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Gaming-PC für 600 Euro: acht Teile, Tagespreise und was der Rechner kann — 659 € (Stand 18.09.)

Ein vollständiger Gaming-PC mit eigener Grafikkarte kostet zurzeit etwas mehr als 600 Euro. Die Liste unten besteht aus acht neuen Teilen: AMD Ryzen 5 3600, Intel Arc A380, ein B550-Mainboard, 16 Gigabyte DDR4, eine 480-Gigabyte-NVMe-SSD, ein 550-Watt-Netzteil, ein Tower-Kühler und ein Gehäuse mit vier Lüftern. Das reicht für Full HD. In aktuellen großen Spielen heißt das reduzierte Details, für 1440p und hohe Einstellungen ist es die falsche Klasse.
Wo das Geld am meisten bewegt, ist klar: Die erste Aufrüstung ist die Grafikkarte, und das Netzteil ist dafür schon groß genug. Was hundert Euro mehr oder weniger ändern, zeigt die Reihe unter Gaming-PC selbst zusammenstellen.
kosteten diese acht Teile am 16. September 2026. Davon gingen 18 Prozent für 16 Gigabyte Arbeitsspeicher drauf, mehr als für das Mainboard. Die Tabelle darunter zeigt den Stand von heute; weicht die Summe ab, ist das die Nachricht und nicht der Fehler.
Korrektur vom 17. September 2026: In der ersten Fassung vom 6. September stand der Silentware Bora als Gehäuse in der Liste. Er ist ein CPU-Kühler. Ein Gehäuse fehlte, und die damals gemessenen 602,94 Euro waren die Summe ohne Gehäuse. Jetzt steht der Bora als Kühler in der Liste, und das Endorfy Ventum 200 Air ist als Gehäuse dazugekommen.
Die Liste
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| Teil | Was es ist | Preis |
|---|---|---|
| Prozessor | AMD Ryzen 5 3600 | ab 89,00 € 14 Angebote · 6 lagernd versandkostenfrei |
| Grafikkarte | Intel Arc A380 6GB | 166,00 € 26 Angebote · 11 lagernd inkl. Versand ab 168,99 € |
| Mainboard | MSI B550M Pro-VDH WIFI | ab 99,38 € 35 Angebote · mind. 15 lagernd versandkostenfrei |
| Arbeitsspeicher | G.Skill Aegis 16GB Kit DDR4-3200 | ab 117,99 € 46 Angebote · mind. 20 lagernd |
| SSD | Crucial E100 SSD 480GB, M.2 2280 / M-Key / PCIe 4.0 x4 | ab 83,55 € 33 Angebote · mind. 15 lagernd inkl. Versand ab 89,44 € |
| Netzteil | GIGABYTE P550SS | 39,77 € 14 Angebote · 2 lagernd inkl. Versand ab 40,78 € |
| CPU-Kühler | Silentware Bora | ab 20,89 € 10 Angebote · 5 lagernd inkl. Versand ab 26,67 € |
| Gehäuse | Endorfy Ventum 200 Air | ab 42,79 € 19 Angebote · 10 lagernd inkl. Versand ab 48,43 € Tiefstpreis 38,99 € |
| Summe | ohne Betriebssystem, Monitor und Eingabegeräte | 659,37 € 8 Teile, Tagespreise |
Die Preise füllt der Bau einmal täglich aus dem Abgleich mit Geizhals; der Kasten oben nennt den letzten festgehaltenen Messzeitpunkt. Alle Teile sind neu, nichts ist gebraucht.
Warum diese acht Teile
- Prozessor: Ryzen 5 3600. Sechs Kerne, zwölf Threads, 65 Watt TDP, Sockel AM4 und PCIe 4.0. Geizhals führt die Tray- und die MPK-Ausführung unter einem Eintrag. Laut AMD liegt der MPK-Version ein Wraith-Stealth-Kühler bei, der Tray-Version nicht. Die Boxed-Version mit Kühler hatte am 17. September nur zwei Angebote. Deshalb steht ein eigener Kühler in der Liste.
