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Hardware11 min LesezeitPreise von Geizhals

Beste Grafikkarte bis 300 Euro: sechs Chips tragen die Klasse — und nur der Tagespreis sagt, welcher heute drin ist

Illustration: sechs schlichte Grafikkarten mit mattem Kühlerdeckel liegen abends nebeneinander auf einem Schreibtisch, davor ein leeres Preisschild ohne Zahl; im Hintergrund ein PC-Gehäuse und ein dunkler Monitor

Wer die beste Grafikkarte bis 300 Euro sucht, findet Listen, die an dem Tag stimmten, an dem sie geschrieben wurden. Eine Woche später ist eine Karte über die Grenze gerutscht und eine andere darunter. Die Preisklasse hat keine feste Besetzung — fest sind nur die Chips, die in ihr gehandelt werden, und die wechseln langsam.

Deshalb ist diese Liste anders gebaut. Sie ordnet sechs Chips nach ihrer Full-HD-Leistung aus der Grafikkarten-Rangliste von ComputerBase, nennt zu jedem eine feste Herstellerkarte und zeigt für genau diese Karte den Preis von heute, täglich aus dem Preisvergleich gefüllt. Ob eine Zeile gerade zu einer Grafikkarte für 300 Euro passt, steht in der Tabelle, nicht im Text — der Text wäre morgen falsch.

Die Reihenfolge ist eine Einschätzung aus drei Dingen: Leistung laut Rangliste, Speicherausbau und Anforderungen an Netzteil und Steckplatz. Womit wir arbeiten und womit nicht, steht in Wie wir testen; die Übersicht über alle Preisklassen ist Beste Grafikkarte.

Woran sich die Reihenfolge festmacht

Die Leistung kommt aus einer fremden Messung, und das steht hier so. ComputerBase führt in seiner Grafikkarten-Rangliste (Stand 29. Juli 2026) ein Performancerating in 1920 × 1080 ohne Raytracing, gemittelt über 21 Spiele. Für die Chips dieser Klasse stehen dort: RTX 5060 Ti mit 8 GB 77,9 FPS, RTX 5060 68,3 FPS, RTX 5050 55,2 FPS, Arc B580 54,9 FPS, RX 7600 54,2 FPS. Die RX 9060 XT mit 8 GB fehlt in dieser Tabelle; für sie gibt es nur den Einzeltest, der weiter unten beim Speicher steht.

Die drei Karten am unteren Ende liegen innerhalb eines einzigen Bildes pro Sekunde. Zwischen RTX 5050, Arc B580 und RX 7600 entscheidet in Full HD nicht die Leistung, sondern Speicher, Netzteil und der Tagespreis. Genau dort trennt sich die Liste: Die Arc B580 ist die einzige Karte der sechs mit mehr als 8 GB, laut Intel-Datenblatt sind es 12 GB GDDR6.

Der dritte Maßstab ist der Handel, und der bewegt sich. Welche Ausführung heute unter 300 Euro steht und welche darüber, zeigt allein die Tabelle weiter unten. Wie stark Grafikkartenpreise über Wochen schwanken, zeigt unsere Grafikkarten-Preisentwicklung; den Verlauf über alle Bauteile führt der Hardware-Preisindex.

