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Gaming Gear8 min LesezeitPreise von Geizhals

Bestes Sim Racing Cockpit: die Steifigkeit entscheidet, nicht der Sitz — ab 226 € (Stand 18.09.)

Illustration: Ein Sim-Racing-Rahmen aus Aluprofil im Wohnzimmer, mit Schalensitz, Lenkrad vorn und drei Pedalen auf schräger Platte; dahinter ein dunkler Bildschirm auf einem Schreibtisch

Auf der Suche nach dem besten Sim Racing Cockpit vergleicht man Rahmen nach Preis, Farbe und Sitz. Die Listen sehen alle gleich aus: verstellbar, stabil, kompatibel mit den großen Marken. Keine dieser Angaben beantwortet die Frage, die am Rig tatsächlich zählt.

Ein Rahmen, der sich unter Force Feedback verwindet, schluckt genau die Information, für die du das Lenkrad gekauft hast. Das Lenkrad meldet den Grenzbereich als Kraft. Gibt der Rahmen unter dieser Kraft nach, kommt ein Teil davon nicht mehr in deinen Händen an, sondern verschwindet in einer Bewegung des Gestells. Der teure Lenkradantrieb arbeitet dann gegen sein eigenes Fundament.

Dieser Text ordnet die Bauarten nach dem, was sie an dieser Stelle ändern. Er nennt keine Messwerte für einzelne Rahmen; womit wir arbeiten und womit nicht, steht in Wie wir testen.

Steifigkeit: Rohrrahmen oder Aluprofil

Ein Sim Racing Rig gibt es in zwei Bauweisen. Der Rohrrahmen besteht aus Stahlrohr, das an wenigen Stellen verschraubt oder verschweißt ist; das ist die Bauart der meisten Komplettsets. Das Aluprofil-Rig — oft nach dem Profilmaß „80/20“ benannt — besteht aus stranggepressten Vierkantprofilen mit Nuten, die über Winkel und Nutensteine an beliebiger Stelle verbunden werden.

Der Unterschied liegt nicht im Material, sondern im Querschnitt und in der Zahl der Verbindungen. Ein dünnwandiges Rohr biegt sich über seine Länge, und jede Schraubverbindung ist ein Gelenk mit etwas Spiel. Ein Aluprofil hat für dieselbe Länge deutlich mehr Wandmaterial in Richtung der Belastung und lässt sich an jeder Stelle abstützen, an der es sich sonst bewegen würde.

Die Grenze, ab der das zählt, hängt vom Lenkrad ab. Ein Rad mit Getriebe- oder Riemenantrieb erzeugt Kräfte, die ein anständiger Rohrrahmen hält; welche Bauart du hast, steht in Beste PC-Lenkräder. Mit Direct Drive ändert sich die Rechnung: Der Motor sitzt direkt auf der Lenkachse und zieht mit einem Drehmoment am Rahmen, für das ein Stahlrohr nicht gebaut wurde. Bei den kleinen Direct-Drive-Basen hält ein guter Rohrrahmen mit verstrebter Radhalterung noch mit; bei den mittleren und großen ist das Aluprofil der Punkt, an dem der Aufpreis begründet ist — nicht wegen des Aussehens, sondern weil sonst das Rad mehr kann als das Gestell darunter.

Für Truck- und Traktorfahrer stellt sich die Frage seltener. Wer mit einem Lenkrad für ETS2 oder einem Lenkrad für den Landwirtschafts-Simulator unterwegs ist, fährt mit moderater Feedback-Stärke und langen Drehwinkeln. Da liefert ein Rohrrahmen alles, was das Rad hergibt.

Wheel Stand oder volles Cockpit

Der Wheel Stand ist ein Gestell, das nur Lenkrad und Pedale trägt. Du sitzt auf deinem eigenen Stuhl oder Sofa, und nach der Fahrt klappt der Ständer zusammen. Das ist keine Sparversion des Cockpits, sondern eine andere Antwort — für alle, die den Platz danach wieder brauchen.

Was er kann: Lenkrad und Pedale in festem Abstand halten, sodass du sie nicht bei jeder Fahrt neu ausrichtest. Was er nicht kann: dich festhalten. Sitz und Pedale sind bei ihm nicht verbunden, und deshalb rollt oder rutscht der Stuhl, sobald du fest bremst. Genau das ist der Punkt, an dem ein Cockpit anfängt: Es macht Sitz, Pedale und Lenkrad zu einem Körper, in dem sich die Bremskraft abstützt, statt dich vom Rad wegzuschieben.

