Zum Inhalt springen
EliteGear
PC Builder

Gaming Gear3 min Lesezeit

Valheim: Hardware, Steam Deck und warum es trotzdem ruckelt

Illustration: Diorama, in dem eine kleine schlichte Halle und daneben eine weit ausgebaute Anlage auf zwei gleich großen Sockeln stehen

Valheim verlangt mindestens einen Vierkerner mit 3 GHz und eine GeForce GTX 1060 oder Radeon RX 580; empfohlen sind 3,5 GHz, 16 GB Arbeitsspeicher und eine GTX 1070. Das Steam Deck ist verifiziert und erreicht seit dem Jubiläums-Patch im Leistungsmodus 60 Bilder je Sekunde. Das ist die Antwort für den Kauf.

Die interessantere Antwort betrifft die, die schon spielen: Wenn Valheim ruckelt, liegt es fast nie an der Grafikkarte.

Der Engpass ist der Einzelkern, nicht die Grafikkarte

Valheim hängt an der Einzelkernleistung des Prozessors, besonders beim Laden großer, selbstgebauter Basen. Das hat zwei Folgen, die dem Bauchgefühl widersprechen:

  • Eine stärkere Grafikkarte hilft nicht. Wer wegen Rucklern aufrüstet, kauft am Problem vorbei.
  • DLSS und FSR helfen auch nicht. Beide entlasten die Grafikkarte. Wenn die nicht der Engpass ist, ändern sie nichts.

Wie man den Unterschied zwischen beiden Grenzen überhaupt erkennt, steht ausführlich in CPU-Limit oder GPU-Limit. Die Bildrate dafür einzublenden geht über FPS anzeigen lassen.

Die Basis ist die eigentliche Ursache

Die Zahl, um die es geht, ist die Zahl der Bauteile. Ab ungefähr 8.000 bis 10.000 Objekten wird die Basis zur Rechenlast, die keine Hardware wegnimmt — es ist Spiellogik, nicht Darstellung.

Was dagegen hilft, ist kein Kauf, sondern ein Umbau: eine große Basis in mehrere kleinere Vorposten aufteilen und Zierrat abbauen. Das ist unbefriedigend, wenn man gerade zwei Wochen an einer Halle gebaut hat, aber es ist der einzige Hebel, der wirklich greift.

Der zweite Lastfaktor ist die Gruppe: Acht bis zehn Spieler auf einem Server heben die Prozessorlast deutlich an. Wie eine gemeinsame Runde aufgesetzt wird, steht in Valheim zusammen spielen.

Zwei Stellschrauben, die tatsächlich etwas bringen

  • Vulkan statt DirectX 11. Valheim unterstützt beides. Auf Mittelklasse- und älteren Systemen bringt der Wechsel auf Vulkan spürbar mehr Bilder — in Berichten teils deutlich zweistellige Prozentwerte.
  • SSD statt Festplatte. Das ändert die Bildrate nicht, aber es reduziert das Stocken beim Betreten unerkundeten Geländes, weil dort nachgeladen wird. Warum das so ist, steht in SSD-Geschwindigkeit beim Gaming.

Steam Deck

Valheim ist Steam Deck Verified. Mit dem Jubiläums-Patch haben die Entwickler die Voreinstellungen für das Deck überarbeitet: Der Leistungsmodus erreicht seitdem 60 Bilder je Sekunde, die Laufzeit ist besser geworden, und das Spiel startet endlich in der nativen Auflösung des Geräts.

Zwei Hinweise aus der Praxis: Mittlere Einstellungen — besonders beim Detailgrad — sind der stabilere Kompromiss als hohe, und chromatische Aberration abzuschalten kostet nichts und bringt etwas. Wer im Dock mit einem kabellosen Controller spielt und Geisterbewegungen der Sticks sieht, schaltet Steam Input für Valheim ab und lässt das Spiel den Controller selbst verwalten.

Wer sein Deck lieber unter Windows betreibt, findet den Weg in Windows 11 auf dem Steam Deck installieren.

Controller am PC

Valheim unterstützt Gamepads vollständig; seit dem Steam-Deck-Update von 2022 ist die Steuerung dafür ausgelegt und nicht nur nachgereicht. Wie ein Xbox-Controller an den PC kommt, steht in Xbox-Controller mit dem PC verbinden.

Quellen

Mindest- und empfohlene Anforderungen: PCGameBenchmark. Einzelkernbindung, die Grenze von rund 8.000 bis 10.000 Objekten, die Wirkungslosigkeit von DLSS und FSR, der Gewinn durch Vulkan und die Wirkung einer SSD auf Nachladeruckler: Sportskeeda. Steam-Deck-Verifizierung und der 60-Bilder-Leistungsmodus aus dem Jubiläums-Patch: Steam Deck HQ. Volle Gamepad-Unterstützung seit 2022: GamingOnLinux. Alle abgerufen am 10. September 2026.

Zur Belastbarkeit — hier ist sie ungleich verteilt: Die Systemanforderungen und die Steam-Deck-Verifizierung sind Herstellerangaben beziehungsweise von Valve vergeben und damit belastbar. Die Zahl „8.000 bis 10.000 Objekte" stammt aus Optimierungsführern, nicht von Iron Gate — sie ist eine Größenordnung, keine Schwelle, und niemand hat sie gegen verschiedene Prozessoren gemessen. Der Vulkan-Gewinn ist stark hardwareabhängig; die genannten Prozentwerte sind Berichte einzelner Systeme, kein Mittelwert. Für diese Seite wurde nichts nachgemessen, und das soll hier so dastehen.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

Wir messen die Preise aus unseren Listen einmal am Tag bei Geizhals. Fällt einer unter alles, was wir bisher gemessen haben, schreiben wir dir — genauso, wenn eine neue Zusammenstellung fertig ist. Sonst hörst du nichts: kein Rundbrief nach Plan, keine Werbung Dritter, kein Weiterverkauf der Adresse.