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Hardware3 min Lesezeit

Zweiten Monitor anschließen: Kabel, Port, Windows

Anschlussfeld mit Grafikkarte unten und Mainboard oben, der zweite Monitor führt zur Grafikkarte

Einen zweiten Bildschirm anzuschließen ist ein Handgriff, wenn man weiß, an welches Anschlussfeld er gehört. Genau daran scheitert es am häufigsten — und zwar so, dass gar kein Bild kommt und man den Monitor verdächtigt.

Warum jeder Anschluss seine Bandbreite für sich rechnet und was sonst noch am Bildschirm hängt, steht in Monitor am PC.

Beide Monitore gehören an die Grafikkarte

An der Rückseite eines Rechners mit eigener Grafikkarte gibt es zwei Gruppen von Bildanschlüssen: eine oben, waagrecht in der Reihe mit USB und Netzwerk — das ist das Mainboard — und eine weiter unten, senkrecht angeordnet: die Grafikkarte.

In den meisten Rechnern mit eigener Grafikkarte sind die Buchsen am Mainboard abgeschaltet. Der Prozessor hat zwar eine eingebaute Grafikeinheit, das BIOS deaktiviert sie aber, sobald eine Karte steckt. Steckt der zweite Monitor dort, bleibt er schwarz — und der erste läuft weiter, was die Ursache doppelt gut versteckt.

Die Regel ist deshalb einfach: Alles, was ein Bild bekommen soll, gehört in das untere Feld. Reichen die Anschlüsse dort nicht, ist ein Adapter die Lösung, nicht das Mainboard.

Welcher Anschluss wofür

Die drei Anschlüsse an heutigen Karten leisten Unterschiedliches, und der Unterschied wird erst bei hohen Auflösungen und Bildraten sichtbar:

  • DisplayPort — der Standardweg am PC. Karten haben davon meist drei. Für alles bis 4K bei 120 Hz die unkomplizierteste Wahl.
  • HDMI — an Karten meist nur einmal vorhanden. Für Fernseher und Konsolen der richtige Weg; am PC vor allem dann, wenn der Monitor nichts anderes hat.
  • USB-C — nur an manchen Karten, und nur mit DisplayPort Alt Mode bildfähig. Warum ein USB-C-Anschluss allein noch nichts über Bild sagt, steht in Monitor über USB-C anschließen.

Welche Auflösung und Bildrate deine Karte überhaupt sinnvoll treibt, haben wir getrennt aufgeschrieben: Monitor und Grafikkarte.

Adapter funktionieren nur in eine Richtung

Wenn die Karte drei DisplayPort und einen HDMI hat, der zweite Monitor aber nur HDMI kann, braucht es einen Adapter. Und hier gilt etwas, das regelmäßig Geld kostet:

Ein einfacher Adapter von DisplayPort auf HDMI funktioniert. Umgekehrt nicht. DisplayPort-Ausgänge können HDMI-Signale mitsprechen, HDMI-Ausgänge können kein DisplayPort. Wer von HDMI auf DisplayPort will, braucht einen aktiven Adapter mit eigener Elektronik — den erkennt man am Preis und oft an einem zusätzlichen USB-Stecker für Strom.

Der billige Adapter aus dem Sammelbeutel ist fast immer der passive. Er funktioniert in der einen Richtung tadellos und in der anderen gar nicht, und das steht selten auf der Verpackung.

Windows: anordnen, nicht spiegeln

Sobald Bild kommt, macht Windows den Rest. Windows-Taste + P öffnet die Auswahl: „Erweitern" ist der Modus, den man beim zweiten Schreibtisch-Monitor will — „Duplizieren" zeigt auf beiden dasselbe und ist für Präsentationen gedacht.

Die räumliche Anordnung stellst du unter Einstellungen → System → Bildschirm ein. Dort ziehst du die beiden Rechtecke so zurecht, wie die Monitore auf dem Tisch stehen. Steht der zweite links, gehört sein Rechteck auch links — sonst muss die Maus nach rechts, um links anzukommen.

Die Bildwiederholrate stellt Windows pro Monitor ein, nicht gemeinsam. Ein zweiter 60-Hz-Monitor zwingt deinen 144-Hz-Monitor also nicht herunter. Prüfen lässt sich das in derselben Einstellungsseite unter „Erweiterte Anzeigeeinstellungen", je Bildschirm getrennt.

Wenn trotzdem kein Bild kommt

Bleibt der zweite Monitor schwarz, obwohl er an der Grafikkarte hängt, liegt es fast immer an der Eingangswahl des Monitors: Viele Geräte schalten nicht zuverlässig automatisch um. Im Monitormenü den Eingang von Hand auf den benutzten Anschluss stellen.

Die vollständige Reihenfolge zum Abarbeiten steht in Monitor an PC anschließen, kein Signal.

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