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Games3 min Lesezeit

ETS2 Mods: Grafik, Klang, Karte – welche Sorte was bringt und was sie deinen PC kostet

Illustration: eine nächtliche Landstraße im Regen, links kühl und flach beleuchtet, rechts mit warmem Gegenlicht und nassem Glanz auf der Fahrbahn, ohne Fahrzeuge und ohne Schrift

Die kurze Antwort: Klang-Mods kosten praktisch nichts, Grafik-Mods kosten Grafikspeicher und Grafikleistung, und Karten-Mods kosten Arbeitsspeicher und Prozessorzeit. Das ist keine Wertung, sondern folgt daraus, was die drei Sorten überhaupt austauschen: Klangdateien, Texturen und Beleuchtung, oder ganze Landstriche samt allem, was darauf steht.

Dieser Text nennt keine einzelnen Mods als „die besten". Wir haben keine Mod-Sammlung systematisch vermessen, und eine Empfehlung ohne Messung wäre eine Meinung mit fremdem Anstrich. Was wir stattdessen liefern: die Einordnung nach Kosten, und die Prüfschritte, mit denen du selbst entscheidest.

Illustration: drei flache Schieferplatten liegen nebeneinander auf dunklem Holz – die linke fein und dicht strukturiert, die mittlere völlig glatt, die rechte mit einem erhabenen geschwungenen Grat, warmes Licht von schräg oben

Die drei Sorten und ihr Preis in Hardware

SorteWas ausgetauscht wirdWas das beansprucht
KlangMotor-, Umgebungs- und Reifengeräuschepraktisch nichts; Klangdateien liegen im Arbeitsspeicher
Grafik und WetterTexturen, Himmel, Beleuchtung, RegenGrafikspeicher und Grafikleistung
Lastwagen und AufliegerModelle und ihre Texturenetwas Grafikspeicher, punktuell
KarteStraßen, Städte, Gelände, ObjekteArbeitsspeicher, Prozessor, Ladezeit

Das erklärt ein Missverständnis, das sich hartnäckig hält: Wer eine große Kartenerweiterung als Mod installiert und danach Ruckler bekommt, sucht den Fehler meist bei der Grafikkarte. Der Engpass sitzt dort aber selten. Eine größere Karte bedeutet mehr Objekte, die geladen, verwaltet und vom Prozessor bewegt werden müssen — und ETS2 ist ein Spiel, das ohnehin stark an einem einzelnen Prozessorkern hängt.

Was ein Grafik-Mod tatsächlich verändert

Die Sammelbezeichnung verdeckt drei sehr verschiedene Eingriffe:

  • Texturen — Straßenbelag, Leitplanken, Gebäudeflächen werden durch höher aufgelöste ersetzt. Das kostet vor allem Grafikspeicher.
  • Himmel und Wetter — Skyboxen, Wolken, Regenintensität und Nässe. Kostet Grafikleistung, meist weniger als Texturen.
  • Beleuchtung und Nachbearbeitung — Farbstimmung, Kontrast, Blendeffekte. Das ist der Eingriff, der das Bild am stärksten verändert und am wenigsten wiegt.

Wer wenig Grafikspeicher hat, nimmt Beleuchtung und Wetter, nicht Texturen — das ist die größte sichtbare Wirkung für den geringsten Preis. Wie viel Grafikspeicher das Spiel ohne Mods voraussetzt, steht in ETS2 Systemanforderungen: SCS nennt dort 2 GB, und das ist der Stand ohne jeden Mod.

Fünf Prüfungen vor dem Installieren

  1. Passt die Version? Ein Mod nennt die Spielversion, für die er gebaut ist. Passt sie nicht zur installierten, ist alles danach Raten.
  2. Wie groß ist die Datei? Die Dateigröße ist der ehrlichste Hinweis auf den Texturanteil. Ein Grafik-Mod mit einigen hundert Megabyte tauscht Beleuchtung; einer mit mehreren Gigabyte tauscht Texturen.
  3. Braucht er andere Mods? Viele Karten-Mods setzen weitere voraus und verlangen eine bestimmte Reihenfolge.
  4. Wird er gepflegt? Das Datum der letzten Änderung sagt mehr über die nächsten Monate als jede Bewertung.
  5. Einzeln einschalten. Zwei neue Mods gleichzeitig, und du weißt bei einem Problem nicht, welcher es war.

Warum die Reihenfolge gerade bei Grafik-Mods zählt

Grafik-Mods fassen Dateien an, die auch Karten-Mods anfassen — Himmel, Beleuchtung, Geländetexturen. Im Mod Manager gewinnt für gemeinsame Daten der Eintrag, der weiter oben steht. Karten gehören deshalb über die Grafik-Mods, sonst überschreibt die allgemeine Stimmung das, was die Karte an ihren Stellen gesetzt hat. Wie du die Liste sortierst, steht in ETS2 Mods installieren.

Die kurze Fassung

  • Klang-Mods sind der günstigste Eingriff und der einzige, der nichts kostet.
  • Grafik-Mods kosten Grafikspeicher — Beleuchtung ist billig, Texturen sind teuer.
  • Karten-Mods kosten Prozessor und Arbeitsspeicher, nicht Grafikleistung.
  • Dateigröße verrät die Sorte zuverlässiger als die Beschreibung.
  • Einzeln einschalten, sonst ist die Ursachensuche später umsonst.

Was hier nicht steht

Wir haben keine Bildraten mit und ohne Mods gemessen und nennen deshalb weder Prozentzahlen noch „die besten" Mods namentlich. Die Zuordnung, welche Mod-Sorte welchen Teil der Hardware beansprucht, ist aus dem abgeleitet, was die jeweilige Sorte austauscht — das ist eine Begründung, keine Messung, und wir schreiben es deshalb so hin. Die Angaben zu Mod-Format und Ladereihenfolge stammen aus der SCS Modding Wiki und dem Forum von SCS Software, die Speicherangabe aus den Systemanforderungen bei Steam. Das Bild ist eine Illustration, kein Beleg. Womit wir arbeiten und womit nicht, steht in Wie wir testen.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

Wir messen die Preise aus unseren Listen einmal am Tag bei Geizhals. Fällt einer unter alles, was wir bisher gemessen haben, schreiben wir dir — genauso, wenn eine neue Zusammenstellung fertig ist. Sonst hörst du nichts: kein Rundbrief nach Plan, keine Werbung Dritter, kein Weiterverkauf der Adresse.