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Hardware9 min LesezeitPreise von Geizhals

PlayStation oder Xbox? Das Gerät entscheidet es nicht — deine Leute schon

Illustration: zwei Spielkonsolen nebeneinander auf einem Sideboard, beide ausgeschaltet, davor je ein Gamepad

Die Frage PlayStation oder Xbox wird fast immer so gestellt, als ginge es um zwei Geräte. Dann liegen die Datenblätter nebeneinander, und wer lange genug sucht, findet Unterschiede — im Wohnzimmer, drei Meter vom Fernseher entfernt, fällt davon fast nichts auf.

Beide Konsolen dieser Generation lösen dieselbe Aufgabe auf sehr ähnliche Weise. Sie hängen am selben Kabel, spielen zum größten Teil dieselben Titel und geben sie in einer Qualität aus, die auf dem Sofa kaum auseinanderzuhalten ist. Was tatsächlich entscheidet, sind drei Dinge, die mit Rechenleistung nichts zu tun haben: wo deine Leute spielen, wie du Spiele kaufst und was du schon besitzt.

Dieser Text nennt deshalb keine Kennzahlen, keine Preise und keine Abo-Inhalte. Nicht aus Bescheidenheit, sondern weil sich all das schneller ändert, als ein Beitrag altert — und weil du den heutigen Stand in wenigen Minuten selbst nachsiehst, wenn du weißt, wo. Womit wir arbeiten und womit nicht, steht in Wie wir testen.

Warum das Datenblatt bei PlayStation oder Xbox die falsche Frage beantwortet

Ein Hardware-Vergleich beantwortet die Frage, welche der beiden Konsolen auf dem Papier mehr kann. Das ist nicht die Frage, die du hast. Deine Frage ist, an welchem Gerät du in einem Jahr noch gern sitzt — und die beantwortet kein Rechenwerk, weil beide Geräte dieselben Spiele auf demselben Fernseher zeigen und der Unterschied ohne Standbild und Lupe nicht zu finden ist.

Bei der Frage Gaming-PC oder Konsole ist das anders: Dort stehen sich zwei Bauarten gegenüber, die unterschiedlich viel Pflege brauchen, unterschiedlich altern und unterschiedlich viel Platz und Wissen verlangen. Zwischen den beiden Konsolen steht nichts davon. Sie sind aus derselben Generation, für denselben Fernseher gebaut und bekommen über dieselbe Spanne hinweg Spiele. Anders liegt es bei Switch 2 vs PS5: Dort stehen sich ein Handheld und eine Heimkonsole gegenüber, und es entscheidet vor allem, wo gespielt wird.

Die Vergleichstabellen leben trotzdem, weil sie sich leicht befüllen lassen. Zahlen kann man nebeneinanderstellen; ob deine Freunde am Freitagabend in der einen oder in der anderen Freundesliste sitzen, kann man nicht. Was sich messen lässt, entscheidet hier fast nichts. Was entscheidet, lässt sich nicht messen — aber prüfen.

Wo deine Freunde spielen: der Punkt, der fast immer entscheidet

Eine Konsole ist ein Gerät, an dem man mit anderen spielt, und die anderen sitzen auf einer der beiden Seiten. Freundesliste, Sprachkanal, Gruppeneinladung, der gemeinsame Fortschritt in dem Titel, den ihr seit zwei Jahren zusammen spielt — das alles gehört zur Plattform, nicht zu dir. Wer wechselt, nimmt nichts davon mit.

Es gibt Spiele, die die Grenze zwischen den Plattformen überbrücken, und es werden mehr. Aber ob ein bestimmter Titel das kann und wie gut es dort funktioniert, steht bei jedem Spiel einzeln — und die Runde, mit der du tatsächlich spielst, hat sich in aller Regel nicht nach dieser Liste zusammengefunden, sondern nach dem Gerät, das gerade da war. Prüf das nicht an der Theorie, sondern an deinen Leuten: Frag die drei, mit denen du am häufigsten spielst, was bei ihnen steht. Sagen alle dasselbe, ist die Entscheidung gefallen, bevor du eine Tabelle aufgeschlagen hast.

Wer allein auf der anderen Seite sitzt, hat am Ende das Gerät, das ihm im Vergleich besser gefiel — und den leereren Abend. Das ist der Fall, in dem die verbreitete Antwort falsch ist: Die Konsole mit dem besseren Datenblatt ist die schlechtere Konsole, wenn niemand darauf wartet.

