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Ähnliche Spiele wie World of Warcraft

Die Frage nach einer WoW-Alternative wird meistens zu weit gestellt. WoW hält Leute aus drei ziemlich verschiedenen Gründen, und je nachdem, welcher deiner ist, kommen ganz unterschiedliche Spiele infrage.
Erst die Frage: was hält dich dort?
- Die Gruppe. Gilde, feste Abende, Raids mit denselben Leuten. Wer das sucht, braucht ein Spiel mit organisiertem Endgame — nicht das mit der schönsten Welt.
- Das Vorankommen. Ausrüstung, Werte, die nächste Stufe. Hier zählt eine dichte Belohnungsschleife, und die gibt es auch außerhalb des MMO-Genres.
- Die Welt. Azeroth als Ort, in dem man sich auskennt. Dafür ist das Genre fast egal — es geht um Größe und Wiedererkennung.
Wer das für sich beantwortet, streicht zwei Drittel der üblichen Empfehlungslisten weg.
Wenn es die Gruppe ist: Final Fantasy XIV
Die naheliegendste Antwort, und die mit der größten Überschneidung. Dasselbe Grundgerüst — Klassen, Instanzen, Raids mit festen Rollen, ein Endgame, das auf Verabredung ausgelegt ist. Der Unterschied ist die Struktur drumherum: Ein Charakter kann alle Klassen lernen, du musst also nicht neu anfangen, um etwas anderes zu spielen.
Die Geschichte steht dort deutlich weiter vorne als in WoW. Das ist für manche der Grund zu wechseln und für andere der Grund, es nicht zu tun — es dauert lange, bis das Endgame anfängt.
Wenn es das Vorankommen ist: Guild Wars 2 oder Path of Exile
Guild Wars 2 nimmt die Ausrüstungsspirale ausdrücklich heraus: Die beste Stufe ist früh erreicht, danach geht es um Aussehen und Spielweisen statt um höhere Zahlen. Das befreit die einen und langweilt die anderen — es ist die klarste Gegenposition zu WoW im selben Genre.
Path of Exile ist gar kein MMO, trifft aber die Belohnungsschleife härter als jedes MMO: Gegenstände, Bauweisen, Ligen, die alle paar Monate neu starten. Wer in WoW vor allem Ausrüstung jagt und mit dem sozialen Teil wenig anfangen kann, findet hier mehr davon.
Wenn es die Welt ist: The Elder Scrolls Online
Die größte zusammenhängende Fantasy-Welt, die man derzeit online betreten kann, und sie ist auf Erkunden ausgelegt statt auf Stufen. Du kannst praktisch überall hingehen — es gibt keine Zonen, für die du erst „hoch genug" sein musst.
Der Preis dafür: Das Endgame ist schwächer organisiert als in WoW. Wer Raids sucht, ist hier falsch; wer eine Welt sucht, in der er sich verläuft, richtig.
Und wenn es das Genre selbst ist: Old School RuneScape
Die ehrlichste Empfehlung für alle, die eigentlich sagen: Ich vermisse, wie MMOs früher waren. Langsam, unbequem, ohne Wegweiser — und genau deshalb für viele das, was WoW einmal war. Es ist kein besseres Spiel, es ist ein anderes Jahrzehnt.
Wer das ausprobiert, sollte wissen, worauf er sich einlässt: Der Zeitaufwand für einzelne Ziele ist um ein Vielfaches höher.
Was keine Alternative ist
Einzelspieler-Rollenspiele werden in solchen Listen regelmäßig genannt und lösen die Frage nicht. Sie ersetzen die Welt und die Geschichte, aber weder die Gruppe noch die langfristige Schleife — und wer WoW aus einem dieser beiden Gründe spielt, hört nach dreißig Stunden wieder auf.
Wenn dein Rechner beim Wechsel mitziehen soll: Die Anforderungen von WoW und den hier genannten Spielen liegen nah beieinander. Was dafür reicht, steht in Gaming-Laptop für World of Warcraft.