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BuildsAktualisiert am 5 min Lesezeit

Gaming PC für 800 Euro: die Teileliste

Titelkarte „800 Euro reichen — mit der vorigen Plattform“ mit drei Punkten: 16 GB DDR4 statt 32 GB DDR5 sparen 376 Euro, die Preise stammen aus dem Geizhals-Vergleich, und AM4 bekommt keine neuen Prozessoren mehr

Es geht — für 790,51 Euro, mit sieben Teilen, alle lieferbar. Nur nicht so, wie die meisten Listen es vorschlagen: nicht auf der aktuellen Plattform.

Die übrigen Preisklassen und die Zusammenstellungen nach Zweck: Gaming-PC selbst zusammenstellen.

Der Grund steht in einer Zahl. 32 GB DDR5 kosten heute 485,95 Euro — mehr als die Grafikkarte in diesem Bau. Wer 800 Euro hat und trotzdem DDR5 will, hat nach dem Arbeitsspeicher noch 314 Euro für alles andere. Das geht nicht auf.

16 GB DDR4 kosten 109,89 Euro. Dieselbe Menge Spielbarkeit, ein Viertel des Preises — und genau daran hängt, ob 800 Euro reichen.

Die Teileliste

BauteilModellPreisAngebote
GrafikkarteASRock Arc B570 Challenger 10GB OC269,00 €27
ProzessorAMD Ryzen 5 5600, boxed124,88 €40
ArbeitsspeicherG.Skill Aegis 16 GB Kit, DDR4-3200 CL16109,89 €43
MainboardMSI B550M Pro-VDH WIFI103,90 €39
SSDKingston NV3 500 GB, M.2 PCIe 4.0103,60 €58
GehäuseEndorfy Ventum 200 Air39,89 €20
NetzteilGIGABYTE P550SS, 550 W ATX 3.039,35 €14
Summeohne Betriebssystem790,51 €2. September 2026

Preise aus dem Geizhals-Preisvergleich, günstigstes Angebot am 2. September 2026. Die Spalte „Angebote" sagt, wie viele Händler das Teil führen — unter drei Angeboten nehmen wir nichts auf, weil ein Preis, den nur ein Händler aufruft, kein Marktpreis ist.

Warum AM4 und nicht die aktuelle Plattform

AM4 ist der Sockel von 2017. Er bekommt keine neuen Prozessoren mehr, und genau deshalb ist er heute die richtige Wahl für dieses Budget: Board, Prozessor und Speicher sind ausgereift, verfügbar und billig.

Der Vergleich mit derselben Konfiguration auf AM5:

  • Arbeitsspeicher: 109,89 € für 16 GB DDR4 gegen 485,95 € für das günstigste 32-GB-DDR5-Kit, das wir messen. Differenz: 376 Euro.
  • Mainboard: 103,90 € gegen 119,86 € für das günstigste AM5-Board im Katalog.
  • Prozessor: 124,88 € gegen 154,50 € für den Ryzen 5 7600.

Allein der Speicher entscheidet die Frage. Ohne ihn wäre der Bau möglich, mit ihm nicht — und das ist keine Meinung über AM5, sondern der Stand des Speichermarktes. Woher er kommt, steht unter Warum ist DDR5-RAM so teuer geworden?, wie er sich bewegt unter DDR5-Preisentwicklung.

Was du dafür bekommst — und was nicht

1080p mit hohen Einstellungen. Die Arc B570 hat 10 GB Videospeicher, mehr als jede andere Karte in dieser Preisklasse. Das ist der Grund für die Wahl: Speichermangel ist das, woran Karten dieser Klasse zuerst scheitern, nicht Rechenleistung.

Drei Punkte, die vor dem Kauf zu klären sind:

  • Resizable BAR muss an sein. Intel-Karten verlieren ohne diese Funktion deutlich an Leistung. B550 und Ryzen 5000 können es, im BIOS heißt es meist „Above 4G Decoding" plus „Re-Size BAR Support".
  • Ältere Spiele. Intels Treiber sind bei aktuellen Titeln konkurrenzfähig, bei sehr alten (DirectX 9 und 11) uneinheitlich. Wer hauptsächlich Älteres spielt, nimmt für 229 Euro eine GeForce RTX 3050 6GB — langsamer, aber berechenbarer.
  • 500 GB SSD, nicht 1000. Auch NAND ist teuer geworden: 1 TB derselben Reihe kostet mehr als das Doppelte. Ein zweiter Steckplatz ist auf dem Board frei.