Wie du Spiele kaufst — und was das über die richtige Seite sagt

Beide Plattformen verkaufen Spiele einzeln, und beide bieten ein Abo an, in dem eine wechselnde Auswahl enthalten ist. Der Unterschied liegt darin, wo der Schwerpunkt gesetzt wird: Die eine Seite hat das Abo stärker in den Mittelpunkt gerückt, die andere den Einzelkauf und den eigenen Katalog. Was heute in welchem Abo steckt und was es kostet, steht hier absichtlich nicht. Es ändert sich mehrmals im Jahr, und jede Angabe wäre in Kürze falsch.

Was sich nicht ändert, ist dein eigenes Kaufverhalten, und das kannst du nachsehen. Öffne die Kaufhistorie deines bisherigen Kontos, egal ob Konsole, PC oder Handy, und zähl: Wie viele Spiele hast du in den letzten zwölf Monaten gekauft, und wie viele davon hast du länger als zwei Abende gespielt? Daraus ergeben sich zwei Typen.

Der eine kauft viel und spielt wenig zu Ende. Er startet, probiert, legt weg, und einen guten Teil seiner Bibliothek hat er nie über die erste Stunde hinaus gesehen. Für ihn ist ein Abo mit großer Auswahl der ehrlichere Weg, weil das Ausprobieren dort nichts extra kostet und das Weglegen nicht schmerzt. Der andere kauft zwei, drei Spiele im Jahr und kennt sie auswendig. Für ihn ist ein Abo ein Dauerposten für Dinge, die er nicht anfasst — er fährt mit Einzelkauf und gelegentlichem Angebot besser.

So prüfst du das heute: Nimm deine Wunschliste — die fünf Spiele, die du als Nächstes spielen willst — und halte sie gegen die beiden Shop-Seiten und die beiden Abo-Übersichtsseiten. Was ist wo enthalten, was kostet wo extra, was gibt es auf einer Seite gar nicht? Diese Rechnung ist in zehn Minuten gemacht, und sie ist aktueller als jeder Beitrag, der sie für dich machen will.

Was am Gerät selbst tatsächlich unterschiedlich ist

Nach allem, was oben steht: Ja, es gibt Unterschiede am Gerät. Aber sie liegen nicht dort, wo die Tabellen suchen, sondern in der Hand und im Menü.

Der greifbarste ist das Gamepad. Beim PlayStation-Controller liegen beide Sticks auf einer Linie unten, Kreuzwippe und Tasten sitzen darüber. Beim Xbox-Controller sitzt der linke Stick oben links, dort, wo bei der PlayStation die Kreuzwippe ist, und nur der rechte Stick unten. Für die linke Hand bedeutet das eine andere Ruhestellung des Daumens: einmal nach innen und unten angewinkelt, einmal beinahe gerade nach vorn. Welche Haltung besser passt, hängt von der Handgröße ab und davon, was die Hand seit Jahren gewohnt ist — wer von einer Seite kommt, greift auf der anderen wochenlang daneben.

Illustration: zwei Gamepads von oben nebeneinander, beim linken liegen beide Sticks unten auf einer Linie, beim rechten sitzt der linke Stick oben und das Steuerkreuz darunter

Der zweite Unterschied ist die Oberfläche: das Menü, in dem du Spiele startest, Freunde findest und Einstellungen änderst. Beide Seiten machen das anders, und beides funktioniert. Wer schon Jahre auf einer Seite war, empfindet die andere als umständlich — nicht, weil sie es ist, sondern weil der Daumen den falschen Knopf sucht. Das gibt sich; entscheidend ist es nicht.

Der dritte ist der Speicher. Die eine Konsole nimmt eine handelsübliche SSD in einem Schacht auf, die andere eine Erweiterungskarte im eigenen Format. Was das für die PlayStation heißt, steht in Beste SSD für die PS5; die Ausweichlösung für Spiele, die gerade nicht laufen, in Externe Festplatte für die PS5. Das ist ein Folgekosten-Thema, kein Entscheidungsthema.

