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Hardware4 min Lesezeit

Welcher Monitor fürs Home Office? Der Fuß ist wichtiger als das Panel

Illustration: ein Bildschirm auf einer ausgefahrenen Standsäule an einem aufgeräumten Schreibtisch, davor eine Tastatur, seitlich ein geschlossenes Notebook

27 Zoll mit 2560 × 1440, matt, höhenverstellbar und neigbar. Das deckt den größten Teil aller Schreibtische ab, und der wichtigste Teil dieses Satzes ist der letzte. Ein Monitor, der nicht auf die richtige Höhe kommt, ist auch mit dem besten Bild ein Ärgernis nach vier Stunden.

Fast alle Kaufberatungen sortieren nach Bildqualität. Für acht Stunden Textarbeit ist die Reihenfolge eine andere.

Illustration: zwei gleiche Bildschirme nebeneinander, beide aufrecht und quer, links tief auf kurzem Fuß, rechts auf ausgefahrener Säule deutlich höher

Zuerst die Höhe, dann alles andere

Die verbreitete Empfehlung lautet, die Oberkante des Bildschirms etwa auf Augenhöhe zu setzen, damit der Blick leicht nach unten geht statt nach oben. Wer den Kopf dauerhaft hebt, merkt das im Nacken — und zwar lange bevor er über Kontrastwerte nachdenkt.

Viele günstige Monitore haben einen festen Fuß. Sie stehen dann zu tief, und die übliche Abhilfe — ein Stapel Bücher — funktioniert, sieht aber nicht nur schlecht aus, sondern macht auch das Neigen unmöglich.

Zwei Wege, und einer davon ist billiger

Ein Monitor mit Höhenverstellung kostet in der Regel etwas mehr als dasselbe Panel mit starrem Fuß. Ein Monitorarm ist der andere Weg: Er passt an fast jeden Bildschirm mit der genormten Lochplatte auf der Rückseite, gibt zusätzlich Tiefe und Drehung frei und macht die Tischplatte darunter frei.

Welche Bauarten es gibt und worauf beim Gewicht zu achten ist, steht bei den höhenverstellbaren Monitoren.

Größe und Abstand gehören zusammen

Ein 32-Zoll-Bildschirm auf einem 60 Zentimeter tiefen Schreibtisch zwingt zum Kopfdrehen. Derselbe Bildschirm einen halben Meter weiter weg ist angenehm. Die Größe allein ist deshalb keine Angabe — erst zusammen mit dem Abstand ergibt sie eine.

Wie sich beides ineinander umrechnen lässt, steht in Bildschirmabstand. Die kurze Fassung: Miss nach, wie tief dein Tisch wirklich ist, bevor du die Größe festlegst.

Auflösung: die 27 Zoll sind der Grund für 1440p

Auf 27 Zoll ist Full HD sichtbar grob, und 4K braucht in Windows eine Vergrößerung auf 150 Prozent, damit die Schrift lesbar bleibt — was einen Teil des Gewinns wieder aufhebt. 1440p liegt dazwischen und braucht keine Vergrößerung.

Warum diese Rechnung ausgerechnet an einem Mac anders ausgeht, steht in Welcher Monitor für den Mac mini — dort ist auch die Formel für die Pixeldichte ausgeschrieben, mit der sich jede Kombination selbst nachrechnen lässt.

Was aus dem Gaming-Datenblatt hier nichts bringt

Die Bildwiederholrate. Text bewegt sich nicht. 60 Hertz reichen fürs Arbeiten vollständig; wofür mehr gut ist, steht in Wie viel Hertz braucht ein Gaming-Monitor.

Die Reaktionszeit. Sie beschreibt, wie schnell ein Bildpunkt die Farbe wechselt. Für ein stehendes Dokument ist das ohne Bedeutung.

Eine gebogene Fläche. Sie hilft bei sehr breiten Formaten und stört überall dort, wo gerade Linien vorkommen — Tabellen, Layouts, Zeichnungen.

Was dagegen zählt und selten beworben wird: eine matte Oberfläche. Glänzende Panels spiegeln das Fenster hinter dir, und im Home Office sitzt das Fenster fast immer hinter einem.

Illustration: ein geschlossenes Notebook auf einem Schreibtisch, ein einzelnes Kabel führt zum Fuß eines Bildschirms, aus dessen Rückseite zwei weitere Kabel zu Tastatur und Maus laufen

Ein Kabel statt vier

Wer mit einem Notebook arbeitet, sollte einen Monitor mit USB-C-Eingang und Stromabgabe nehmen. Ein einziges Kabel überträgt dann Bild, Ton, die angeschlossene Tastatur und Maus — und lädt das Notebook nebenher. Ankommen, ein Kabel einstecken, arbeiten.

Der Unterschied im Alltag ist größer, als er auf dem Papier klingt. Worauf dabei zu achten ist — vor allem auf die abgegebene Leistung —, steht in Monitor über USB-C anschließen.

Zwei Bildschirme oder einer, der breit ist

Zwei Monitore sind die günstigere Lösung und die flexiblere: Zwei Fenster liegen sauber getrennt nebeneinander, und der zweite kann ein älterer sein. Der Nachteil ist die Kante in der Mitte.

Ein breiter Bildschirm im Format 21:9 hat diese Kante nicht, kostet aber mehr als zwei gebrauchte zusammen und braucht Tiefe.

Für die meisten Schreibtische ist zwei die richtige Antwort — auch weil der zweite oft schon da ist. Wie er dazukommt und was Windows dabei tut, steht in Zweiten Monitor anschließen. Bleibt einer davon dunkel, hilft Monitor: kein Signal.

Wenn abends gespielt wird

Dann verschiebt sich die Rechnung, aber weniger als erwartet: 27 Zoll mit 1440p ist auch zum Spielen die gängigste Größe. Was dann dazukommt, ist die Bildwiederholrate — und damit ein Aufpreis, der fürs Arbeiten allein nicht zu rechtfertigen wäre. Die allgemeine Anschlussseite dazu ist Monitor am PC.

Woher die Angaben auf dieser Seite kommen

Wir betreiben kein Testlabor und haben keinen Monitor vermessen. Die Aussagen oben sind Zusammenhänge und Erfahrungswerte, keine Messwerte — was matt gegen glänzend ausmacht, hängt an deinem Fenster, und was eine bequeme Höhe ist, an deinem Stuhl. Zur Empfehlung „Oberkante etwa auf Augenhöhe" nennen wir bewusst keine Quelle: Sie steht so in vielen Arbeitsplatzhinweisen, aber eine frei zugängliche Originalfestlegung, auf die sich diese Hinweise berufen, haben wir nicht gefunden. Behandle sie als Ausgangspunkt zum Ausprobieren, nicht als Vorgabe. Preise nennen wir hier keine, weil sie sich je Modell und Woche unterscheiden. Die Bilder sind Illustrationen und kein Beleg. Was das im Einzelnen heißt, steht in Wie wir testen.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

Wir messen die Preise aus unseren Listen einmal am Tag bei Geizhals. Fällt einer unter alles, was wir bisher gemessen haben, schreiben wir dir — genauso, wenn eine neue Zusammenstellung fertig ist. Sonst hörst du nichts: kein Rundbrief nach Plan, keine Werbung Dritter, kein Weiterverkauf der Adresse.