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HardwareVon Stefan Haun12 min LesezeitPreise von Geizhals

Wann wird RAM wieder günstiger? Die Prognose 2026/2027 neben unserer eigenen Preisreihe

Illustration: zwei Arbeitsspeicher-Riegel auf einem Holztisch neben einer Sanduhr, durch die Sand rinnt

Kurz gesagt: Nicht in den nächsten Monaten, und nach allem, was Hersteller und Marktforscher am 30. September 2026 sagen, frühestens 2027, eher 2028. TrendForce erwartet für das vierte Quartal 2026 weiter steigende DRAM-Vertragspreise, Micron nennt den Markt 2027 und 2028 „deutlich enger“ als 2026. Unsere eigene Messreihe zeigt noch keine Wende: Die sieben DDR5-Kits, die wir täglich abfragen, sind seit dem 27. August im Mittel teurer geworden, nicht billiger. Tagespreis 32 GB DDR5-6000: ab 444,00 € (Stand 30.09.2026, Geizhals).

Wer einen Rechner braucht, kauft deshalb jetzt die Kapazität, die er wirklich braucht – und wartet nicht auf einen Preissturz, den niemand für die nächsten zwölf Monate vorhersagt.

Diese Seite trennt zwei Dinge, die in den meisten Artikeln zur Speicherkrise ineinanderlaufen: was wir messen und was andere vorhersagen. Gemessen wird bei uns jeden Morgen, bei Geizhals, für die DDR5-Kits unseres Katalogs. Vorhergesagt wird von Marktforschern und den Speicherherstellern selbst – mit Quelle und Datum weiter unten. Warum die Preise überhaupt so hoch sind, steht ausführlich unter Warum ist RAM so teuer geworden?; hier geht es um die Frage danach: Wann wird es wieder günstiger, und was heißt das für deinen Kauf?

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so viel wie zu seinem Tiefstpreis kostete das Crucial Pro 32 GB DDR5-6000 am 30. September 2026: 444,00 Euro gegenüber 70,07 Euro, dem niedrigsten Preis, den Geizhals seit Beginn seiner Preisreihe zu diesem Kit (Februar 2024) verzeichnet. Das ist keine Schätzung, sondern der Abstand zwischen zwei gemessenen Bestpreisen.

Wie haben sich die RAM-Preise zuletzt entwickelt?

Seit dem 27. August 2026 fragt ein täglicher Lauf die Preise der DDR5-Kits in unserem Katalog bei Geizhals ab – immer das günstigste gelistete Angebot. Die Linie unten zeigt das Mittel über alle Kits, bezogen auf den ersten Messtag. Sie wird bei jedem Bau dieser Seite neu gezeichnet, du siehst also den Stand der letzten Messung und nicht den Stand, an dem dieser Text geschrieben wurde.

Mittel über alle 7 DDR5-Kits, bezogen auf den 27.08.2026 0 % 0,0 % 27.08. −0,8 % 30.08. 02.09. 05.09. 08.09. 11.09. 14.09. 17.09. 20.09. 23.09. +7,8 % 30.09.
Eigene Messung: der günstigste Geizhals-Preis je Kit, einmal am Tag. Die Linie verbindet Messpunkte, sie ist nicht geglättet und nicht fortgeschrieben — gestrichelt heißt: an diesem Tag lief kein Abgleich. Gemittelt wird die prozentuale Veränderung je Kit, nicht der Preis.

Am 30.09.2026 liegt das Mittel bei +7,8 % gegenüber dem 27.08.2026, gemessen an 29 Messtagen. Der letzte Messtag ist zugleich der höchste Stand der Reihe — eine Wende ist darin noch nicht zu sehen.

Die Reihe ist kurz, und das ist ihre ehrliche Grenze: Sie sagt etwas über diese Wochen, nicht über das Jahr. Aber sie beantwortet die eine Frage, die Prognosen nicht beantworten können – ob die Preise im Handel gerade tatsächlich fallen. Die Zahlen je Kit, mit Tiefst- und Höchstwert, stehen unter DDR5-RAM Preisentwicklung; wie sich alle Warengruppen zusammen bewegen, im Hardware-Preisindex.

Wie stark sind die RAM-Preise explodiert?

Um das Fünf- bis Sechseinhalbfache – gemessen an den Tiefstpreisen, die Geizhals für dieselben Kits führt. Die Tabelle stellt den Bestpreis vom 30. September 2026 neben den niedrigsten Preis, den Geizhals seit Beginn seiner Reihe zu genau diesem Kit verzeichnet. Wann dieser Tiefstpreis war, nennt Geizhals nicht; die Spalte „Reihe ab“ sagt nur, seit wann gemessen wird.

