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Gaming-Tastatur für Linkshänder: das Problem ist der Ziffernblock

Wer links spielt, stellt die Maus links neben die Tastatur. Und stößt dabei auf ein Bauteil, das dort im Weg steht: den Ziffernblock. Der sitzt rechts, also auf der falschen Seite — und schiebt die Tastatur um seine eigene Breite nach links, genau dorthin, wo die Maus hin soll.
Deshalb ist die Suche nach einer „Linkshänder-Tastatur" die falsche Suche. Es gibt sie kaum, und man braucht sie auch nicht.
Warum eine spiegelverkehrte Tastatur nichts bringt
Eine Tastatur mit dem Ziffernblock links wäre die naheliegende Idee. Sie existiert, ist aber selten, teuer und löst das Problem nur scheinbar: Der Block steht dann links — also wieder zwischen Tastatur und Maus.
Das Buchstabenfeld selbst ist ohnehin symmetrisch genug. WASD liegt links, und das ist für Linkshänder kein Nachteil: Die linke Hand bedient bei Rechtshändern wie bei Linkshändern dieselben Tasten. Der Unterschied ist allein die Seite, auf der die Maus liegt.
Die Lösung heißt TKL oder kleiner
Eine Tastatur ohne Ziffernblock — im Handel als TKL oder 80 % geführt — ist rund acht Zentimeter schmaler. Diese acht Zentimeter sind genau der Platz, den die Maus links braucht, ohne dass die Tastatur aus der Mitte rückt.
| Format | Was fehlt | Für Linkshänder |
|---|---|---|
| Vollformat (100 %) | nichts | Das Problem |
| TKL / 80 % | Ziffernblock | Die naheliegende Antwort |
| 75 % | Ziffernblock, Lücken | Noch schmaler, F-Reihe bleibt |
| 65 % | zusätzlich F-Reihe | Sehr schmal, Ebenen nötig |
| 60 % | zusätzlich Pfeiltasten | Am schmalsten, am gewöhnungsbedürftigsten |
Welches der kleinen Formate zu welchem Spiel passt, steht ausführlich in 65 vs. 75: Tastatur-Layouts im Gaming — und welche TKL-Geräte es gibt, in Beste TKL-Tastatur.
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Was du zusätzlich brauchst, wenn Zahlen wichtig sind
Der Ziffernblock fehlt dann natürlich. Zwei Auswege, beide unauffällig:
- Ein separater Ziffernblock als eigenes Gerät, den du rechts hinlegst — dort ist ja Platz frei geworden.
- Die Zahlenreihe über den Buchstaben, die ohnehin da ist. Für Beträge und Jahreszahlen reicht sie; für Buchhaltung nicht.
Drei Dinge, die für Linkshänder mehr ausmachen als das Layout
- Die Maus selbst. Die meisten Gaming-Mäuse sind für die rechte Hand geformt — mit einer Daumenmulde links und den Zusatztasten dort. In der linken Hand liegt so eine Maus verkehrt. Gesucht ist eine symmetrische Form, und die ist in der Produktbeschreibung leicht zu erkennen: gleiche Wölbung auf beiden Seiten. Welche Funkmäuse es gibt, steht in Kabellose Gaming-Maus: 36 bis 126 Gramm.
- Zusatztasten auf der falschen Seite. Bei einer symmetrischen Maus liegen sie oft auf beiden Seiten — dann lassen sie sich in der Software tauschen. Bei einer asymmetrischen liegen sie unter dem kleinen Finger, und das ist unbrauchbar. Mehr dazu in Gaming-Maus mit vielen Tasten.
- Das Mauskabel, falls es eines gibt, kommt vorne heraus und stört auf keiner Seite. Das ist der einzige Punkt, der egal ist.
Was in Windows umzustellen ist
Genau eine Sache: die Vertauschung der Maustasten in den Einstellungen — sonst liegt der Klick unter dem falschen Finger. Alles andere bleibt, wie es ist. Spiele fragen die Tasten über das System ab und folgen der Einstellung von selbst.
Die kurze Fassung
- Nicht nach „Linkshänder-Tastatur" suchen, sondern nach TKL oder kleiner.
- Die acht Zentimeter Ziffernblock sind der Platz für die Maus.
- Wichtiger als die Tastatur ist eine symmetrische Maus.
- Zahlen bei Bedarf über einen separaten Block rechts.
Wer beim Formatwechsel gleich über die Schalter nachdenkt, findet die Unterschiede in Mechanische Tastatur: Switches im Überblick — und wenn es flach sein soll, in Gaming-Tastatur mit flachen Tasten.