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Fallout 4 Mods: erst die Spielversion, dann die Mod

Die kurze Antwort: Sieh in den Eigenschaften der
Fallout4.exe nach, welche Version läuft, und lade das F4SE, das
zu genau dieser Nummer gehört — 0.7.9 zu 1.11.240, 0.7.2 zu 1.10.984, 0.6.23
zu 1.10.163. Danach startest du das Spiel über die
f4se_loader.exe, nicht mehr über die Spieldatei. Die Fassung
aus dem Microsoft Store lässt sich nicht modden.
Wer nach Fallout-4-Mods sucht, landet zuerst bei Listen. Die sind selten das Problem. Das Problem ist die Spielversion — denn im Umlauf sind drei, sie werden unterschiedlich weitergepflegt, und eine Mod für die falsche Fassung startet entweder nicht oder wirft das Spiel beim Laden heraus.
Schritt 1: Welche Version läuft bei dir
Die Nummer steht in den Eigenschaften der Fallout4.exe im
Spielverzeichnis — Rechtsklick, Eigenschaften, Reiter „Details“. Drei sind
verbreitet:
- 1.10.163 — die Fassung vor dem großen Update von 2024. Viele ältere Mods wurden nie darüber hinaus angepasst, weshalb ein Teil der Spieler bewusst dabei geblieben ist.
- 1.10.984 — eine Zwischenfassung.
- 1.11.240 — die aktuelle Fassung.
Keine davon ist die richtige. Die richtige ist die, zu der die Mods passen, die du spielen willst — und das entscheidest du besser vorher als nach dreißig Installationen.
Schritt 2: Das passende F4SE
Fast jede Mod, die mehr tut als Texturen zu tauschen, setzt den Fallout 4 Script Extender voraus. F4SE ist kein Zubehör, sondern die Grundlage: Menüs, Konfigurationsseiten und fast jede Mod, die an der Spielmechanik ansetzt, hängen daran. Und F4SE ist an die Spielversion gebunden, nicht an das Spiel allgemein.
| Spielversion | F4SE-Fassung |
|---|---|
| 1.11.240 | 0.7.9 |
| 1.10.984 | 0.7.2 |
| 1.10.163 | 0.6.23 |
Alles, was in der Versionsnummer hinter diesen drei Zahlen steht, ist für die Zuordnung ohne Bedeutung.
Die Microsoft-Store-Fassung lässt sich nicht modden
Das ist kein Einstellungsfehler und kein Umweg, den man kennen muss: F4SE kann die Windows-Store-Fassung von Fallout 4 grundsätzlich nicht unterstützen. Anwendungen aus dem Store laufen ähnlich abgeschottet wie auf einer Konsole, und die Schnittstellen, die ein Script Extender braucht, sind dort nicht verfügbar.
Wer über den Game Pass gekommen ist und modden will, braucht das Spiel bei Steam oder GOG. Ein zweiter Punkt, der gern übersehen wird: Steam und GOG stehen derzeit nicht auf derselben Version. Beim Vergleich mit einer Anleitung lohnt sich deshalb der Blick, von welcher Fassung sie ausgeht.
Schritt 3: Die Grundlage, bevor die erste echte Mod kommt
Zwischen F4SE und der ersten Mod, die man des Spielens wegen installiert, liegen zwei Dinge ohne sichtbare Wirkung, die trotzdem zuerst kommen:
- F4SE — entpackt ins Spielverzeichnis, direkt neben die
Fallout4.exe. Gestartet wird danach über dief4se_loader.exe. Wer das vergisst, startet ein Spiel ohne Mods und sucht den Fehler bei der Mod. - Eine Adressbibliothek — sie fängt ab, dass Mods fest einprogrammierte Speicheradressen verwenden, die sich mit jeder Spielversion verschieben. Ohne sie müsste jede Mod für jede Version neu gebaut werden.
- Ein Absturzprotokoll — eine Mod, die bei einem Absturz eine lesbare Datei schreibt statt eines wortlosen Fensterschlusses. Sie ist der Unterschied zwischen „irgendwas stürzt ab“ und einem Dateinamen, nach dem man suchen kann.
Diese drei bringen keinen Spielinhalt. Sie sind der Grund, warum Modlisten bei anderen laufen und bei einem selbst nicht.
Von Hand oder mit einem Mod-Manager
Beides funktioniert, und die Antwort hängt an der Anzahl. Bis etwa fünf
Mods ist Entpacken ins Data-Verzeichnis überschaubar. Darüber
wird die Frage, welche Datei aus welchem Archiv stammt, nach ein paar Wochen
unbeantwortbar — und genau dann braucht man sie, weil etwas nicht mehr
startet.
Ein Mod-Manager löst nicht das Installieren, sondern das Entfernen und das Nachvollziehen. Er hält auseinander, welche Datei zu welcher Mod gehört, und kann einen Stand zurücknehmen. Dabei gilt dieselbe Regel wie für die Grundlage: Der Manager startet das Spiel über den Script Extender, nicht über die Spieldatei.
Wie das in einem Spiel aussieht, das Mods von Haus aus vorsieht, steht unter ETS2 Mods installieren — der Ordner ist ein anderer, das Prinzip dasselbe.
Was ein Spiel-Update anrichtet
Ein Update ändert die Spielversion. Damit passt das installierte F4SE nicht mehr, und mit ihm fällt alles aus, was daran hängt — auf einen Schlag, ohne Fehlermeldung. Das Spiel startet dann meist ganz normal, nur ohne jede Mod.
- Bei Steam die Updates für Fallout 4 auf „nur beim Start des Spiels“ stellen und das Spiel über den Loader starten — dann läuft kein Update ungefragt durch.
- Vor jedem Update den Spielstand sichern. Ein Spielstand mit Mods setzt diese Mods voraus; fehlen sie, fehlen auch Gegenstände und Orte darin.
- Nach einem Update zuerst prüfen, ob F4SE in der passenden Fassung vorliegt, bevor du einzelne Mods verdächtigst.
Wenn es abstürzt
- Spiel startet ohne Mods: über die Spieldatei statt über den Loader gestartet, oder F4SE passt nicht zur Version.
- Absturz beim Laden eines Spielstands: eine Mod wurde entfernt, die im Spielstand noch vorkommt. Das lässt sich nicht sauber reparieren — den Stand von davor laden.
- Absturz nach wenigen Minuten: häufig der Speicher. Texturpakete addieren sich, und Fallout 4 verlangt mit 8 GB Arbeitsspeicher schon ohne Mods nicht wenig.
- Grafikfehler statt Absturz: eher ein Treiberthema als ein Modthema — siehe Grafiktreiber neu installieren.
Die Reihenfolge beim Suchen ist immer dieselbe: zuerst die Version, dann die Grundlage, dann die zuletzt installierte Mod. Wer umgekehrt anfängt, probiert lange.
Quellen: die Versionszuordnung, der fehlende Windows-Store-Support und der Hinweis, dass Steam und GOG derzeit auseinanderliegen, stammen von f4se.silverlock.org, der Seite der F4SE-Entwickler. Das Bild ist eine Illustration, kein Beleg. Womit wir arbeiten und womit nicht, steht in Wie wir testen.