. Bei einem driftenden Stick verdeckt eine große Totzone das Symptom — sie heilt es nicht. Wie weit Kalibrieren gegen Verschleiß kommt und wo es aufhört, steht in Xbox-Controller kalibrieren.

Die Regel ist dieselbe wie in jedem anderen Spiel: So klein, dass die Figur bei losgelassenem Stick gerade eben nicht mehr wandert — und keinen Schritt weiter. Für Hytale zählt sie eher mehr als anderswo, weil das genaue Stehenbleiben an einer Kante beim Bauen öfter vorkommt als das Zielen auf einen Kopf in einem Shooter.

Eine Einschränkung: Die Notes sprechen vom Bewegungsstick. Ob der Kamerastick eine eigene Totzone hat, steht dort nicht — und wir behaupten es nicht.

Was noch aussteht, und warum es keinen Termin hat

Von der Liste aus Update 5 sind nach Update 6 offen: Steam Input, die eigene Oberfläche für Gamepads und — soweit die Notes reichen — die besseren Standardbelegungen. Für keinen dieser Punkte gibt es ein Datum. Belegbar ist nur „geplant", und mehr als das steht hier auch nicht.

Steam Input ist dabei der Punkt mit der größten Fallhöhe, und der Grund ist die Vertriebsform. Hytale ist nicht auf Steam und läuft über den eigenen Launcher. Steam Input ist Valves Schicht zwischen Controller und Spiel, die Tasten umbelegt, Profile verwaltet und Controller versteht, die ein Spiel selbst nicht kennt. Diese Schicht bekommt ein Spiel nicht geschenkt; sie kommt mit, wenn das Spiel über Steam gestartet wird, und sonst muss das Studio sie anbinden. Deshalb steht Steam Input bei Hytale als eigener Punkt auf der Liste — während er bei einem Steam-Spiel gar nicht erwähnt würde.

Für Besitzer eines Steam Decks ist das die Lücke, die zählt — und sie ist anders gelagert als alles, was oben steht. Wie sich Hytale auf dem Deck insgesamt verhält, mit Launcher, Steuerung und allem, was daran hängt, steht in Hytale auf dem Steam Deck. Dieser Text wiederholt das nicht.

Zum Schluss, was dieser Text nicht leistet. Er hat kein Gamepad an Hytale gemessen, keine Latenz und keine Bildrate, und er sagt nicht, wie sich das Bauen mit dem Stick anfühlt. Was er sagt, stammt aus zwei Patchnotes und einem Satz des technischen Leiters. Und wenn seit dem 11. September 2026 ein weiteres Update erschienen ist, gilt für ihn dasselbe wie für den Satz aus dem Januar: Er beschreibt den Stand seines Datums. Bei Hytale ist das die einzige Frage, die vor „geht es mit Controller?" kommt.

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