Für Konsolenspieler ist der Wheel Stand oft die richtige Wahl, weil das Wohnzimmer selten ein Rig verträgt; welche Räder dort überhaupt laufen, steht in Lenkrad und Pedale für die PS5. Wer mit Load-Cell-Bremse und Direct Drive fährt, hat den Wheel Stand hinter sich — beides bringt Kräfte, die ein Klappgestell auf Teppich nicht aufnimmt.

Sitz und Pedalplatte: wo der Körper den Rahmen belastet

Der Sitz

Beim Sim Racing Sitz stehen sich zwei Bauarten gegenüber. Der Schalensitz aus Glasfaser oder Kunststoff hat eine feste Form und keine Verstellung der Lehne; er hält dich seitlich, weil er sich nicht mit dir bewegt. Der gepolsterte Rennsitz ist ein Autositz mit Kippmechanik und Schaumstoff, bequemer über Stunden und weniger eng.

Wichtiger als das Polster ist die Position: der Winkel der Lehne und der Abstand zur Pedalplatte. Sitzt du zu nah, hebt das Bein beim Bremsen die Ferse vom Boden, und die Kraft geht in den Oberschenkel statt ins Pedal. Sitzt du zu weit weg, drückst du mit gestrecktem Knie und verlierst die Feinsteuerung. Der richtige Abstand ist der, bei dem das Bein beim voll durchgetretenen Pedal noch leicht gebeugt ist — und den stellt man am Sitzschlitten ein, nicht am Sitz.

Ein Schalensitz hat einen Nachteil, der selten genannt wird: Wer ihn mit jemandem teilt, der deutlich anders gebaut ist, hat einen Sitz, der einem von beiden nicht passt. Der Rennsitz vergibt das. Was von beiden richtig ist, entscheidet dein Rücken nach zwei Stunden, nicht das Datenblatt.

Die Pedalplatte

Die Pedalplatte ist die meistunterschätzte Stelle am ganzen Rig. Eine Load-Cell-Bremse misst nicht den Weg des Pedals, sondern die Kraft, mit der du dagegen drückst. Das ist ihr ganzer Sinn: Der Fuß lernt einen Druck, nicht eine Strecke, und Druck lässt sich wiederholen. Diese Kraft geht vollständig in die Platte, auf der das Pedal steht.

Was dort nachgibt, macht den Bremspunkt unwiederholbar. Federt die Platte unter dem Tritt um einige Millimeter, bekommt der Fuß bei jedem Bremsen eine andere Mischung aus Weg und Kraft zurück — und genau das sollte die Load Cell abschaffen. Am Rohrrahmen sitzt die Pedalplatte oft als Blech auf zwei Rohren; am Aluprofil ist sie ein eigenes Profil mit Winkeln an jedem Ende. Bevor du eine teure Load-Cell-Bremse kaufst, prüf, ob die Platte sie trägt. Sonst zahlst du für eine Messung, die dein Rahmen verwischt.

Für Traktorfahrer gilt dasselbe an anderer Stelle: Wer einen Schalthebel am Rig montiert, braucht eine Halterung, die unter dem Ruck nicht wandert; welche Hebel und Pedale sich dafür lohnen, steht in Shifter und Pedale für LS25.

Monitor am Rig oder separat

Viele Rigs bieten eine Monitorhalterung, die am Rahmen befestigt wird. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Bildschirm steht in festem Abstand zum Lenkrad, und das ganze Gestell lässt sich als Einheit verschieben.

Der Nachteil ist derselbe Rahmen, der das Force Feedback aufnehmen soll: Was am Rahmen hängt, schwingt mit ihm. Jede Bewegung, die das Rad in das Gestell einleitet, kommt am Ende eines langen Hebels — dem Monitorarm — verstärkt an. Bei einem einzelnen Bildschirm und einem Riemenrad bleibt das ein leichtes Zittern, das man nach einer Woche nicht mehr sieht. Bei drei Bildschirmen auf einem breiten Träger und einem Direct-Drive-Rad wird es zu einer sichtbaren Bewegung im Bild, genau in dem Moment, in dem du das Auto fangen willst.

