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Grafikkarten-Preisentwicklung: was wir selbst messen

Seit dem 27.08.2026 holt ein täglicher Lauf die Preise unseres Katalogs bei Geizhals ab und schreibt sie fort. Diese Seite zeigt, was dabei für 12 Grafikkarten herausgekommen ist — nicht mehr und nicht weniger.
Die Reihe ist 6 Messtage lang. Das ist ehrlicherweise keine Preisentwicklung, sondern ein Anfang. Wir schreiben es trotzdem auf, weil eigene Zahlen mit Datum mehr wert sind als eine geschätzte Kurve — und weil die Reihe mit jedem Tag länger wird, ohne dass jemand etwas dazuschreibt.
Diese Seite zeigt Grafikkarten. Wie sich der Markt insgesamt bewegt hat — alle Warengruppen zusammen, dieselbe verbundene Stichprobe, derselbe tägliche Lauf —, steht im Hardware-Preisindex.
Was wir gemessen haben
6 von 12 Grafikkarten sind teurer geworden, 1 günstiger, 5 blieben unverändert. Stand: 02.09.2026.
Die beiden Hälften laufen auseinander. Die günstigere (bis rund 691 Euro) hat sich im Mittel um 4,5 % verändert, die teurere um -0,9 % — sie bewegen sich also nicht verschieden stark, sondern in verschiedene Richtungen. In der Tabelle oben fällt das nicht auf, weil dort nach Veränderung sortiert ist und nicht nach Preis.
Die Preise sind die günstigsten bei Geizhals gelisteten Angebote zum jeweiligen Messzeitpunkt, erhoben um kurz nach 7 Uhr. Wo an einem Tag kein sicherer Treffer zustande kam, fehlt der Punkt — wir tragen dann nichts nach, sondern lassen die Lücke stehen.
Wann sich etwas bewegt hat
Das Bild oben sagt, wie viel sich verändert hat, aber nicht wann. Dafür der Mittelwert über alle 12 Grafikkarten, Messtag für Messtag:
Der Mittelwert ist zuerst gefallen. Am 29.08.2026 lag er bei -0,2 % und damit unter dem Ausgangswert; der Anstieg kam erst danach. Das widerspricht der Tabelle nicht — dort steht die Veränderung zwischen erster und letzter Messung, hier der Weg dazwischen.
Genau deshalb steht hier eine zweite Grafik und nicht nur eine Zahl: Ein Wert für den ganzen Zeitraum hätte diese Bewegung verschluckt. Ob sie etwas bedeutet, sagt die Reihe noch nicht — dafür ist sie zu kurz, und ein einzelner Rücksetzer über zwei Tage ist im Handel nichts Besonderes.
Dieselben Zahlen mit den absoluten Preisen
| Karte | 27.08.2026 | 02.09.2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| AMD Radeon RX 9060 XT 16GB | 449,90 € | 489,00 € | +8,7 % |
| NVIDIA GeForce RTX 5050 8GB | 298,54 € | 319,06 € | +6,9 % |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Ti 8GB | 399,00 € | 424,00 € | +6,3 % |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 8GB | 380,00 € | 399,00 € | +5,0 % |
| MSI GeForce RTX 5070 12G | 786,90 € | 811,90 € | +3,2 % |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Ti 16GB | 651,72 € | 652,99 € | +0,2 % |
| AMD Radeon RX 9070 XT 16GB | 719,90 € | 719,99 € | +0,0 % |
| NVIDIA GeForce RTX 5070 12GB | 690,64 € | 690,64 € | 0,0 % |
| NVIDIA GeForce RTX 5080 16GB | 1.349,90 € | 1.349,90 € | 0,0 % |
| NVIDIA GeForce RTX 5090 32GB | 4.835,99 € | 4.835,99 € | 0,0 % |
| AMD Radeon RX 9070 16GB | 629,10 € | 629,00 € | -0,0 % |
| NVIDIA GeForce RTX 5070 Ti 16GB | 1.125,86 € | 1.029,95 € | -8,5 % |
Was der Verlauf nicht erklärt
Diese Seite zeigt, was sich bewegt, nicht warum. Welche Karte für welche Auflösung reicht und woran man eine überteuerte erkennt, steht in Beste Grafikkarte 2026; was der Videospeicher damit zu tun hat, in 8 GB gegen 16 GB bei der RTX 5060 Ti.
Wann werden Grafikkarten wieder günstiger?
Wir nennen dafür kein Datum, und wer eines nennt, rät. Was sich sagen lässt, sind die Bedingungen, unter denen sich eine Entspannung zuerst zeigen würde:
- Die Bewegung wandert nach oben. Solange nur die Einstiegskarten teurer werden, ist es Nachfrage im unteren Band. Erst wenn die Oberklasse mitgeht, ist es der ganze Markt.
- Die Zahl der Angebote je Karte steigt. Wir sehen sie bei jedem Lauf mit. Ein Preis, der bei drei Angeboten fällt, sagt weniger als einer, der bei dreißig fällt — und eine Karte mit wenigen Angeboten ist keine, die billiger wird.
- Eine neue Generation erscheint. Der zuverlässigste Preisdrücker der letzten Jahre war nicht der Markt, sondern der Nachfolger. Was dann fällt, ist die vorige Reihe, nicht die aktuelle.
Diese Punkte misst die Reihe oben mit. Sie beantwortet die Frage also nicht heute, aber sie wird sie beantworten können — und zwar mit Zahlen statt mit einer Einschätzung.
Was diese Reihe nicht ist
- Kein Marktüberblick. Gemessen werden die Grafikkarten aus unserem Konfigurator, nicht das Sortiment. Was Google an einem beliebigen Tag als billigstes Angebot zeigt, kann darunter liegen.
- Keine fortgeschriebene Kurve. Die Linie verbindet gemessene Punkte und endet mit der letzten Messung. Sie ist nicht geglättet, und wo ein Tag fehlt, ist sie gestrichelt. Bei 6 Messtagen sagt ihre Richtung nichts über die nächste Woche — wer sie in Gedanken verlängert, tut das auf eigene Rechnung.
- Keine Kaufempfehlung. Welche Karte zu welchem Monitor und welchem Netzteil passt, rechnen der Konfigurator, die Monitor-Übersicht und der Netzteilrechner — der Preis ist dabei die letzte Frage, nicht die erste.