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HardwareVon Stefan Haun3 min Lesezeit

Black Friday 2026: Grafikkarten und RAM teurer als vor einem Jahr – der Vorjahresvergleich

Kurz gesagt: Bei Grafikkarten und Arbeitsspeicher wird der Black Friday 2026 die Preise vom Black Friday 2025 kaum erreichen. Alle 15 Grafikkarten unserer Auswahl kosten heute mehr als am 28. November 2025, im Median 59 Prozent. Alle 7 DDR5-Kits kosten fast das Doppelte (Median +92 Prozent). Für den Vorjahrespreis bräuchte eine Grafikkarte am Black Friday im Median 37 Prozent Rabatt, ein RAM-Kit 48 Prozent.

Anders bei Monitoren (Median −6 Prozent), Prozessoren (−4 Prozent) und Lenkrädern (−1 Prozent): Sie sind heute schon günstiger als vor einem Jahr. Hier kann ein Black-Friday-Angebot tatsächlich ein Tiefstpreis werden.

Stand: 1. November 2026. Preisdaten: Geizhals (Preisverlauf der letzten 365 Tage, Stand 29.10.2026) und unsere eigene tägliche Messung seit 27.08.2026. Diese Seite wird am 23.11. und nach dem Cyber Monday am 1.12.2026 aktualisiert.

37 %

so viel Rabatt bräuchte eine Grafikkarte am Black Friday 2026 im Median, um wieder den Preis vom Black Friday 2025 zu erreichen. Bei DDR5-RAM sind es 48 Prozent.

Die Zahlen nach Produktgruppe

Verglichen wird je Produkt der günstigste Preis bei Geizhals heute mit dem günstigsten Preis am 28.11.2025, dem Black Friday des Vorjahres. Die Gruppenwerte sind Mediane: Die Hälfte der Produkte liegt darüber, die Hälfte darunter. Einzelne Ausreißer verschieben den Median kaum.

GruppeProdukteteurer als BF 2025Median heute vs. BF 2025Rabatt nötig für den Vorjahrespreis
Arbeitsspeicher (DDR5)77+92 %48 %
Grafikkarten1515+59 %37 %
Gaming-PCs (Komplettsysteme)88+23 %18 %
Gaming-Laptops65+13 %12 %
Lenkräder144−1 %–
Prozessoren112−4 %–
Monitore123−6 %–

Preisdaten: Geizhals. Auswertung: EliteGear. 76 Produkte mit Preis am 28.11.2025; „teurer“ = mehr als 1 Prozent über dem Vorjahrespreis.

Die PlayStation 5 fehlt in der Tabelle, weil wir nur drei Modelle verfolgen. Alle drei kosten heute deutlich mehr als am Black Friday 2025 – Details auf der Seite Black Friday PS5.

Warum Grafikkarten und RAM so viel teurer sind

Der Abstand ist kein Black-Friday-Effekt, sondern ein Trend, der seit dem Spätsommer anhält. Unser Hardware-Preisindex misst 70 Produkte seit dem 27.08.2026 täglich. Bis zum 31.10. sind alle zwölf Grafikkarten darin teurer geworden (Median +23 Prozent), ebenso alle sieben RAM-Kits (+16 Prozent). Dahinter steht die Knappheit bei Speicherchips, über die wir in der DDR5-Preisentwicklung und der Grafikkarten-Preisentwicklung laufend berichten. Grafikkarten trifft sie doppelt, weil sie selbst Videospeicher tragen.

Werden die Preise vor dem Black Friday künstlich angehoben? Das lässt sich mit unseren Daten nicht belegen. In den letzten 30 Tagen sind 52 von 86 Produkten teurer und 17 günstiger geworden, Grafikkarten im Median um 13 Prozent. Der Anstieg hat aber nicht im November begonnen, sondern läuft gleichmäßig seit Ende August. Wer am Black Friday einen „Rabatt“ sieht, sollte ihn trotzdem gegen den Preis von vor 30 und vor 90 Tagen halten.

Was das für deinen Kauf heißt

  • Monitor, Prozessor, Lenkrad: Die Preise liegen schon unter dem Vorjahr. Ein Black-Friday-Angebot unter dem 90-Tage-Tief ist hier realistisch. Siehe Black Friday Gaming-Monitor und Black Friday Lenkrad.
  • Grafikkarte, RAM: Rechne nicht mit den Preisen von 2025. Ein Angebot ist gut, wenn es unter dem 90-Tage-Tief liegt, nicht wenn es den Vorjahrespreis erreicht. Den Stand je Karte zeigt Black Friday Grafikkarten.
  • Gaming-PC und Laptop: Sie tragen die teuren Teile in sich und liegen im Median 13 bis 23 Prozent über dem Vorjahr. Hier lohnt der Vergleich mit dem Selbstbau: Black Friday Gaming-PC, Black Friday Gaming-Laptop.

Methode und Grenzen

  • Auswahl: 86 Produkte, die auf unseren Black-Friday-Seiten und in den Modellübersichten für Grafikkarten, Prozessoren und RAM stehen. Das sind beliebte Gaming-Modelle, keine repräsentative Stichprobe des Marktes.
  • Preis: jeweils der günstigste bei Geizhals gelistete Preis (Deutschland) am Stichtag.
  • Vorjahr: der Preis am 28.11.2025. Für 10 der 86 Produkte gibt es keinen Preis an diesem Tag (später erschienen); sie fehlen im Vorjahresvergleich.
  • Kleine Gruppen: Gaming-Laptops (6) und PS5 (3) sind Beispiele, keine belastbaren Gruppenwerte.
  • Keine Ursachenforschung: Wir messen Preise, nicht Gründe. Die Erklärung zur Speicherknappheit stützt sich auf die verlinkten Seiten.

Du darfst die Zahlen dieser Seite mit der Quellenangabe „EliteGear, Datenbasis: Geizhals“ und einem Link auf diese Seite zitieren.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

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