Die Bestenliste: sechs Chips in der Reihenfolge, die wir vertreten

  1. RTX 5060 Ti mit 8 GB. Der schnellste Chip dieser Liste: 77,9 FPS in Full HD laut Rangliste. NVIDIA nennt auf der Produktseite 180 W Leistungsaufnahme, ein 600-W-Netzteil und einen 8-Pin-Anschluss. Der Haken ist der Speicher, und der bekommt unten einen eigenen Abschnitt. Platz 1 nur dann, wenn der Tagespreis in der Tabelle passt — sonst rückt Platz 3 nach vorn.
  2. RX 9060 XT mit 8 GB. Derselbe Chip wie die 16-GB-Karte mit halbem Speicher; AMD nennt auf der Produktseite 150 W typische Leistungsaufnahme, ein Netzteil ab 450 W und eine Anbindung mit PCIe 5.0 x16. Dass sie hinter der RTX 5060 Ti steht, ist ein Urteil, keine Messung: In der Full-HD-Rangliste fehlt sie, und im Einzeltest liegt sie in WQHD im Mittel 13 Prozent hinter ihrer 16-GB-Schwester — derselbe Abstand, den ComputerBase bei den beiden RTX-5060-Ti-Fassungen misst. Beide 8-GB-Karten sehen wir in derselben Stufe, und der günstigere Tagespreis darf entscheiden.
  3. RTX 5060. 68,3 FPS, 145 W und ein 550-W-Netzteil laut NVIDIA. Rund zehn Bilder pro Sekunde weniger als Platz 1, dafür 35 W weniger Leistungsaufnahme und 50 W weniger Netzteil-Soll (gerechnet aus den NVIDIA-Angaben). Wer die ersten beiden Zeilen heute über der Grenze findet, landet hier.
  4. Intel Arc B580. 54,9 FPS, aber 12 GB Speicher; Intel nennt 190 W, ein Netzteil ab 600 W und PCIe 4.0 x8. Der einzige Chip der Liste, bei dem der Speicher nicht die erste Grenze ist. Dafür die höchste Leistungsaufnahme der sechs, und die Anbindung bekommt unten einen eigenen Absatz.
  5. RTX 5050. 55,2 FPS mit 130 W — die niedrigste Leistungsaufnahme der Liste. Laut NVIDIA reicht ein 550-W-Netzteil, der Anschluss ist ein 8-Pin. In Full HD gleichauf mit Arc B580 und RX 7600, aber mit 8 GB.
  6. RX 7600. 54,2 FPS laut Rangliste, der älteste Chip der Liste; AMD empfiehlt auf der Produktseite 165 W typische Leistungsaufnahme und ein Netzteil ab 550 W. In Full HD gleichauf mit RTX 5050 und Arc B580, aber ohne den Speicher der einen und ohne die neuere Generation der anderen. Sinnvoll nur, wenn der Tagespreis klar unter beiden liegt.
Illustration: eine schlichte Grafikkarte mit zwei Lüftern und mattem Kühlerdeckel liegt abends auf einem Schreibtisch neben einem offenen, leeren PC-Gehäuse; daneben ein ausgeschalteter Monitor und eine Tischlampe

Grafikkarte bis 250 Euro und bis 200 Euro: was knapp darunter geht

Bis 250 Euro

Wenn das Budget knapp unter 300 Euro endet, sind die Kandidaten die drei Chips am unteren Ende der Liste: RX 7600, Arc B580 und RTX 5050. Ob eine Ausführung davon heute dort ankommt, sagt allein die Tabelle. Die Entscheidung zwischen den dreien ist trotzdem einfach, weil sie in Full HD gleichauf liegen: die Arc B580, wenn dir 12 GB wichtiger sind als 60 W mehr Leistungsaufnahme und ein 600-W-Netzteil; die RTX 5050, wenn Netzteil oder Kühlung knapp sind; die RX 7600 nur als die günstigste der drei.

Bis 200 Euro

Unterhalb von 200 Euro endet diese Liste. Steht in der Tabelle keine Zeile, die zu deinem Budget passt, bleiben zwei Wege, die beide nicht Gegenstand dieser Liste sind. Der erste ist eine gebrauchte Karte älterer Generationen: Für sie gibt es keinen Preis, den man täglich abfragen kann, und keine Garantie wie beim Neukauf, deshalb steht hier kein Modell. Der zweite ist ein Prozessor mit eingebauter Grafik und die Karte später. Wie ein solcher Aufbau aussieht, steht in Gaming PC für 300 Euro.

8 GB oder 16 GB: der Abschnitt, der die Reihenfolge erklärt

Fünf der sechs Chips oben haben 8 GB Speicher, und das ist der Grund, warum eine Liste unter 300 Euro 2026 mit einer Warnung beginnt. ComputerBase hat die RTX 5060 Ti in beiden Fassungen in 27 Spielen in WQHD verglichen: Zwölf liefen mit 8 GB einwandfrei, vier zeigten nur messbare Unterschiede, elf waren spürbar betroffen. Im Mittel ist die 8-GB-Karte bei den Durchschnitts-FPS 13 Prozent und bei den Frametimes 21 Prozent langsamer — also genau da, wo Ruckler entstehen.