KitReihe abTiefstpreis30.09.2026Faktor
Crucial Pro 32 GB DDR5-6000 CL3602/202470,07 €444,00 €6,3×
G.Skill Flare X5 32 GB DDR5-6000 CL3609/202278,90 €517,89 €6,6×
Kingston FURY Beast 16 GB DDR5-6000 CL3004/202456,80 €329,76 €5,8×
G.Skill Aegis 16 GB DDR4-320010/201921,99 €124,99 €5,7×
G.Skill Aegis 32 GB DDR4-320010/201944,36 €224,00 €5,0×

Quelle: Geizhals-Bestpreise und Geizhals-Tiefstpreise aus unserem Tageslauf vom 30.09.2026, jeweils das günstigste Angebot ohne Versand. Die Preise von heute stehen weiter unten in der Tabelle mit Tagespreisen.

Zwei Einordnungen von außen passen zu diesen Zahlen. ComputerBase maß am 15. August 2026 beim Arbeitsspeicher eine Verteuerung „gegenüber den Zeiten vor der Speicherkrise“ von 345 Prozent, einen neuen Höchstwert. PC Games Hardware nannte im selben Monat für ein 32-GB-Kit DDR5-6000 CL30 eine Spanne von 475 bis 540 Euro. Und es ist nicht nur RAM: Die Kingston NV3 mit 1 TB, eine einfache NVMe-SSD, kostete am 30. September 134,90 Euro – dreimal so viel wie ihr Geizhals-Tiefstpreis von 44,99 Euro. Dieselben Fabriken fertigen DRAM und NAND, und dieselbe Nachfrage zieht an beiden; der Verlauf steht unter SSD-Preisentwicklung.

Illustration: ein langer, dunkler Gang in einem Rechenzentrum zwischen zwei Reihen Serverschränke mit kleinen Statuslichtern

Der Treiber in einem Satz: Rechenzentren für KI kaufen Speicher in Mengen, gegen die der PC-Markt nicht ankommt, und die drei großen Hersteller lenken ihre Fertigung dorthin – zu HBM für KI-Beschleuniger und zu Server-DRAM. Für Endkunden-Speicher bleibt weniger übrig. Die ausführliche Erklärung steht unter Warum ist RAM so teuer geworden?

Wann sinken die RAM-Preise? Was Marktforscher und Hersteller sagen

Alles in diesem Abschnitt ist Prognose, nicht Messung. Die Zitate stammen von Firmen, die mit Speicher Geld verdienen, oder von Analysten, die deren Kunden beraten. Sie haben einen Informationsvorsprung, aber keine Kristallkugel. Stand aller Angaben: 30. September 2026.

  • TrendForce, 30.09.2026: Für das vierte Quartal 2026 erwartet der Marktforscher, dass die Vertragspreise für herkömmlichen DRAM um 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen – nach 13 bis 18 Prozent im dritten Quartal (Prognose vom 03.07.2026). PC-Hersteller kauften weiter „aggressiv“ ein, weil sie auch 2027 knappes Angebot erwarten; das Angebot an PC-DRAM könne 2027 sogar sinken, weil mehr Kapazität in Server wandert. Für Endkunden-DRAM heißt es wörtlich, die Preise würden „weiter steigen – wenn auch langsamer“.
  • Micron, Quartalszahlen vom 30.09.2026: Micron erwartet, dass Angebot und Nachfrage 2027 und 2028 „deutlich enger“ sind als 2026, und schreibt: Man habe „keinen Blick darauf, wann Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht kommen“. Das neue Werk ID1 in Idaho soll Mitte 2027 die ersten Wafer liefern, ID2 Ende 2028, das Werk in New York 2030. Und: Neue Fabriken brauchen nach dem ersten Wafer „einige Quartale“, bis ihre Menge ins Gewicht fällt.
  • Samsung, Quartalszahlen vom 30.07.2026: Trotz höherer Produktion sei weiter mit Engpässen zu rechnen; der Markt bleibe unterversorgt, auch wenn die Nachfrage bei Smartphones und PCs teilweise nachlasse.
  • SK hynix, Quartalszahlen vom 29.07.2026: Die Nachfrage der Kunden übersteige die Lieferfähigkeit. SK hynix zieht den Anlauf der Fabrik M15X vor; die erste Phase des neuen Standorts Yongin soll Anfang 2027 öffnen.
  • Gartner, April 2026 (über heise): Die „Memflation“ werde die Nachfrage außerhalb von KI bis ins Jahr 2028 hinein zerstören oder zumindest aufschieben.
  • PC Games Hardware, 16.08.2026: „Keine der großen Prognosen geht vor 2027 von sinkenden Preisen aus.“ Am 25.09. schrieb die Redaktion nach der neuen TrendForce-Prognose, auf günstigeres DDR5 im vierten Quartal zu warten, lohne sich nicht.
Illustration: ein Silizium-Wafer mit schimmerndem Raster aus Chipflächen auf einer grauen Unterlage