Alles, was am Fernseher oder Monitor hängt, ist auf beiden Seiten gleich gelöst — dasselbe Kabel, dieselbe Buchse, dieselben Anforderungen an den Bildschirm. Was ein Bildschirm für eine Konsole mitbringen sollte, steht in Gaming-Monitor für die PS5 und gilt für die andere Seite genauso; wie der Anschluss praktisch geht, in PS5 an Monitor anschließen. Wer nebenbei am PC spielt, hat noch einen kleinen Punkt für eine Seite: Der Xbox-Controller ist am Windows-PC der Standardfall, wie Xbox-Controller mit dem PC verbinden zeigt. Auch das ist Beiwerk.

Die Prüfliste, bevor du dich festlegst

Fünf Fragen, jede in wenigen Minuten beantwortet, und jede an dir selbst statt an einem Datenblatt.

  • Wo sitzen deine Leute? Frag die drei, mit denen du am häufigsten spielst. Steht dort dreimal dasselbe, bist du fertig.
  • Was steht in deiner Kaufhistorie? Viele Käufe, wenig Durchgespieltes spricht für die Seite mit dem Abo im Mittelpunkt. Wenige Käufe, lange gespielt, für den Einzelkauf.
  • Was ist auf deiner Wunschliste, und wo gibt es das? Die fünf nächsten Spiele gegen beide Shop-Seiten halten. Fehlt eines auf einer Seite ganz, wiegt das mehr als jede Kennzahl.
  • Was besitzt du schon? Gekaufte Spiele der vorigen Generation laufen in aller Regel auf dem Nachfolger derselben Seite, nicht auf der anderen; ob ein bestimmter Titel dabei ist, zeigt die Kompatibilitätsliste der jeweiligen Plattform. Ein laufendes Abo hat eine Restlaufzeit, die du auf der Kontoseite siehst. Zubehör — Headset, Ladestation, Lenkrad — ist teils an die Plattform gebunden; was bei Headsets zu prüfen ist, steht in Beste Headsets für die PS5.
  • Liegt der Controller in der Hand? Wenn möglich, beide im Laden oder bei Freunden halten. Wer nach zehn Minuten mit dem Daumen daneben greift, weiß, was er gewohnt ist — und ob er es aufgeben will.

Die Frage, die diese Liste in der Praxis am häufigsten kippt, ist die erste. Nicht, weil die anderen unwichtig wären, sondern weil die erste die einzige ist, die du nicht mit Geld oder Geduld ausgleichen kannst. Ein fehlendes Spiel kann man auf der anderen Seite kaufen; ein ungewohnter Controller wird nach einem Monat gewohnt; ein Abo läuft aus. Eine leere Freundesliste bleibt leer. Genau diese Frage steht in keiner Vergleichstabelle, weil sie sich nicht in eine Spalte schreiben lässt: Sie hat für jeden Leser eine andere Antwort, und die Tabelle kennt den Leser nicht.

Die Verweise auf Angebote sind Partnerlinks. Kaufst du darüber, kann EliteGear eine Provision erhalten — für dich ändert sich am Preis nichts, und auf die Auswahl hat es keinen Einfluss.

Die vier Geräte, zwischen denen diese Frage praktisch entschieden wird, mit dem Tagespreis aus dem Preisvergleich. Keine Rangfolge — sortiert ist nach Preis. Was die Entscheidung trägt, steht oben im Text und nicht in dieser Tabelle.

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Was dieser Text nicht leistet

Er sagt dir nicht, welche Konsole heute günstiger ist, was in welchem Abo steckt oder welches Spiel gerade nur auf einer Seite läuft. Alle drei Angaben wären in wenigen Monaten überholt, und ein Text, der sie trotzdem macht, ist genau der Text, dem du dann nicht mehr trauen kannst. Stattdessen steht hier, wo du sie selbst nachsiehst: die beiden Shop-Seiten, die beiden Abo-Übersichten, deine Kaufhistorie, deine Freundesliste.

Er misst auch nichts. Ob eine der beiden Konsolen ein Spiel um einen Hauch flüssiger ausgibt, mag sein; für die Entscheidung spielt es keine Rolle, und wir behaupten es deshalb nicht. Und er kann eines nicht ersetzen: das Gespräch mit den Leuten, mit denen du spielen willst. Wenn du nur eine Sache aus diesem Text mitnimmst, dann die: Frag sie zuerst, und lies die Tabellen danach — falls dann noch eine Frage offen ist.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

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