Ein separater Ständer koppelt beides ab. Er kostet Platz und bringt eine zweite Sache, die du ausrichten musst, aber die Bildschirme stehen still, egal was das Rad tut. Die Regel ist einfach: Je stärker das Rad und je breiter die Bildfläche, desto eher gehört der Monitor auf eigene Füße. Welche Grafikkarte drei Bildschirme überhaupt versorgt, steht in Sim-Racing-PC.

Sim Racing Cockpit selber bauen

Wer sein Sim Racing Cockpit selber bauen will, landet beim Aluprofil, weil es das einzige Material ist, das ohne Schweißen und ohne Werkstatt zu einem steifen Rahmen wird. Die Profile kommen auf Länge geschnitten, die Verbindung übernehmen Winkel und T-Nutensteine, das Werkzeug ist ein Satz Innensechskantschlüssel.

Was es spart, ist weniger, als man erwartet. Die Profile selbst sind nicht teuer, aber ein Rahmen besteht aus vielen Verbindungen, und jede braucht zwei Winkel, vier Schrauben und vier Nutensteine. Dazu kommen Radhalterung, Pedalplatte und Sitzschienen, die du entweder als Bleche kaufst oder aus mehreren Profilen zusammensetzt. Wer alles zusammenrechnet, landet meist nicht weit unter einem fertigen Aluprofil-Rig; was du wirklich sparst, sind das fertige Design und die Versandkiste.

Was es kostet, ist Zeit. Eine Stückliste anzulegen, die Höhen des Rads und der Pedalplatte zu planen, Profile nachzubestellen, weil ein Maß nicht stimmte, und jeden Winkel nachzuziehen, nachdem sich der Rahmen beim ersten Fahren gesetzt hat. Was du dafür bekommst, ist ein Gestell, das exakt auf dich passt und das du jederzeit umbauen kannst — für einen zweiten Bildschirmträger, einen Schalthebel oder ein anderes Rad. Wer das will, wird mit keinem Komplettset glücklich. Wer nur fahren will, kauft eins.

Die Verweise auf Angebote sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, kann EliteGear eine Provision erhalten — für dich ändert sich am Preis nichts, und auf die Auswahl hat es keinen Einfluss.

Drei Komplettsets, vom klappbaren Gestell bis zum feststehenden Rahmen. Keine Rangfolge, sortiert ist nach Preis. Zwei Bauformen aus diesem Text fehlen mit Absicht: Ein Aluprofil-Rig kauft man als einzelne Profile, und für die gibt es keinen Preis, den man täglich abfragen kann — und ein Wheel Stand ist kein Cockpit, sondern die Stufe davor.

Gerät KlappbarPlayseat Challenge X Logitech G Edition Fester RahmenPlayseat Trophy Black Volles CockpitNext Level Racing GTtrack Simulator Cockpit
Bauform Klapprahmen mit Stoffsitz, wegräumbar Rohrrahmen, feststehend Rohrrahmen, Sitz und Pedalplatte verstellbar
Preis heute 226,41 €
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Die Entscheidung — und was hier nicht belegt ist

Wenn du mit Getriebe- oder Riemenrad fährst und der Platz danach wieder frei sein muss, nimm einen Wheel Stand und rechne damit, dass fester Bremsen den Stuhl bewegt. Wenn der Platz bleiben darf, ist ein Rohrrahmen-Komplettset die vernünftige Antwort: Es hält, was diese Räder hergeben.

Wenn du Direct Drive und eine Load-Cell-Bremse hast oder haben willst, ist Aluprofil die Bauart, an der der Aufpreis begründet ist — weil Radhalterung und Pedalplatte die Stellen sind, an denen sich der Rahmen sonst bewegt. Beim Sitz und beim Monitor entscheidest du danach, und beides lässt sich später ändern, der Rahmen nicht.

Die Einschränkung dieses Textes ist klar zu benennen: Steifigkeit ist hier nicht gemessen, sondern begründet. Welcher Rahmen bei welchem Drehmoment tatsächlich nachgibt, hängt von der Verschraubung, dem Untergrund und dem konkreten Aufbau ab — ein nachlässig verschraubtes Aluprofil-Rig kann sich mehr bewegen als ein sauber verstrebter Rohrrahmen. Das zu belegen wäre ein eigener Messaufbau mit Messuhr an der Radhalterung, und den gibt es hier nicht. Was Geschmackssache bleibt, ist der Sitz; was fehlt, ist die Zahl.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

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