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USB-Hub am PC: warum Geräte ausfallen, sobald mehrere daran hängen

Ein Hub vervielfacht Anschlüsse. Strom und Datenrate vervielfacht er nicht.
Die kurze Antwort
Alles, was am Hub hängt, teilt sich das, was der eine Anschluss am Rechner liefert — den Strom und die Datenrate. Ein Hub ist eine Verteilung, kein Verstärker.
Daraus folgt die einzige Kaufentscheidung, die wirklich zählt: mit eigenem Netzteil oder ohne. Alles andere ist Ausstattung.
Die erste Grenze: der Strom
Ein gewöhnlicher USB-A-Anschluss stellt nach Spezifikation 500 Milliampere bei 5 Volt bereit, also 2,5 Watt; bei USB 3 sind es 900 mA und damit 4,5 Watt. Das ist die Menge, die ein passiver Hub weiterverteilt — nicht je Gerät, sondern insgesamt.
Rechne das gegen, was daran hängt:
- Maus und Tastatur — genügsam, mehrere davon sind kein Problem
- USB-Stick — schon spürbar, besonders beim Schreiben
- Externe Festplatte ohne Netzteil — der klassische Fall. Sie zieht beim Anlaufen mehr, als ein passiver Hub übrig hat
- Webcam, Mikrofon, Beleuchtung — kommen selten allein und summieren sich
- Headset über USB — genügsam, aber es belegt dauerhaft einen Anschluss; ob USB oder Klinke die bessere Wahl ist, steht unter Gaming-Headset: USB oder Klinke
Ein aktiver Hub bringt sein eigenes Netzteil mit und speist die Geräte daraus. Er löst damit genau dieses Problem — und nur dieses. An der Datenrate ändert er nichts.
Die zweite Grenze: die Datenrate
Die Datenrate des einen Anschlusses wird geteilt, und zwar dynamisch: Zwei Festplatten, die gleichzeitig kopieren, kommen zusammen auf das, was eine allein geschafft hätte.
Wichtiger als die Zahl ist die Zuordnung: Ein Hub an einem USB-2-Anschluss macht aus angeschlossenen USB-3-Geräten keine schnellen Geräte. Die langsamste Stelle in der Kette bestimmt das Ergebnis — und diese Stelle ist oft der Frontanschluss des Gehäuses, nicht der Hub.
Deshalb gehören Geräte, bei denen die Geschwindigkeit zählt, direkt an den Rechner und nicht an den Hub. Für Maus, Tastatur und Headset gilt das Gegenteil: Sie brauchen die Bandbreite nicht und sind am Hub gut aufgehoben.
Das Problem der richtigen Grenze zuordnen
Beide Grenzen erzeugen ähnliche Symptome, lassen sich aber unterscheiden:
Am Strom liegt es, wenn Geräte sich abmelden und neu anmelden, eine externe Platte klickt oder gar nicht erst anläuft, oder das Problem verschwindet, sobald du ein anderes Gerät absteckst. Der Test: dasselbe Gerät direkt am Rechner. Läuft es dort, ist es der Strom.
An der Bandbreite liegt es, wenn alles funktioniert, aber langsam — Kopiervorgänge stocken, das Mikrofon setzt aus, während eine Platte schreibt. Der Test: alles außer dem einen Gerät absteckt. Wird es schneller, teilst du die Datenrate.
Worauf du beim Kauf achtest
- Eigenes Netzteil, sobald mehr als Eingabegeräte daran sollen. Das ist der einzige Unterschied, der etwas ändert
- Die Angabe je Anschluss, nicht nur die Gesamtleistung. Ein Netzteil mit viel Leistung nützt nichts, wenn der einzelne Anschluss gedeckelt ist
- An welchem Anschluss der Hub hängt — der rückseitige am Mainboard ist dem Frontanschluss vorzuziehen, weil dessen Kabel im Gehäuse selbst schon eine Verlängerung ist
- Kein Hub am Hub. Kaskaden funktionieren technisch, verlängern aber die Kette und damit die Fehlersuche
Häufige Fragen
Kann ich eine externe Festplatte an einen passiven Hub hängen?
Wenn sie ein eigenes Netzteil hat, ja. Wenn sie ihren Strom über USB bezieht, meist nicht — der Anlaufstrom liegt über dem, was ein passiver Hub bereitstellt. Das Ergebnis ist ein Laufwerk, das sich sporadisch abmeldet.
Lädt mein Telefon am Hub langsamer?
An einem passiven Hub fast sicher. Schnellladen verlangt deutlich mehr, als ein einzelner Anschluss weitergibt — ein aktiver Hub mit entsprechender Angabe je Anschluss löst das, ein Verteiler nicht.
Kann ich den Hub im Monitor benutzen?
Ja, und er ist meist aktiv, weil der Monitor ohnehin am Netz hängt. Achte aber darauf, dass das Verbindungskabel zum Rechner tatsächlich angeschlossen ist — ohne es sind die Anschlüsse nur Strom, keine Daten. Bei Verbindung über ein einziges Kabel gilt zusätzlich, was unter Monitor über USB-C anschließen steht: Bild, Daten und Strom teilen sich dieselbe Leitung.