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HardwareAktualisiert am 3 min Lesezeit

Neue Grafikkarte einbauen: die Reihenfolge, die zählt

Drei Schritte vor dem Einbau, der Einbau selbst und zwei Schritte danach

Der eigentliche Einbau ist ein Handgriff: Klammer lösen, alte Karte heraus, neue hinein, Strom anstecken. Die Fehler passieren davor und danach — beim Messen, beim Netzteil und beim Treiber. Deshalb hier die Reihenfolge, nicht nur der Griff.

Vorher: drei Maße, die stimmen müssen

Länge. Aktuelle Karten der oberen Klasse sind 30 bis 36 Zentimeter lang. Jedes Gehäuse hat dafür eine Obergrenze, und die steht im Datenblatt des Gehäuses, nicht der Karte. Gemessen wird bis zum Festplattenkäfig oder den vorderen Lüftern — nicht bis zur Frontblende.

Dicke. Karten belegen zwei, drei oder inzwischen vier Steckplatzblenden. Was darunter liegt, ist danach unbrauchbar. Wer eine Soundkarte oder einen Netzwerkadapter im nächsten Slot hat, verliert ihn.

Höhe. Selten ein Problem, aber bei kleinen Gehäusen entscheidend: Manche Karten stehen über die Slotblende hinaus und stoßen an das Seitenteil. Welche Maße dein Gehäuse überhaupt zulässt, steht in PC-Gehäuse: die Größe entscheidet mit.

Vorher: reicht das Netzteil, und hat es die Stecker?

Zwei getrennte Fragen, die gern zusammengeworfen werden.

Die Leistung muss zur Karte und zum Prozessor zusammen passen — die Herstellerangabe zur Karte ist eine Empfehlung für das Gesamtsystem, keine Angabe zum Verbrauch der Karte allein. Wer nicht weiß, was verbaut ist: Welches Netzteil habe ich?

Die Stecker sind die häufigere Hürde. Ältere Netzteile haben sechs- und achtpolige PCIe-Stecker, neuere Karten verlangen teils den 12-poligen Anschluss. Ein beiliegender Adapter löst das mechanisch, aber er verlangt, dass genug getrennte Stränge vom Netzteil kommen — nicht ein einzelnes Kabel, das sich zweimal aufteilt.

Der Einbau

  1. Herunterfahren, Netzstecker ziehen, dann den Einschalter noch einmal drücken. Das entlädt die Kondensatoren.
  2. Sich selbst entladen: kurz das blanke Metall des Gehäuses anfassen, bevor du hineingreifst.
  3. Alte Grafikkarte ausbauen. Erst die Stromstecker abziehen — sie haben eine Rastnase, die gedrückt werden muss. Dann die Schraube an der Blende lösen. Zuletzt die Halteklammer am Ende des Steckplatzes drücken; ohne sie bewegt sich die Karte nicht, und Gewalt bricht den Slot.
  4. Neue Karte hinein. Gerade ansetzen, gleichmäßig drücken, bis die Klammer hörbar einrastet. Dann verschrauben.
  5. Strom anstecken. Bis zum Klicken. Beim 12-poligen Anschluss ist das besonders wichtig — ein halb sitzender Stecker ist die bekannteste Ursache für geschmolzene Kontakte.

Danach: Treiber, und zwar in dieser Reihenfolge

Beim Wechsel innerhalb einer Marke reicht es, den neuen Treiber zu installieren — er räumt den alten selbst auf.

Beim Wechsel zwischen den Marken — von NVIDIA zu AMD oder umgekehrt — sollte der alte Treiber vorher weg. Am saubersten geht das noch mit der alten Karte im Rechner: Treiber deinstallieren, herunterfahren, dann tauschen. Wer die Karte schon getauscht hat, kommt trotzdem ins Windows, weil es einen Notfalltreiber lädt — nur eben mit falscher Auflösung.

Nach dem ersten Start prüfen: Läuft die Karte im richtigen Steckplatz? Im Werkzeug des Herstellers steht, mit wie vielen Leitungen sie angebunden ist. Steht dort x8 statt x16, sitzt sie entweder im falschen Steckplatz oder nicht ganz drin.

Wenn nach dem Einbau kein Bild kommt

Der mit Abstand häufigste Grund ist der Monitor am falschen Anschlussfeld — das Kabel muss in die Karte, nicht ins Mainboard. Die vollständige Reihenfolge steht in Monitor an PC anschließen, kein Signal.

Wer die Karte stattdessen senkrecht einbauen möchte, sollte vorher Grafikkarte vertikal einbauen lesen — dabei kommen zwei Probleme dazu, die es im normalen Steckplatz nicht gibt.

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