Unsere Lesart daraus, ausdrücklich als Einschätzung: Spürbar mehr Speicher kommt erst, wenn die neuen Fabriken nicht nur laufen, sondern hochgefahren sind. Die frühesten Termine liegen Anfang bis Mitte 2027, plus die Quartale, die Micron für den Hochlauf selbst nennt. Vor der zweiten Hälfte 2027 ist eine echte Entspannung im Handel unwahrscheinlich, und die Mehrheit der Stimmen rechnet eher mit 2028. Dass die Preise schneller steigen als zuletzt, sagt dagegen gerade niemand – die Zuwachsraten werden kleiner, nicht größer.

Warum die Prognose unsicher ist

Drei Dinge können alle Vorhersagen oben in beide Richtungen verschieben, und keines davon lässt sich heute seriös beziffern:

  • Die KI-Nachfrage. Sie ist der Grund für die Knappheit. Kürzen die großen Rechenzentrumsbetreiber ihre Investitionen, wird schlagartig Kapazität frei; bauen sie weiter aus wie bisher, bleibt es eng.
  • Vertragspreise sind keine Ladenpreise. TrendForce misst, was Hersteller und Großkunden aushandeln. Im Handel kommt das verzögert an, und Händler mit altem Lager können eine Weile darunter verkaufen – oder darüber, wenn Ware knapp ist. Deshalb messen wir den Ladenpreis selbst.
  • Das Angebot für Endkunden schrumpft. Micron hat sein Endkundengeschäft unter der Marke Crucial nach eigener Ankündigung Ende Februar 2026 eingestellt (TrendForce, 04.12.2025). Crucial-Kits, die heute noch im Handel stehen, sind Restbestand; wenn er weg ist, fehlt ein Anbieter im unteren Preisbereich.

Wird DDR4 wieder günstiger?

Eher nicht, und DDR4 ist auch kein Ausweg. Die großen Hersteller fahren DDR4 herunter: Micron hat schon im Juni 2025 das Ende von DDR4 angekündigt, Samsung und SK hynix wollten laut TrendForce nur noch bis 2026 weiterfertigen. Im Juni 2026 meldete TrendForce, dass Gerätehersteller wegen der Knappheit sogar von DDR4 auf ältere Standards zurückbauen. Das G.Skill Aegis 16 GB DDR4-3200 kostete am 30. September 124,99 Euro – mehr als das Fünffache seines Tiefstpreises. Wer heute neu baut, spart mit DDR4 also weniger, als das Etikett „alte Technik“ vermuten lässt; die Rechnung dazu steht unter DDR5 oder DDR4? und AM4 oder AM5?

Woran erkennst du, dass die Preise wirklich sinken?

Nicht an einer Schlagzeile, sondern an drei Zeichen, die du selbst prüfen kannst:

  1. Die Linie oben dreht und bleibt unten. Ein einzelner billiger Tag ist eine Aktion. Liegt das Mittel mehrere Wochen am Stück unter seinem Höchststand, ist es eine Bewegung.
  2. Die Prognosen kippen ins Minus. Solange TrendForce für das nächste Quartal steigende Vertragspreise ausweist, kommt im Handel nichts Nachhaltiges an. Die erste Prognose mit fallenden Preisen für herkömmlichen DRAM ist das Signal, auf das es sich zu warten lohnt.
  3. Die Zahl der Angebote je Kit steigt. Wir sehen sie bei jedem Lauf mit. Ein Preis, der bei dreißig Händlern fällt, sagt mehr als einer, der bei drei Händlern fällt.

RAM jetzt kaufen oder warten?

Wenn du einen Rechner brauchst: kaufen – aber nur so viel, wie du brauchst. Auf 2028 zu warten heißt, zwei Jahre ohne Rechner oder mit dem alten zu leben, für eine Entspannung, die niemand zusagt. Was sich dagegen lohnt:

