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Windows 11 Systemanforderungen: was Microsoft verlangt, wie du es prüfst und welche Prozessoren rausfallen

Illustration: eine Hauptplatine in technischer Darstellung, Prozessorsockel und Speicherbänke farbig hervorgehoben

Windows 11 braucht laut Microsoft einen kompatiblen 64-Bit-Prozessor mit mindestens zwei Kernen und 1 GHz, 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Speicher, eine UEFI-Firmware mit Secure Boot, ein TPM 2.0 und eine Grafik mit DirectX 12 und WDDM-2.0-Treiber. Stand 26. September 2026, aktuelle Version ist 25H2. Die Hürden sind nicht die Zahlen, sondern zwei Worte: „kompatibler Prozessor“ heißt „steht auf Microsofts Liste“, und das TPM ist auf vielen Rechnern vorhanden, aber im UEFI ausgeschaltet.

Die offiziellen Mindestanforderungen

AnforderungMicrosofts AngabeWo du es siehst
Prozessor1 GHz oder schneller, 2 oder mehr Kerne, auf der Liste kompatibler 64-Bit-ProzessorenPC-Integritätsprüfung; Modellname in msinfo32
Arbeitsspeicher4 GBTask-Manager, Reiter Leistung
Speicher64 GB oder größer, SSD nicht vorgeschriebenExplorer, Dieser PC
FirmwareUEFI, fähig zu Secure Bootmsinfo32: BIOS-Modus „UEFI“, Sicherer Startzustand „Ein“
TPMTrusted Platform Module, Version 2.0tpm.msc: Spezifikationsversion 2.0
GrafikDirectX 12 oder neuer, WDDM-2.0-Treiberdxdiag, Reiter Anzeige
Bildschirm720p, größer als 9 Zoll, 8 Bit je Farbkanal—
InternetWindows 11 Home: Internet und Microsoft-Konto bei der Ersteinrichtung—

Quellen: Windows-11-Spezifikationen und Windows 11 requirements bei Microsoft Learn (Stand 14.07.2026). Für das direkte Upgrade muss Windows 10 mindestens Version 2004 mit dem Sicherheitsupdate vom 14.09.2021 haben.

Welche Prozessoren rausfallen

Microsoft veröffentlicht je Windows-Version eine Liste unterstützter Prozessoren. Für 25H2 (Stand 16.10.2025) beginnt sie bei Intel mit der 8. Core-Generation und läuft bis Core Ultra Serie 3; bei AMD mit der Ryzen-3000-Serie (ohne die G- und GE-Modelle) bis Ryzen 9000 und Ryzen AI 300. Die Generation steht bei Intel vorn in der Nummer: Ein Core i7-7700K (7. Generation) fällt heraus, ein Core i5-8400 ist dabei. Bei AMD steht die erste Ryzen-Generation (Ryzen 5 1600, Ryzen 7 1700) auf keiner Liste; die Ryzen-2000-Serie steht noch auf der Liste für 24H2, auf der für 25H2 nicht mehr.

Zwei Einschränkungen, die Microsoft selbst dazuschreibt: Die Listen gelten für Prozessoren, die Hersteller in neue Windows-11-Geräte einbauen dürfen, und spätere Generationen gelten als unterstützt, auch wenn sie noch nicht aufgeführt sind. Für einen bestehenden Rechner zählt das Urteil der PC-Integritätsprüfung. Wer einen Ryzen 2000 hat, sollte sich aus der 25H2-Liste allein also keinen Zwang zum Aufrüsten ableiten. Ganz alte Prozessoren ohne SSE4.2 und POPCNT (Core 2, Phenom II) starten Windows 11 24H2 dagegen gar nicht mehr — Details dazu und der Registry-Weg stehen in Windows 11 nicht kompatibel.

Windows 11 Systemanforderungen prüfen: drei Wege

  1. PC-Integritätsprüfung (PC Health Check). Microsoft empfiehlt die App für genau diese Frage; Download über aka.ms/GetPCHealthCheckApp. Nach „Jetzt überprüfen“ nennt sie nicht nur das Ergebnis, sondern den Punkt, an dem es hakt: Prozessor, TPM oder Secure Boot. Notier dir diese Meldung, bevor du etwas änderst.
  2. Windows Update. Unter Einstellungen → Update und Sicherheit → Windows Update zeigt Windows 10 an, ob das Gerät für das Upgrade infrage kommt. Das ist der Weg, den Microsofts Seite zum Supportende nennt.
  3. Die zwei Einzelprüfungen. Windows + R, tpm.msc: Unter „TPM-Herstellerinformationen“ muss Spezifikationsversion 2.0 stehen; steht dort „Kompatibles TPM wurde nicht gefunden“, ist es meist nur im UEFI aus (AMD fTPM, Intel PTT). Dann Windows + R, msinfo32: In der Systemübersicht muss BIOS-Modus UEFI und Sicherer Startzustand Ein stehen. Steht dort „Vorgänger“ (Legacy), ist die Platte vermutlich noch MBR-partitioniert.

„Dieser PC erfüllt derzeit nicht die Systemanforderungen“

Diese Meldung ist in den meisten Fällen kein Urteil über den Rechner, sondern über eine Einstellung. Was sie im Einzelnen bedeutet — TPM nur abgeschaltet, Secure Boot aus, Prozessor nicht auf der Liste —, welcher Registry-Wert die Prüfung überspringt, was Microsoft für so eine Installation zusagt (nichts) und wann ein Prozessor- oder Boardtausch die bessere Antwort ist, steht ausführlich in Windows 11 nicht kompatibel: trotzdem installieren oder aufrüsten?. Diese Seite hier führt das bewusst nicht ein zweites Mal aus.