Bei AMD ist das Bild dasselbe. Im Test der RX 9060 XT mit 8 GB liefen elf von 27 Spielen ohne Nachteil, zwölf waren spürbar betroffen; im Mittel 13 Prozent weniger Durchschnitts-FPS und 15 Prozent weniger Perzentil-FPS als mit 16 GB. Die Redaktion rät selbst, sich vom Durchschnittswert nicht zu sehr beeinflussen zu lassen, weil er die betroffenen Spiele zwischen den unproblematischen versteckt.

Was das für diese Liste heißt: 8 GB sind der Preis der Klasse, nicht ein Fehler einzelner Karten. In Full HD und mit einer Texturstufe weniger laufen die Karten; wer die höchste Texturstufe will, braucht entweder die Arc B580 mit 12 GB oder die Stufe darüber. Unsere eigene Einordnung der beiden RTX-5060-Ti-Fassungen steht in RTX 5060 Ti: 8 GB gegen 16 GB.

Grafikkarte bis 400 Euro: wenn das Budget sich dehnen lässt

Die Stufe darüber besteht aus denselben zwei Chips mit doppeltem Speicher. Die RX 9060 XT mit 16 GB erreicht in der Full-HD-Rangliste 82,7 FPS, die RTX 5060 Ti mit 16 GB 85,6 FPS — beide vor allem, was oben steht, und ohne die Speichergrenze aus dem Abschnitt davor. Wer das Budget dehnen kann, kauft damit weniger Bildrate als Spielraum bei den Texturen; wie lange 8 GB noch reichen, ist eine Einschätzung, keine Messung. Beide stehen unten in der Tabelle mit eigenem Tagespreis, gekennzeichnet als Stufe darüber. Die Auswahl für Full HD ohne Preisgrenze ist Beste Grafikkarte für Full HD Gaming.

Netzteil, Stromanschluss und Steckplatz

Keine Karte dieser Klasse verlangt den neuen 16-Pin-Stecker. NVIDIA nennt für RTX 5050, RTX 5060 und RTX 5060 Ti einen 8-Pin-Anschluss oder alternativ ein PCIe-Gen-5-Kabel mit beiliegendem Adapter, Intel für die Arc B580 einen 8-Pin. Partnerkarten können davon abweichen; bei den vier neu aufgenommenen Ausführungen der Tabelle weist der Preisvergleich jeweils einen 8-Pin aus. Die Netzteilangaben der Chiphersteller: AMD 450 W für die RX 9060 XT, NVIDIA 550 W für RTX 5050 und RTX 5060, AMD 550 W für die RX 7600, NVIDIA 600 W für die RTX 5060 Ti, Intel 600 W für die Arc B580. Das sind Empfehlungen für ein ganzes System, keine Messung der Karte. Ob dein vorhandenes Netzteil reicht, rechnet Reicht mein Netzteil für eine neue Grafikkarte? mit deinen Teilen durch.

Illustration: technische Tafel mit einem 8-poligen Stromstecker und seinem Kabel, das in die Stirnseite einer schlichten Grafikkarte führt; daneben ein Netzteil als einfacher Kasten, ohne Zahlen und ohne Beschriftung

Der zweite Punkt ist der Steckplatz, und er trifft die 8-GB-Karten doppelt. Fehlt Grafikspeicher, lädt die Karte Daten über die PCIe-Schnittstelle nach, und dann zählt deren Bandbreite. ComputerBase hat das gemessen: Die RTX 5060 Ti mit 8 GB ist mit PCIe 5.0 im Mittel 14 (Durchschnitts-FPS) bis 17 Prozent (Perzentil-FPS) schneller als mit PCIe 4.0, und bei der RX 9060 XT mit 8 GB wächst der Rückstand auf die 16-GB-Fassung an PCIe 4.0 von 13 auf 18 Prozent (beide Tests oben verlinkt). Die Arc B580 ist laut Intel ohnehin mit PCIe 4.0 x8 angebunden, hat dafür aber 12 GB. Wer eine 8-GB-Karte in einen älteren PC mit PCIe 4.0 steckt, sollte das wissen; der Einbau selbst steht in Neue Grafikkarte einbauen.