Der Kühler liegt bei. Der Ryzen 5 5600 kommt als „boxed" mit dem Wraith Stealth. Er reicht für diesen Prozessor; ein separater Kühler wäre zwanzig Euro, die hier nicht drin sind.

Kein Betriebssystem im Preis. Eine Windows-Lizenz kostet je nach Quelle zwischen 15 und 119 Euro — die Spanne ist zu groß, um sie mitzurechnen.

Die ehrliche Einschränkung

Dieser Rechner ist eine Sackgasse, und das ist Absicht. AM4 bekommt keine neuen Prozessoren; wer in drei Jahren aufrüsten will, tauscht Board, Speicher und Prozessor zusammen. Das ist der Preis dafür, heute 376 Euro beim Speicher zu sparen.

Wer diese Bindung nicht will, hat zwei Möglichkeiten: warten, bis die Speicherpreise nachgeben — oder das Budget auf etwa 1.400 Euro erhöhen. So viel kostet derzeit die günstigste vollständige Zusammenstellung auf aktueller Plattform; die Aufschlüsselung steht unter Der Arbeitsspeicher schlägt die Grafikkarte.

Ob das Netzteil für eine spätere, größere Karte reicht, rechnet der Netzteilrechner. Und wer die Teile selbst tauschen will, prüft die Kompatibilität im Konfigurator.

Häufig gestellte Fragen

Vier Fragen, die zu dieser Teileliste immer wieder kommen.

Reicht das 550-Watt-Netzteil?
Ja. Prozessor und Grafikkarte ziehen unter Volllast zusammen so viel, dass der Rechner mit Riegeln, SSD, Lüftern und Grundlast auf rund 303 Watt kommt. Mit den 30 Prozent Reserve, die der Netzteilrechner aufschlägt, sind das 394 Watt Ziel — die nächste angebotene Größe darüber ist 450 Watt. Verbaut sind 550 Watt. Die Arc B570 liegt bei 150 Watt Referenzleistung; die 550 Watt tragen auch eine Karte zwei Klassen darüber. Wichtig dabei: 303 Watt sind die Spitzenlast aus den Datenblattwerten, nicht der Verbrauch beim Spielen — der liegt darunter.
Geht DDR5-6000 auf dem MSI B550M Pro-VDH WIFI?
Nein. Das B550M Pro-VDH WIFI sitzt auf AM4, und AM4 kennt ausschließlich DDR4 — das ist keine Einstellung, sondern eine andere Bauform der Riegel. DDR5 setzt AM5 oder eine aktuelle Intel-Plattform voraus, also Prozessor, Mainboard und Speicher auf einmal. Innerhalb von DDR4 ist DDR4-3600 die sinnvolle Obergrenze: bis dahin läuft der Speicher 1:1 mit dem Infinity Fabric des Prozessors, darüber koppelt der Speichercontroller ab und die Latenz steigt trotz höherer Zahl. Auf AM5 laufen die Zusammenstellungen für den HTPC und den Sim-Racing-PC. Dass der Bau bei DDR4 bleibt, ist der ganze Grund, warum 800 Euro reichen.
Was passiert, wenn die Grafikkarte 80 Euro teurer wird?
Dann steigt die Summe um genau diese 80 Euro — die Preise in der Tabelle oben tragen ihr Messdatum, prüf sie vor dem Kauf nach. Die Frage dahinter ist eine andere: Die Arc B570 hat 10 GB Speicher. Zieht sie preislich an die 12-GB-Karten heran, ist der Aufpreis zur 1000-Euro-Liste mit der Arc B580 besser angelegt als der Aufpreis auf dieselbe Karte.
Fertig-PC oder selbst bauen bei 800 Euro?
In dieser Klasse wird der Abstand kleiner, aber er bleibt — und er steckt meistens in der Plattform: Ein Fertig-PC für 800 Euro wirbt gern mit der aktuellen Generation und spart sie sich dann beim Speicherausbau wieder ein. Worauf du bei jedem Angebot zuerst siehst: ob Grafikkarte, Netzteil und Mainboard mit vollem Modellnamen dastehen. Fehlt der Name, ist das der Posten, an dem gespart wurde — und bei einem Rechner dieser Klasse ist das fast immer das Netzteil. Die Rechnung mit echten Preisen steht in Gaming-PC selbst bauen oder kaufen.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

Wir messen die Preise aus unseren Listen einmal am Tag bei Geizhals. Fällt einer unter alles, was wir bisher gemessen haben, schreiben wir dir — genauso, wenn eine neue Zusammenstellung fertig ist. Sonst hörst du nichts: kein Rundbrief nach Plan, keine Werbung Dritter, kein Weiterverkauf der Adresse.