- Grafikkarte: Arc A380. Sechs Gigabyte GDDR6 und 75 Watt Leistungsaufnahme der Karte, laut Intel. Die Arc-Karten brauchen Resizable BAR, um ihre Leistung zu bringen. Intel führt dafür die meisten Ryzen-3000-Prozessoren auf einem Mainboard der 500er-Serie; B550 gehört dazu. Wie du es einschaltest, steht unter Resizable BAR aktivieren.
- Mainboard: MSI B550M Pro-VDH WIFI. Der B550-Chipsatz unterstützt laut AMD die Ryzen-Serien 3000 und 5000 und bindet Grafikkarte und NVMe-SSD mit PCIe 4.0 an. Das Board ist der Grund, warum sich der Rechner später beim Prozessor aufrüsten lässt. WLAN ist schon drauf.
- Arbeitsspeicher: G.Skill Aegis, 2 × 8 GB DDR4-3200. Zwei Riegel, weil der Ryzen 5 3600 zwei Speicherkanäle hat. Wichtig beim Einrichten: Ohne Profil läuft das Kit laut G.Skill mit 2133 MT/s. Die 3200 gibt es erst, wenn du im BIOS das XMP-Profil einschaltest. Mehr dazu unter RAM richtig einsetzen.
- SSD: Crucial E100 mit 480 GB. Eine NVMe-SSD mit PCIe 4.0 und drei Jahren Garantie laut Crucial. 480 Gigabyte reichen für das System und einige Spiele, nicht für eine große Bibliothek.
- Netzteil: Gigabyte P550SS mit 550 Watt. Für diesen Rechner ist das reichlich. Gewählt ist es für den nächsten Schritt: AMD empfiehlt für eine Radeon RX 7600 mindestens 550 Watt.
- CPU-Kühler: Silentware Bora. Ein Tower-Kühler mit 120-Millimeter-Lüfter für AM4 und AM5, vom Hersteller für bis zu 215 Watt TDP angegeben und 151 Millimeter hoch.
- Gehäuse: Endorfy Ventum 200 Air. Nimmt Mainboards bis ATX, Kühler bis 161 Millimeter und Grafikkarten bis 315 Millimeter auf, laut Endorfy mit vier vorinstallierten 120-Millimeter-Lüftern. Der Bora passt also hinein, und weitere Lüfter musst du nicht kaufen.

Der Posten, der die Klasse verzerrt
16 Gigabyte DDR4 kosten in dieser Liste mehr als das Mainboard, und am 16. September waren es 18 Prozent der ganzen Summe. Für ein kleines Budget ist der Speicherpreis deshalb keine Nebensache, sondern die Hauptfrage. Die Ursache liegt nicht bei DDR4, sondern am ganzen Speichermarkt, nachgezeichnet unter Warum ist RAM so teuer geworden?
Zwei Schlüsse daraus:
- 8 Gigabyte sind trotzdem keine Ersparnis. Der Rechner soll ein paar Jahre halten, und an diesem Posten spart man am falschen Ende. Warum 16 die Untergrenze sind, steht unter Reichen 16 GB RAM?
- DDR4 statt DDR5 ist hier richtig. Nicht weil DDR4 schneller wäre, sondern weil Prozessor, Board und Speicher auf AM4 zusammen in das Budget passen. Was der Umstieg auf AM5 kostet, rechnet AM4 oder AM5? vor.
Was der Rechner leistet und was nicht
Die Arc A380 ist eine Einstiegskarte. Daraus ergibt sich die Klasse:
- Full HD ist das Ziel. Für 1440p fehlen der Karte Leistung und Speicher. Wer auf einem 1440p-Bildschirm spielt, stellt in dieser Klasse trotzdem 1080p ein.
- Anspruchslose Wettkampfspiele und ältere Titel laufen gut. Wie weit man die Details hochdrehen kann, hängt vom einzelnen Spiel ab.
- Aktuelle große Titel laufen, aber mit niedrigen bis mittleren Einstellungen. Wer hier hohe Details erwartet, braucht die nächste Grafikkarte, nicht einen anderen Prozessor.
- Aufnehmen und Streamen gehen. Laut Intel kann die A380 AV1 in der Hardware kodieren. Das entlastet den Prozessor.
Wie das eine Stufe darunter aussieht, zeigt Gaming PC für 300 Euro.
