BuildsVon Stefan HaunAktualisiert am 13 min LesezeitPreise und Produktbilder von Geizhals
Gaming-PC für 300 Euro: was 2026 neu und gebraucht noch geht — 587 € (Stand 04.11.)

Kurz gesagt: Neu bekommst du für 300 Euro keinen Spiele-PC mehr. Der kleinste Aufbau, der in sich stimmt — Ryzen 5 5600GT mit eingebauter Grafik, A520-Board, 16 GB DDR4, 512-GB-SSD und 550-W-Netzteil —, liegt deutlich darüber, weil Arbeitsspeicher und SSD seit 2025 ein Mehrfaches ihres Tiefstpreises kosten. Summe heute: 587,37 € (Stand 04.11.2026, Geizhals). Tagespreis 5600GT: ab 209,90 € (Stand 04.11.2026, Geizhals).
Wer bei 300 Euro bleiben muss, fährt mit einem geprüften Gebrauchtkauf besser als mit einem neuen Fertig-PC dieser Klasse.
Black Friday am : Im Black-Friday-Check für Gaming-PCs stehen die Tagespreise, bis Cyber Monday täglich neu.
Schuld ist nicht die Grafikkarte, die es in diesem Aufbau gar nicht gibt, sondern der Speicher. Für das 16-GB-Kit nennt die Geizhals-Preisreihe als Tiefstwert knapp 28 Euro, für die 512-GB-SSD gut 22 Euro — heute kosten beide ein Vielfaches: Tagespreis 16-GB-Kit: ab 132,90 € (Stand 04.11.2026, Geizhals). Tagespreis SSD: ab 86,89 € (Stand 04.11.2026, Geizhals). Zusammen sind die beiden Posten rund ein Drittel des Aufbaus und mehr als die Hälfte des Budgets, das die Suche „Gaming-PC 300 €“ verspricht. Woher die Preise kommen, steht in Warum ist DDR5-RAM so teuer geworden?
Was trotzdem bleibt: Der Weg über einen Prozessor mit eingebauter Grafik ist in dieser Klasse weiterhin richtig. Er spart die Grafikkarte, den teuersten Einzelposten, und lässt sich später nachrüsten. Die Tabelle zeigt die Zusammenstellung mit tagesaktuellen Preisen; die Klassen darüber und die Builds nach Zweck stehen unter Gaming-PC selbst zusammenstellen.
Wie diese Liste entsteht: Wir betreiben kein Testlabor und haben diesen Rechner nicht aufgebaut. Die Teile sind nach Datenblatt zusammengestellt — Sockel, Speichertyp, Formfaktor und Bildausgänge müssen zusammenpassen —, die Preise fragen wir täglich bei Geizhals ab, über die Herstellernummer und nicht über den Produktnamen. Bildraten messen wir nicht. Mehr dazu in Wie wir testen.
Die Verweise auf Angebote sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, kann EliteGear eine Provision erhalten — für dich ändert sich am Preis nichts, und auf die Auswahl hat es keinen Einfluss.
Die Teileliste mit Tagespreisen
| Komponente | Empfehlung | Preis heute | Wichtige Specs | Warum diese Wahl? |
|---|---|---|---|---|
| CPU | AMD Ryzen 5 5600GT | ab 209,90 € 19 Angebote · 6 lagernd inkl. Versand ab 214,80 € | 6 Kerne / 12 Threads, Radeon-Grafik mit 7 CU | Eingebaute Grafik, keine Grafikkarte nötig |
| Mainboard | ASRock A520M-HDV | ab 48,90 € 24 Angebote · 8 lagernd inkl. Versand ab 49,90 € | AM4, DDR4, M.2, HDMI und DVI | Günstig, mit Bildausgängen für die eingebaute Grafik |
| RAM | Patriot Viper Steel UDIMM 16GB Kit, DDR4-3200, CL16-20-20-40 | ab 132,90 € 17 Angebote · 6 lagernd inkl. Versand ab 137,89 € | 2 × 8 GB DDR4-3200 CL16 | 16 GB sind Pflicht — und der Posten, der am stärksten gestiegen ist |
| SSD | Patriot P300 512GB | ab 86,89 € 24 Angebote · 9 lagernd inkl. Versand ab 92,46 € | NVMe, bis 1700 MB/s | Reicht für Windows und ein paar Spiele |
| Netzteil | AZZA PSAZ New 550W ATX | ab 41,99 € 15 Angebote · 3 lagernd inkl. Versand ab 47,94 € | 550 W, 80 Plus Bronze | Reserve für eine spätere Grafikkarte |
| Kühler | Silentware Bora | ab 20,89 € 11 Angebote · 6 lagernd inkl. Versand ab 26,03 € | 120-mm-Turmkühler, bis 215 W | Leise und mehr als ausreichend |
| Gehäuse | Silentware Air 10 | 45,90 € 11 Angebote · 6 lagernd inkl. Versand ab 52,89 € | Micro-ATX, Mesh-Front, Glasfenster | Guter Airflow zum kleinen Preis |
| Grafik | AMD Radeon Graphics (7 CU) | im Prozessor enthalten | Integriert im 5600GT | Spart den teuersten Einzelposten |
| Summe | ohne Betriebssystem | 587,37 € 7 Teile, Tagespreise | — | — |
Technische Angaben laut Herstellerdatenblättern. Preise und Angebotszahl: Geizhals, täglich aktualisiert. „Kein Tagespreis“ bedeutet, dass der Abgleich das Modell nicht mehr findet — es ist dann aus dem Handel und muss ersetzt werden.