Die Verweise auf Angebote sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, kann EliteGear eine Provision erhalten — für dich ändert sich am Preis nichts, und auf die Auswahl hat es keinen Einfluss.

Sechs Karten in der Reihenfolge von oben, danach die zwei 16-GB-Karten als Stufe darüber. Der Preis gilt für genau die genannte Ausführung, nicht für die günstigste Karte des Chips; andere Ausführungen desselben Chips können darunter oder darüber liegen. Ein Strich heißt, dass zu wenige Händler die Karte führen, um einen verlässlichen Preis zu nennen.

PlatzChipBepreiste AusführungSpeicherNetzteil laut ChipherstellerPreis dieser Ausführung heuteAmazon
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Welches für wen

  • Du spielst in Full HD und willst die meiste Bildrate, die die Klasse hergibt: RTX 5060 Ti mit 8 GB oder RX 9060 XT mit 8 GB — die, die heute in der Tabelle günstiger ist. Rechne mit einer Texturstufe weniger in den Spielen, die ComputerBase als betroffen nennt.
  • Die ersten beiden Zeilen stehen heute über deinem Budget: RTX 5060. Sie liegt in der Rangliste klar vor den drei Karten darunter und kommt laut NVIDIA mit einem 550-W-Netzteil aus.
  • Du hältst die Karte lange und willst Texturen nicht senken: Arc B580 mit 12 GB — oder, wenn das Budget dehnbar ist, eine der beiden 16-GB-Karten aus der Stufe darüber.
  • Dein Netzteil ist knapp bemessen: RTX 5050 mit 130 W laut NVIDIA; wie viel Luft dein Netzteil tatsächlich hat, rechnest du vorher nach.
  • Du hast einen älteren Prozessor: Prüf zuerst, ob er die Karte überhaupt auslastet — CPU-Limit oder GPU-Limit zeigt, wie. Und ob deine Auflösung zur Karte passt, klärt Monitor und Grafikkarte.

Die Entscheidung — und was hier nicht belegt ist

Wenn der Tagespreis einer der beiden 8-GB-Karten auf Platz 1 und 2 passt, nimm sie und stell dich auf eine Texturstufe weniger ein, in einem PC mit PCIe 4.0 auf etwas mehr. Wenn nicht, ist die RTX 5060 der nächste Schritt. Wenn du die Karte lange behalten willst, ist die Arc B580 der Sonderfall dieser Klasse: langsamer als die ersten drei, mit mehr Leistungsaufnahme als die NVIDIA-Karten, aber mit dem Speicher, den die anderen nicht haben.

Was hier nicht belegt ist, gehört genauso hin. Keine der Zahlen oben stammt aus einer eigenen Messung; Bildraten und Speicheranalysen kommen von ComputerBase, Strom- und Netzteilangaben von den Herstellern. Die Wattzahlen sind Herstellerangaben zur typischen Leistungsaufnahme, nicht nach einer gemeinsamen Methode gemessen. Für die RX 9060 XT mit 8 GB gibt es keinen Full-HD-Wert in der Rangliste; ihr zweiter Platz ist aus dem WQHD-Test abgeleitet und ein Urteil. Ob die Arc B580 in deinem PC so läuft wie in der Rangliste, hängt an Board und Treiber, und das haben wir nicht geprüft. Und die Reihenfolge gilt für Full HD ohne Raytracing — mit Raytracing oder in WQHD verschieben sich die Abstände, und dafür wäre eine andere Liste nötig.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

Wir messen die Preise aus unseren Listen einmal am Tag bei Geizhals. Fällt einer unter alles, was wir bisher gemessen haben, schreiben wir dir — genauso, wenn eine neue Zusammenstellung fertig ist. Sonst hörst du nichts: kein Rundbrief nach Plan, keine Werbung Dritter, kein Weiterverkauf der Adresse.