  • 16 GB statt 32 GB, wo 16 GB reichen. Zum Spielen reichen 16 GB in den allermeisten Fällen; die Einordnung steht unter Reichen 16 GB RAM? Am 30. September lag das günstigste 16-GB-Kit DDR5-6000 in der Tabelle unten 114 Euro unter dem günstigsten 32-GB-Kit.
  • Aber nicht zweimal kaufen. Wer weiß, dass er 32 GB braucht – für Simulationen wie den Flight Simulator 2024, Videoschnitt oder viele Programme nebenher –, kauft gleich ein 32-GB-Kit. Zwei Riegel später dazuzustecken ist die teurere und wackligere Lösung; warum, steht unter RAM richtig einsetzen.
  • Kein Speicher auf Vorrat. 64 GB „für später“ sind bei diesen Preisen der teuerste Fehler, den du machen kannst.
  • Wer einen funktionierenden Rechner hat, rüstet jetzt nicht auf. Hier ist Warten tatsächlich die richtige Antwort – nicht weil es bald billiger wird, sondern weil der Aufpreis gerade am höchsten ist.
Illustration: vier leere Speichersteckplätze auf einem Mainboard, daneben liegt ein einzelner Riegel noch nicht eingesteckt

Drei Kits mit Tagespreis

Die Verweise auf Angebote sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, kann EliteGear eine Provision erhalten — für dich ändert sich am Preis nichts, und auf die Auswahl hat es keinen Einfluss.

KitFür wenTagespreis
Kingston FURY Beast schwarz UDIMM 16GB Kit, DDR5-6000, CL30-36-36, 1RX16 (KF560C30BBEK2-16)2 × 8 GB DDR5-6000 CL30 – der Einstieg auf AM5 oder aktuellen Intel-Boards, reicht zum Spielenab 329,76 €
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Die Preise füllt der Bau einmal täglich aus dem Abgleich mit Geizhals. DDR4 und DDR5 passen nicht in dasselbe Board – sieh vor dem Kauf nach, was dein Mainboard nimmt.

Mehr Auswahl, nach Prozessor sortiert, steht unter Bester DDR5-RAM 2026. Und wer gerade einen ganzen Rechner plant: Alle unsere Teilelisten unter Gaming-PC selbst zusammenstellen rechnen den Speicher mit dem Preis von heute ein.

Häufig gestellte Fragen

Wann wird RAM wieder günstiger?
Eine seriöse Zusage gibt es nicht. Stand 30. September 2026 erwartet TrendForce für das vierte Quartal 2026 weiter steigende DRAM-Vertragspreise (plus 10 bis 15 Prozent), Micron sieht 2027 und 2028 als engere Jahre als 2026, und Gartner rechnet mit Folgen bis ins Jahr 2028. Neue Fabriken liefern ab 2027 die ersten Wafer, brauchen danach aber noch Quartale bis zur vollen Menge. Unsere Einschätzung daraus: nicht vor der zweiten Hälfte 2027, eher 2028.
Werden die RAM-Preise 2026 noch sinken?
Keine der Prognosen, die wir gefunden haben, sagt das. Einzelne Aktionen einzelner Händler gibt es immer; einen Rückgang auf breiter Front sieht für das restliche Jahr 2026 niemand. In unserer eigenen Messreihe war das Mittel der DDR5-Kits am 30. September der höchste Stand seit Beginn der Messung am 27. August.
Warum explodieren die RAM-Preise?
Weil KI-Rechenzentren riesige Mengen Speicher kaufen und die Hersteller ihre Fertigung auf HBM und Server-DRAM umlenken. Für Endkunden bleibt weniger übrig, und alte Standards wie DDR4 werden gleichzeitig heruntergefahren. Die ausführliche Erklärung steht unter Warum ist RAM so teuer geworden?
Wird RAM am Black Friday günstiger?
Das wissen wir nicht, und wir behaupten es nicht. Unsere Reihe beginnt am 27. August 2026, einen Black Friday hat sie noch nicht gesehen. Rabattaktionen kürzen den Preis eines einzelnen Angebots, sie ändern aber nichts am knappen Angebot dahinter. Ob ein Aktionspreis wirklich günstig ist, erkennst du am Abstand zur Linie oben und zum Preis in der Tabelle mit Tagespreisen.
Soll ich jetzt RAM kaufen oder warten?
Wenn du einen Rechner brauchst, kauf jetzt die Kapazität, die du wirklich brauchst – meistens 16 GB zum Spielen, 32 GB für Simulationen und Arbeit. Wenn dein Rechner läuft, warte mit dem Aufrüsten: Der Aufpreis ist gerade so hoch wie seit Jahren nicht. Kein Speicher auf Vorrat.

Quellen

Alle Quellen abgerufen am 30. September 2026. Womit wir arbeiten und womit nicht, steht in Wie wir testen.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

Wir messen die Preise aus unseren Listen einmal am Tag bei Geizhals. Fällt einer unter alles, was wir bisher gemessen haben, schreiben wir dir — genauso, wenn eine neue Zusammenstellung fertig ist. Sonst hörst du nichts: kein Rundbrief nach Plan, keine Werbung Dritter, kein Weiterverkauf der Adresse.