Beim Arbeitsspeicher gibt es Spielraum: Ein G.Skill Aegis 16-GB-Kit DDR4-3200 CL16 liegt bei Geizhals meist auf ähnlichem Niveau und ist mit deutlich mehr Angeboten gelistet — wenn es am Kauftag günstiger ist, nimm es; an der Leistung ändert sich nichts. Beim Prozessor gibt es dagegen keinen Ausweg: Der Ryzen 5 5600G, der Vorgänger mit 100 MHz weniger Takt, ist nicht günstiger, und AM5-Prozessoren mit Grafik wie der Ryzen 5 8500G brauchen DDR5, das noch teurer ist.
Welcher PC bis 300 Euro ist der beste?
Neu keiner, der diesen Namen verdient — und gebraucht der, dessen Teile du prüfen kannst. Der Aufbau oben ist der günstigste, der in sich stimmt: Prozessor mit eingebauter Grafik, 16 GB Arbeitsspeicher, 512-GB-SSD, ein Netzteil mit Reserve für eine spätere Grafikkarte. Neu kommst du damit nicht mehr auf 300 Euro; wie weit du mit einem Gebrauchtkauf kommst, steht weiter unten.
Realistisch ist Full HD bei niedrigen bis mittleren Einstellungen in E-Sport-Titeln und älteren Spielen. Für aktuelle, anspruchsvolle Spiele reicht die eingebaute Grafik nur mit deutlichen Abstrichen. Der eigentliche Wert liegt woanders: Das ist eine vollständige Basis, der später nur noch eine Grafikkarte fehlt.
Wer wirklich nur 300 Euro hat, landet beim Gebrauchtkauf. Wie das geht und worauf du achten musst, steht unter Für 300 Euro: gebraucht. Welche Spiele mit der eingebauten Grafik laufen und welche nicht, steht unter Was damit läuft.
Ein Komplett-Set – PC, Monitor, Tastatur und Maus aus einer Bestellung – ist das hier nicht. Die Teileliste deckt nur den Rechner selbst ab; Monitor, Tastatur und Maus kommen obendrauf. Was mit einem Set für 300 Euro geht, steht unter Komplett-Set für 300 €.
Fertig-PC für 300 Euro?
Neu gibt es in diesem Bereich keinen Gaming-Fertig-PC. Fertige Rechner mit eigener Grafikkarte, die Geizhals bei mindestens fünf Händlern führt, kosten gut das Doppelte. Tagespreis des günstigsten Fertig-PCs mit Grafikkarte: 639,00 € (Stand 04.11.2026, Geizhals). Was es für 300 Euro fertig gibt, sind Büro- und Mini-PCs mit eingebauter Grafik und vereinzelt Rechner mit einer GT 1030 — das ist keine Spielekarte, und solche Angebote stehen meist nur bei ein oder zwei Händlern.
Die fertigen Gaming-PCs bis 1000 Euro, nach Leistung pro Euro sortiert und mit Tagespreisen, stehen in Gaming-PC fertig kaufen unter 1000 Euro. Wer bei 300 Euro bleiben muss, kommt nur gebraucht ans Ziel.
Gaming-PC-Komplett-Set für 300 € (mit Monitor, Maus, Tastatur): geht das?
Neu nicht. Schon der Rechner allein kommt neu nicht auf 300 Euro, und ein Fertig-PC mit Grafikkarte kostet gut das Doppelte. Ein Set, in dem zusätzlich Monitor, Tastatur und Maus stecken, lässt für den Rechner noch weniger übrig. Was neu in diesem Rahmen als Set angeboten wird, sind Büro- und Einsteiger-Rechner mit eingebauter Grafik — für Office und Video, nicht für aktuelle Spiele.
So kommst du trotzdem zu einem spielbaren Platz:
- Der Rechner: die Teileliste oben, wenn das Budget wachsen darf, oder ein geprüfter Gebrauchtkauf, wenn es bei 300 Euro bleiben muss.