Was du zuerst aufrüstest
- Die Grafikkarte. Sie begrenzt diesen Rechner zuerst. Die nächste sinnvolle Karte ist eine Radeon RX 7600; AMD beschreibt sie als Karte für Spiele in 1080p. Der Sprung dorthin kostet mehr als die 100 Euro bis zur nächsten Budgetstufe. Die Rechnung dazu steht unter Gaming-PC für 700 Euro. Das Netzteil kann bleiben.
- Die SSD. Wenn die 480 Gigabyte voll sind, kommt eine zweite SSD dazu. Welcher Steckplatz dafür frei ist, steht im Handbuch des Boards. Welche Festplatte für einen Gaming-PC hilft bei der Wahl.
- Der Prozessor. Das B550-Board nimmt laut AMD auch Ryzen 5000 auf. Sieh vor dem Kauf in der CPU-Liste des Boards nach, welche BIOS-Version der neue Prozessor braucht. Worauf es beim Aufrüsten auf AM4 ankommt, steht unter Bestes AM4-Mainboard.
- Der Arbeitsspeicher. Für 32 Gigabyte kaufst du ein neues Kit mit 2 × 16 GB, statt zwei Riegel dazuzustecken. G.Skill rät ausdrücklich davon ab, Kits zu mischen.
Wo du sparen kannst und wo nicht
- Beim Kühler, wenn der Shop es hergibt. Weist ein Händler den Ryzen 5 3600 ausdrücklich als MPK- oder Boxed-Version aus, liegt laut AMD ein Wraith Stealth bei. Dann kannst du den Bora weglassen. Bei „Tray“ brauchst du ihn.
- Nicht beim Arbeitsspeicher. Aus den Gründen oben.
- Nicht beim Netzteil. Ein kleineres Netzteil müsste bei der ersten stärkeren Grafikkarte raus, denn AMD empfiehlt schon für die RX 7600 mindestens 550 Watt.
Was nicht im Preis steckt
- Das Betriebssystem. Der Ryzen 5 3600 steht auf Microsofts Liste der Prozessoren, die Windows 11 unterstützt. Die Lizenz ist nicht in der Summe.
- Monitor, Maus, Tastatur und Headset. Wer bei null anfängt, rechnet diese Posten extra.
- Versandkosten. Die Tabelle zeigt Bestpreise, und die liegen nicht unbedingt alle beim selben Shop.
Ein WLAN-Adapter fehlt dagegen nicht, weil das Mainboard WLAN schon mitbringt.
Selbst bauen oder Fertig-PC?
In dieser Klasse spricht beim Selbstbau vor allem eines dafür: Du weißt bei jedem Teil, was drin ist, auch bei Netzteil, Speicher und SSD. Bei einem Fertig-PC prüfst du vor dem Kauf, ob das Datenblatt diese drei mit Modellnamen nennt. Dafür bekommt man beim Fertig-PC den Zusammenbau und einen einzigen Ansprechpartner für die Garantie. Wie knapp der Preisabstand ist, wenn CPU und Grafikkarte gleich sind, steht mit echten Preisen unter Gaming-PC selbst bauen oder kaufen?
Sockel, Formfaktor und Netzteilleistung werden geprüft, während du wählst, und die Summe steht mit dem Tagespreis je Teil daneben.
Was wir hier nicht messen
Bildraten. Diese Seite nennt keine, auch keine geschätzten, und wir haben den Rechner nicht selbst gebaut. Was sie beiträgt, ist der Preis: einmal täglich abgefragt, mit Datum an jeder festgehaltenen Zahl. Die technischen Angaben oben stammen von den Herstellern.
Häufige Fragen
Was kostet ein Gaming-PC für 600 Euro wirklich?
Ein vollständiger Rechner mit eigener Grafikkarte, Kühler und Gehäuse lag am 16. September 2026 bei 656,20 Euro. Den Stand von heute zeigt die Summe in der Tabelle.
Welche Grafikkarte passt in einen PC für 600 Euro?
Eine Einstiegskarte wie die Intel Arc A380. Mit einer Radeon RX 7600 statt der A380 lag dieselbe Liste am 6. September 2026 bei 741,97 Euro, damals noch ohne Gehäuse. Das ist die nächste Budgetstufe, nicht diese.
