Zum Inhalt springen
EliteGear
PC Builder

Hardware2 min Lesezeit

Ruckelt es an der CPU oder an der Grafikkarte? So findest du es heraus

zuletzt aktualisiert 27.08.2026

Zwei Auslastungsbalken: Prozessor bei 100 Prozent, Grafikkarte bei 58 Prozent — ein Prozessorlimit

Neue Grafikkarte gekauft, und die Bildrate ist fast dieselbe. Das ist kein Pech und kein Defekt, sondern der häufigste teure Irrtum beim Aufrüsten: Aufgerüstet wurde der Teil, der gar nicht gebremst hat.

Die gute Nachricht: Welcher Teil bremst, lässt sich in fünf Minuten messen. Man braucht dafür kein Werkzeug, das Geld kostet.

Was ein Limit überhaupt bedeutet

Bei jedem Bild arbeiten Prozessor und Grafikkarte nacheinander. Der Prozessor bereitet vor, was gezeichnet werden soll, die Grafikkarte zeichnet es. Der Langsamere von beiden bestimmt die Bildrate — der andere wartet.

Genau das misst man: Wer wartet auf wen?

Die Messung

Starte ein Spiel in der Auflösung und mit den Einstellungen, die du tatsächlich spielst. Blende eine Anzeige für Auslastung ein — die meisten Treiberoberflächen und Überwachungsprogramme können das.

Dann liest du zwei Werte ab, während sich etwas bewegt:

  • GPU-Auslastung dauerhaft bei 95 bis 100 Prozent — die Grafikkarte ist am Anschlag. Sie ist der Engpass.
  • GPU-Auslastung schwankt zwischen 40 und 80 Prozent, während einzelne Prozessorkerne voll ausgelastet sind — der Prozessor ist der Engpass.

Wichtig ist der zweite Teil: Die Gesamtauslastung des Prozessors sagt wenig. Ein Spiel, das vier von sechzehn Kernen auslastet, zeigt in der Übersicht ruhige 25 Prozent — und ist trotzdem im Prozessorlimit. Sieh dir die einzelnen Kerne an.

Die Gegenprobe, die Gewissheit bringt

Ein Messwert kann täuschen. Zwei Durchläufe nicht:

Auflösung runter. Stell von 1440p auf 1080p und miss noch einmal. Steigt die Bildrate deutlich, war die Grafikkarte der Engpass. Bleibt sie fast gleich, ist es der Prozessor — denn der hat bei weniger Bildpunkten genauso viel zu tun wie vorher.

Auflösung hoch. Umgekehrt genauso: Wenn die Bildrate bei höherer Auflösung kaum fällt, hat die Grafikkarte noch Luft.

Und wenn beides bei 60 Prozent liegt?

Dann liegt der Engpass woanders. Die häufigsten Kandidaten:

  • Eine Bildratenbegrenzung im Spiel oder im Treiber, oft an die Bildwiederholrate des Monitors gekoppelt.
  • Der Arbeitsspeicher — zu wenig, oder mit einem Profil, das gar nicht aktiv ist.
  • Die Festplatte, wenn es beim Nachladen ruckelt statt durchgehend.
  • Temperatur: Bei zu hoher Wärme drosseln beide Teile. Dann sinkt der Takt, obwohl die Auslastung hoch aussieht.

Was man daraus macht

Ein Grafikkartenlimit ist der angenehme Fall: Es ist das, wofür Grafikkarten da sind. Wer mehr Bilder will, senkt Einstellungen oder kauft eine schnellere Karte — und der Zugewinn ist vorhersagbar.

Ein Prozessorlimit ist unangenehmer, weil ein neuer Prozessor oft ein neues Mainboard und neuen Arbeitsspeicher bedeutet. Bevor du das tust, prüf die billigen Möglichkeiten: Profil für den Arbeitsspeicher aktiviert? Hintergrundprogramme aus? Energieplan auf Höchstleistung?

Und die wichtigste Regel beim Aufrüsten: Erst messen, dann kaufen. Der Konfigurator zeigt dir, welche Zusammenstellungen zueinander passen — aber welcher Teil in deinem Rechner gerade bremst, sagt dir nur die Messung im Spiel, das du wirklich spielst.

Noch unentschlossen? Die Beste Grafikkarte für Full HD Gaming vergleicht die Modelle im Überblick.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

Wir messen die Preise aus unseren Listen einmal am Tag bei Geizhals. Fällt einer unter alles, was wir bisher gemessen haben, schreiben wir dir — genauso, wenn eine neue Zusammenstellung fertig ist. Sonst hörst du nichts: kein Rundbrief nach Plan, keine Werbung Dritter, kein Weiterverkauf der Adresse.