- Der Monitor: einen vorhandenen weiter nutzen oder gebraucht kaufen. Für die eingebaute Grafik muss er über HDMI oder DVI angeschlossen werden können — das sind die Bildausgänge des Mainboards in der Liste. Auch ein Fernseher geht über HDMI; worauf es dabei ankommt, steht in Monitor oder Fernseher am PC? Neu muss er nicht teuer sein: Der günstigste 120-Hz-Monitor in Gaming-Monitor unter 100 Euro ist der AOC 24B31H, mit HDMI-Eingang. Tagespreis AOC 24B31H: ab 64,90 € (Stand 04.11.2026, Geizhals).
- Tastatur und Maus: getrennt kaufen statt im Set. Gute Einstiegsmodelle stehen in Beste Gaming-Tastatur unter 50 Euro und Beste Gaming-Maus unter 50 Euro.
Der Vorteil gegenüber einem Set: Jedes Teil lässt sich einzeln ersetzen, und die Grafikkarte kommt später dazu, ohne dass Monitor oder Tastatur mitgetauscht werden müssen.
Warum diese Teile
- Prozessor: AMD Ryzen 5 5600GT. Sechs Kerne, zwölf Threads und eine eingebaute Radeon-Grafik mit sieben Recheneinheiten — der Grund, warum in dieser Liste keine Grafikkarte steht.
- Mainboard: ASRock A520M-HDV. Sockel AM4, DDR4, M.2 für die SSD und die Bildausgänge, über die der Monitor ohne Grafikkarte angeschlossen wird. Der günstigste Posten der Liste.
- Arbeitsspeicher: Patriot Viper Steel, 2 × 8 GB DDR4-3200. Zwei Riegel, weil die eingebaute Grafik den Arbeitsspeicher als Grafikspeicher nutzt und von beiden Kanälen profitiert. Der teuerste Posten nach dem Prozessor.
- SSD: Patriot P300 mit 512 GB. Eine NVMe-SSD; reicht für Windows und ein paar Spiele.
- Netzteil: AZZA PSAZ New 550 W. Für diesen Rechner mehr als genug — gewählt für die Grafikkarte, die später dazukommt.
- Kühler und Gehäuse: Silentware Bora und Silentware Air 10. Ein Tower-Kühler für bis zu 215 Watt und ein Micro-ATX-Gehäuse mit Mesh-Front.
Zusammenbauen und einrichten
- Prozessor auf das Mainboard setzen, Wärmeleitpaste auftragen, den Silentware Bora montieren.
- Die beiden Arbeitsspeicher-Riegel in die Steckplätze stecken, die das Handbuch für zwei Module nennt – meist A2 und B2.
- SSD in den M.2-Steckplatz, Mainboard ins Gehäuse, Netzteil einbauen und verkabeln.
- Den Monitor ans Mainboard anschließen, nicht an einen Steckplatz darunter: Ohne Grafikkarte kommt das Bild aus dem Prozessor.
- Nach der Windows-Installation zuerst Chipsatz- und Grafiktreiber von AMD installieren, dann im BIOS das XMP-Profil des Speichers einschalten.
Der letzte Punkt ist wichtiger als er aussieht: Die eingebaute Grafik nutzt den Arbeitsspeicher als Grafikspeicher. Läuft er ohne XMP-Profil langsamer als angegeben, fehlt genau dort Leistung.
Was damit läuft
Gut spielbar: League of Legends, Counter-Strike 2, Valorant, Fortnite, Minecraft und die meisten Indie-Spiele – in Full HD mit reduzierten Details.
Mit Abstrichen: ältere große Titel wie GTA V, mit niedrigen Einstellungen oder etwas geringerer Auflösung.
Nicht sinnvoll: aktuelle, grafisch anspruchsvolle Spiele wie Cyberpunk 2077. Dafür braucht es die Grafikkarte, für die der Aufbau Platz lässt.
Bildraten messen wir nicht selbst; die Einordnung beruht auf den Leistungsdaten der eingebauten Radeon-Grafik (7 Recheneinheiten) und den Mindestanforderungen der Spiele.
Mini-PC für 300 Euro statt Gaming-PC?
Wer nach „PC 300 €“ sucht, bekommt vor allem Mini-PCs angezeigt. Das sind Büro- und Multimedia-Rechner mit eingebauter Grafik, meist fertig mit Windows. Der Unterschied zum Aufbau oben liegt beim Aufrüsten: Ein Mini-PC hat in aller Regel keinen Steckplatz für eine Grafikkarte. Wer später richtig spielen will, fährt mit einem Tower wie diesem oder einem gebrauchten Rechner besser.