Wie viele FPS schafft ein PC für 600 Euro?
Eine seriöse Zahl gibt es dafür nicht, weil sie vom Spiel, von der Auflösung und den Einstellungen abhängt. Wir messen keine Bildraten. Die Einordnung oben gilt: Full HD, in großen aktuellen Spielen mit reduzierten Details.
Reicht ein PC für 600 Euro auch fürs Büro und Streaming?
Ja. Sechs Kerne, 16 Gigabyte Speicher und eine NVMe-SSD sind für Büro, Browser und Videos mehr als genug. Fürs Aufnehmen hilft der AV1-Encoder der A380.
Ist Windows im Preis enthalten?
Nein. Die Summe enthält nur die acht Teile. Windows 11 unterstützt den Ryzen 5 3600 laut Microsoft.
600 oder lieber 700 Euro?
Bei 700 Euro passt zurzeit keine Zusammenstellung sinnvoll, weil die nächste Grafikkarte mehr kostet als die 100 Euro dazwischen. Wer das Budget dehnen kann, springt gleich eine Karte höher; alle anderen nehmen diesen Bau. Die Rechnung steht unter Gaming-PC für 700 Euro.
Reicht das 550-Watt-Netzteil?
Ja. Prozessor und Grafikkarte ziehen unter Volllast zusammen so viel, dass der Rechner mit Riegeln, SSD, Lüftern und Grundlast auf rund 228 Watt kommt. Mit den 30 Prozent Reserve, die der Netzteilrechner aufschlägt, sind das 296 Watt Ziel — die nächste angebotene Größe darüber ist 450 Watt. Das GIGABYTE P550SS hat damit Luft für eine deutlich stärkere Grafikkarte, falls später eine kommt. Wichtig dabei: 228 Watt sind die Spitzenlast aus den Datenblattwerten, nicht der Verbrauch beim Spielen — der liegt darunter.
Geht DDR5-6000 auf dem MSI B550M Pro-VDH WIFI?
Nein. Das B550M Pro-VDH WIFI sitzt auf AM4, und AM4 kennt ausschließlich DDR4 — das ist keine Einstellung, sondern eine andere Bauform der Riegel. DDR5 setzt AM5 oder eine aktuelle Intel-Plattform voraus, also Prozessor, Mainboard und Speicher auf einmal. Innerhalb von DDR4 ist DDR4-3600 die sinnvolle Obergrenze: bis dahin läuft der Speicher 1:1 mit dem Infinity Fabric des Prozessors, darüber koppelt der Speichercontroller ab und die Latenz steigt trotz höherer Zahl. Auf AM5 laufen die Zusammenstellungen für den HTPC und den Sim-Racing-PC.
Was passiert, wenn die Grafikkarte 80 Euro teurer wird?
Die Summe oben steigt um genau diese 80 Euro, und zwar am nächsten Morgen von selbst: die Preiszellen werden täglich neu gefüllt, keine Zahl in diesem Text ist festgeschrieben. Die Frage dahinter ist eine andere. Die Arc A380 ist hier der Posten, der die Liste zu einem Spiele-Rechner macht. Zieht sie preislich an die 8-GB-Klasse heran, ist der Aufpreis zur 700-Euro-Liste mit der RX 7600 die bessere Ausgabe — mehr Speicher und deutlich mehr Rohleistung für denselben Zuwachs.
Fertig-PC oder selbst bauen bei 600 Euro?
Unter 700 Euro ist der Abstand am größten: Montage, Windows-Lizenz und Handel wiegen prozentual umso schwerer, je kleiner das Budget ist. Worauf du bei jedem Angebot zuerst siehst: ob Grafikkarte, Netzteil und Mainboard mit vollem Modellnamen dastehen. Fehlt der Name, ist das der Posten, an dem gespart wurde — und bei einem Rechner dieser Klasse ist das fast immer das Netzteil. Die Rechnung mit echten Preisen steht in Gaming-PC selbst bauen oder kaufen.
Die Nachbarbudgets stehen unter 500 Euro, 700 Euro und 800 Euro.