BuildsAktualisiert am 6 min LesezeitPreise von Geizhals
Gaming-PC für 500 Euro: was der Speicherpreis daraus macht

Wer heute 500 Euro für einen Gaming-PC ansetzt, findet Teilelisten aus dem letzten Jahr, die für 400 Euro dasselbe versprechen. Die Listen sind nicht falsch — die Preise sind andere.
Die vollständige Reihe von 300 bis 1000 Euro steht unter Gaming-PC selbst zusammenstellen.
Wir müssen dafür nichts schätzen: Unsere 400-Euro-Zusammenstellung wird seit Monaten täglich bei Geizhals abgefragt. Dieselben sechs Teile, die Preise von heute.
kostete unser 400-Euro-Bau am 6. September 2026. Kein Teil wurde getauscht. 29 Prozent davon gehen für 16 Gigabyte Arbeitsspeicher drauf — für ein Bauteil, das vor zwei Jahren ein Zehntel des Budgets war. Die Tabelle darunter zeigt den Stand von heute; weicht die Summe ab, ist das die Nachricht und nicht der Fehler.
Die Liste, unverändert
| Teil | Was es ist | Preis |
|---|---|---|
| Prozessor | AMD Ryzen 5 3600 | ab 89,00 € 14 Angebote · 6 lagernd versandkostenfrei |
| Grafikkarte | Intel Arc A380 6GB | 166,00 € 26 Angebote · 11 lagernd inkl. Versand ab 168,99 € |
| Arbeitsspeicher | Patriot Viper Steel UDIMM 16GB Kit, DDR4-3200, CL16-20-20-40 | ab 130,00 € 13 Angebote · 4 lagernd inkl. Versand ab 139,99 € |
| Netzteil | AZZA PSAZ New 550W ATX | ab 41,99 € 14 Angebote · 3 lagernd inkl. Versand ab 47,94 € |
| CPU-Kühler | Silentware Bora | ab 20,89 € 10 Angebote · 5 lagernd inkl. Versand ab 26,67 € |
| Gehäuse | Silentware Air 10 | 45,89 € 9 Angebote · 5 lagernd inkl. Versand ab 52,89 € |
Die Preise füllt der Bau aus dem täglichen Abgleich; der Kasten oben nennt den Messzeitpunkt. Ein Mainboard und eine SSD fehlen in dieser Aufstellung bewusst — sie sind im Ursprungsbeitrag erklärt.

Warum ausgerechnet der Speicher
Arbeitsspeicher ist das Bauteil mit der geringsten Fertigungstiefe und dem beweglichsten Preis. Er reagiert auf Nachfrage aus Rechenzentren, auf Fertigungsumstellungen und auf Lagerbestände — und zwar in Monaten, nicht in Jahren. Wir haben das getrennt aufgeschrieben: Warum DDR5-RAM so teuer geworden ist gilt der Sache nach auch für DDR4.
Für ein Budget unter 600 Euro ist das kein Detail, sondern die Hauptfrage. Bei einem 1500-Euro-Bau sind 140 Euro Speicher ein Zehntel; hier sind sie fast ein Drittel.
Was das für die Auswahl heißt
- 8 statt 16 Gigabyte ist keine Lösung. Aktuelle Spiele belegen im Leerlauf schon sechs; unter acht wird nachgeladen, und das kostet mehr Bildrate als jede Einstellung.
- Ein langsamerer Riegel schon eher. Der Unterschied zwischen DDR4-3200 und DDR4-2666 ist beim Spielen klein, der Preisunterschied zeitweise nicht.
- Gebrauchter Speicher ist der eine Fall, in dem gebraucht unkritisch ist: Er altert praktisch nicht und fällt entweder sofort aus oder gar nicht.
Sockel, Formfaktor und Netzteilleistung werden geprüft, während du wählst — und die Summe steht mit dem Tagespreis je Teil daneben.
Was ein Gaming-PC unter 500 Euro heute leistet
Die Preisfrage oben ist die halbe Antwort. Die andere Hälfte ist, was am Ende dabei herauskommt — und die hat sich, anders als der Preis, kaum bewegt.
Ein Gaming-PC unter 500 Euro ist eine 1080p-Maschine. Das ist keine Einschränkung, die man wegkauft, sondern die Klasse: Eine Grafikkarte in dieser Preislage hat den Speicher und die Bandbreite für Full HD, und für 1440p fehlt beides. Wer auf einem 1440p-Bildschirm sitzt, spielt in dieser Klasse trotzdem in 1080p und lässt hochskalieren.
Darunter zerfällt die Erwartung in drei Gruppen, und die Trennlinie verläuft nicht am Erscheinungsjahr, sondern an der Bauart des Spiels:
- Wettkampfspiele laufen komfortabel. Titel wie CS2, Valorant, Rocket League oder Fortnite sind darauf ausgelegt, auf schwacher Hardware hohe Bildraten zu liefern — hier ist eher der Bildschirm die Grenze als der Rechner.
- Ältere und mittelgroße Titel laufen in mittleren Einstellungen. Alles, was nicht auf Raytracing ausgelegt ist, ist in 1080p spielbar, wenn man Schatten und Sichtweite zurücknimmt.
- Aktuelle große Titel laufen, aber niedrig. Sie starten und sind spielbar — mit niedrigen Voreinstellungen und Hochskalierung. Wer hier hohe Einstellungen erwartet, ist in der falschen Klasse.
Wie weit man mit noch weniger Budget kommt und wo die Grenze wirklich liegt, steht ausführlich in Was ein 300-Euro-Gaming-PC leisten kann — die Klassen dort gelten hier eine Stufe höher.
Kaufen oder warten?
Diese Frage stellt sich bei einem Budget unter 500 Euro schärfer als bei jedem anderen, weil der Speicher einen so großen Anteil hat.
Warten lohnt, wenn du den Rechner nicht sofort brauchst und der Kasten oben einen Speicherpreis nahe am Höchststand zeigt. Fällt der Preis auf das Niveau des Vorjahres zurück, ist derselbe Bau wieder ein 400-Euro-Bau — ohne dass sich ein Teil geändert hätte.
Kaufen lohnt, wenn ein vorhandener Rechner ohnehin ersetzt werden muss. Die Speicherpreise sind kein Ereignis mit Enddatum, und ein halbes Jahr Warten auf einen unsicheren Rückgang kostet ein halbes Jahr Nutzung.
Aufrüsten statt neu kaufen ist der dritte Weg, und für viele der günstigste: Steckt im alten Rechner noch brauchbarer Speicher, ist genau das Bauteil erledigt, das hier ein Drittel des Budgets frisst.
Was wir hier nicht messen
Bildraten. Was diese Seite beiträgt, ist der Preis: einmal täglich abgefragt, mit Datum an jeder Zahl. Die 500,58 Euro sind eine Messung vom Tag dieser Zeilen — steht oben ein anderer Stand, ist die Summe eine andere, und genau darum geht es in diesem Beitrag.
Die Nachbarbudgets stehen unter 400 Euro und 800 Euro.
Häufig gestellte Fragen
Vier Fragen, die zu dieser Teileliste immer wieder kommen.