Für 300 Euro: gebraucht
Ein neuer Aufbau kommt 2026 nicht mehr auf 300 Euro. Gebraucht geht es – mit mehr Aufwand und ohne Garantie. Zwei Wege sind üblich:
- Gebrauchter Büro-PC plus gebrauchte Grafikkarte. Ausgemusterte Firmenrechner mit Core i5 werden in großen Stückzahlen verkauft und sind entsprechend günstig. Der Haken liegt beim Netzteil: Es ist oft schwach, hat keinen Stromstecker für die Grafikkarte und lässt sich wegen eigener Bauform nicht einfach tauschen. Viele kleine Gehäuse nehmen außerdem nur flache Karten auf. Vor dem Kauf also nach Netzteil-Leistung, Steckern und Gehäusegröße fragen.
- Gebrauchter Gaming-PC als Ganzes. Weniger Bastelei, dafür schwerer zu prüfen. Lass dir die genauen Teile nennen und vergleiche sie mit den Neupreisen in der Tabelle oben – so siehst du, ob der Preis stimmt.
Worauf du beim Kauf achten solltest:
- Wenn möglich abholen und vor Ort laufen lassen, mindestens ein Spiel für ein paar Minuten.
- Über eine Zahlungsart mit Käuferschutz bezahlen – bei PayPal nicht „an Freunde“.
- Nach der Rechnung fragen; bei Grafikkarten gilt die Herstellergarantie manchmal auch für den Zweitbesitzer.
- Vor dem Einbau einer Grafikkarte prüfen, ob das Netzteil reicht – das rechnet der Netzteilrechner aus.
Wie viel Geld für einen guten Gaming-PC?
Mit eigener Grafikkarte beginnt es derzeit deutlich über 600 Euro: Die günstigste stimmige Liste mit Grafikkarte ist der Gaming-PC für 400 Euro mit Intel Arc A380, die 600-Euro-Liste bringt ein B550-Board mit WLAN — beide liegen heute über dem Preis in ihrem Namen, die aktuelle Summe steht jeweils in der Tabelle. Die ganze Preisleiter von 300 bis 1000 Euro steht in der Übersicht auf der 400-Euro-Seite.
Wann werden PC-Teile wieder günstiger?
Vorhersagen machen wir nicht, aber wir messen jeden Tag. Der Anstieg sitzt beim Speicher, nicht bei Gehäuse oder Netzteil: Das 16-GB-Kit liegt heute beim Mehrfachen seines Tiefstwerts von knapp 28 Euro in der Geizhals-Reihe, der Ryzen 5 5600GT mit einem Tiefstwert von knapp 90 Euro ebenfalls deutlich darüber. Wie sich Arbeitsspeicher und SSDs Tag für Tag bewegen, zeigen DDR5-RAM-Preisentwicklung, SSD-Preisentwicklung und der Preisindex; wann sich Warten lohnt, steht in Wann wird RAM wieder günstiger?
Fazit
Neu gibt es für 300 Euro keinen Spiele-PC mehr – der Speicher hat die Preisklasse verschoben. Der Aufbau oben ist der kleinste, der stimmt: E-Sport und ältere Spiele laufen, und mit einer Grafikkarte wird später ein vollwertiger Full-HD-Rechner daraus. Wer bei 300 Euro bleiben muss, fährt mit einem geprüften Gebrauchtkauf besser als mit einem neuen Fertig-PC in dieser Preisklasse.
Später aufrüsten
- Grafikkarte: der größte Sprung. Das 550-W-Netzteil trägt eine Mittelklasse-Karte der Klasse RTX 4060 oder RX 7600; welche heute am meisten fürs Geld bringt, steht unter Beste Grafikkarte bis 300 Euro und Die beste Grafikkarte.
- Prozessor: Das Mainboard hat den Sockel AM4. Nach einem BIOS-Update passen Ryzen-5000-Prozessoren bis zum Ryzen 7 5700X3D – Prozessoren für AM5 wie der 7800X3D passen nicht. Ob sich der Wechsel auf AM5 lohnt, steht in AM4 oder AM5.
- SSD: 512 GB sind mit zwei, drei großen Spielen voll; eine zweite SSD lässt sich über SATA nachrüsten.
Die Klassen darüber: Gaming-PC für 400 Euro (die günstigste Liste mit eigener Grafikkarte), 500 Euro und 600 Euro; alle Zusammenstellungen stehen in der Übersicht.
Woher die Zahlen auf dieser Seite kommen
Wir betreiben kein Testlabor. Was hier steht, sind Katalogdaten und Preise: Die Preise fragen wir täglich bei Geizhals ab, über die Herstellernummer und nicht über den Produktnamen — jeder Preiskasten nennt sein Messdatum daneben. Die technischen Angaben stammen aus den Datenblättern der Hersteller. Bildraten messen wir nicht; wo wir Leistung vergleichen, ist es ein relativer Index aus zitierten Ranglisten, jeweils mit Quelle und Stand. Was das im Einzelnen heißt, steht in Wie wir testen.