Stand der Versionen: 24H2, 25H2 und was danach kommt

Laut Microsofts Seite zu den Windows-11-Versionen (Stand 22.09.2026) sind zwei Versionen im Umlauf: 24H2, verfügbar seit dem 01.10.2024, wird für Home und Pro bis zum 13.10.2026 mit Updates versorgt; 25H2, verfügbar seit dem 30.09.2025, bis zum 12.10.2027. Eine Version 26H2 steht auf dieser Seite noch nicht. An den Hardwareanforderungen hat 25H2 nichts geändert; die Prozessorliste wird zu jeder Version neu veröffentlicht, das Prinzip bleibt.

Das Datum 13.10.2026 taucht in vielen Suchergebnissen als „Ende von Windows 10“ auf. Das ist es nicht — es ist das Update-Ende von Windows 11 24H2 für Privatanwender.

Windows 10: Supportende, ESU und was das für dich heißt

Der Support für Windows 10 ist am 14. Oktober 2025 ausgelaufen. Der Rechner läuft weiter, bekommt aber keine Sicherheitsupdates mehr — außer über das Programm Extended Security Updates (ESU). Das lief für Privatanwender ursprünglich bis zum 13.10.2026; Microsoft hat es im Juni 2026 um ein Jahr verlängert, bis zum 12. Oktober 2027. So steht es heute auf Microsofts ESU-Seite (abgerufen 26.09.2026). Voraussetzung ist Windows 10 22H2 und ein Microsoft-Konto; im Europäischen Wirtschaftsraum ist die Anmeldung kostenlos, solange du dich mit dem Konto anmeldest — bleibt es bis zu 60 Tage ungenutzt, enden die Updates. Wer ein lokales Konto behalten will, zahlt einmalig 30 US-Dollar oder den Gegenwert.

Für Spieler heißt das: Der Zwang kommt nicht von Microsoft, sondern von den Spielen. Battlefield 6 verlangt TPM 2.0 und Secure Boot für sein Anti-Cheat-System — das geht auch unter Windows 10, ist aber genau die Hardware, die Windows 11 ohnehin voraussetzt (siehe Battlefield 6 Systemanforderungen). Forza Horizon 6 und Borderlands 4 laufen laut ihren Anforderungen auch mit Windows 10. Ein Spiel, das Windows 11 zwingend verlangt, gibt es in unserer Übersicht der Systemanforderungen noch nicht. Läuft Windows 11 dann, zeigt Windows 11 fürs Gaming optimieren, welche Einstellungen sich lohnen.

Was das Upgrade heute kostet

Fällt der Rechner an der Prozessorliste, hängt der Preis an der Plattform. Ein AM4-Board mit Ryzen 1000 nimmt nach einem BIOS-Update oft einen neueren Prozessor an — dann reicht ein Tausch, alles andere bleibt drin. Ein Intel-Board der 6. oder 7. Generation nimmt keinen Prozessor der 8. Generation an, obwohl der Sockel gleich heißt; dort wird es Board plus Prozessor plus, bei AM5, neuer Speicher. Die Preise kommen täglich aus dem Preisvergleich:

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Alle drei Wege bringen einen Prozessor, der auf der 25H2-Liste steht, samt Firmware-TPM. Ob dein AM4-Board den Ryzen 5 5600 nimmt, steht in der CPU-Supportliste des Herstellers für dein genaues Modell; das BIOS-Update machst du mit dem alten Prozessor, wie in BIOS-Update Schritt für Schritt beschrieben. Ob AM4 oder AM5 das bessere Geld ist, rechnet AM4 oder AM5 Upgrade vor; sobald Board, Prozessor und Speicher zusammen neu müssen, lohnt der Blick auf Gaming-PC für 500 Euro und Gaming-PC für 800 Euro.

Häufige Fragen

Kann ich Windows 11 ohne TPM 2.0 installieren?

Offiziell nicht. Prüf zuerst mit tpm.msc, ob nicht ein TPM 2.0 vorhanden und nur im UEFI abgeschaltet ist — das ist der häufigste Fall. Was der Registry-Weg kann und was er kostet, steht in Windows 11 nicht kompatibel.

Braucht Windows 11 eine SSD?

Nein. Microsoft verlangt 64 GB Speicher, keine Bauart. Eine SSD verlangt erst DirectStorage (NVMe-SSD), und die verlangen inzwischen viele Spiele im Minimum — Battlefield 6, Forza Horizon 6 und Borderlands 4 alle drei.

Reichen 4 GB RAM für Windows 11?

Für die Installation ja, das ist Microsofts Minimum. Für Spiele nicht: Die drei genannten Titel verlangen 16 GB. Was heute sinnvoll ist, steht in Wie viel RAM für Gaming.

Muss ich bis zum 13. Oktober 2026 auf Windows 11 wechseln?

Nein. Der 13.10.2026 ist das Update-Ende von Windows 11 24H2 für Home und Pro. Windows 10 bekommt mit ESU Sicherheitsupdates bis zum 12.10.2027 — danach steht die Frage endgültig.

Quellen

Alle Quellen abgerufen am 26. September 2026.

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