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Hardware4 min LesezeitPreise von Geizhals

Beste Wärmeleitpaste für GPU: Paste, Pad und Menge — ab 3 € (Stand 18.09.)

Drei Hinweise zum Pastenwechsel an der Grafikkarte: Menge, Pads und Flüssigmetall

„Welche Paste für die GPU?" ist selten die richtige Frage. Fast jede ordentliche Wärmeleitpaste funktioniert auf einer Grafikkarte — die Unterschiede zum Prozessor liegen woanders: bei der Menge, bei den Wärmeleitpads und bei einer Sorte Paste, die hier nichts verloren hat.

Neun Pasten und ein Pad aus dem Preisvergleich, sortiert nach Preis. Stand: 1. September 2026.

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Unterschied 1: Es geht mehr Paste drauf

Der Chip einer Grafikkarte ist größer als der Heatspreader einer Desktop-CPU, und er liegt offen — es gibt keinen Deckel, der die Paste verteilt. Die 1-g-Spritze, die für eine CPU großzügig bemessen ist, ist hier knapp.

Praktisch heißt das: Tuben ab 4 g kaufen, nicht die kleinen Röhrchen. Die ARCTIC MX-4 für 3,27 € oder die MX-7 für 6,58 € kosten weniger als das 1-g-Röhrchen einer Spitzenmarke und reichen für mehrere Karten. Wie stark der Grammpreis mit der Menge fällt, steht in Beste Wärmeleitpaste CPU.

Unterschied 2: Der Speicher hängt an Pads, nicht an Paste

Auf der Platine sitzen neben dem Chip die Speicherbausteine und die Spannungswandler. Die berührt der Kühler nicht direkt, sondern über Wärmeleitpads — weiche Matten in definierter Dicke, die den Abstand überbrücken.

Paste kann diese Pads nicht ersetzen. Sie füllt einen Spalt von Hundertstelmillimetern, keinen von ein bis drei Millimetern. Wer die Pads beim Zerlegen zerstört und nur die Paste erneuert, hat danach eine kühlere GPU und heißeren Speicher als vorher.

Die Dicke der Pads ist je nach Karte verschieden und steht in keiner Preisliste. Miss sie am ausgebauten Kühler nach oder finde die Angabe für dein Modell, bevor du Ersatz bestellst — eine geratene Dicke ist schlechter als das alte Pad.

Unterschied 3: Flüssigmetall gehört hier nicht hin

Flüssigmetall leitet Wärme deutlich besser als jede Paste — und es leitet Strom. Auf einem CPU-Heatspreader, umgeben von einem Rahmen, ist das beherrschbar. Auf einer Grafikkarte liegt der Chip nackt auf einer Platine, auf der wenige Millimeter weiter Bauteile sitzen.

Läuft dort etwas heraus oder wird beim Anpressen herausgedrückt, ist die Karte nicht kühler, sondern kaputt. Aluminium greift es zusätzlich an, und viele GPU-Kühler haben eine Bodenplatte aus Aluminium.

Das ist kein Grund zur Panik, sondern eine Empfehlung: Für den normalen Pastenwechsel an der Grafikkarte nimm eine gewöhnliche, nicht leitende Paste. Der Unterschied zur Spitzenpaste liegt bei wenigen Grad, der Unterschied zu einem Kurzschluss bei einer neuen Karte.

Die risikoarme Alternative: ein Phasenwechsel-Pad

Das Thermal Grizzly PhaseSheet PTM für 9,97 € ist ein Zwischending: eine feste Folie, die bei Betriebstemperatur weich wird und den Spalt füllt. Sie lässt sich zuschneiden, sie kann nicht verlaufen, und sie trocknet nicht aus.

Der Nachteil ist der erste Start: Solange die Folie nicht einmal warm geworden ist, leitet sie schlechter als Paste. Wer die Karte einbaut und sich über die ersten Temperaturen wundert, sollte ein paar Lastwechsel abwarten, bevor er sie wieder zerlegt.

Wann sich der Wechsel überhaupt lohnt

Bei einer Grafikkarte ist der Pastenwechsel ein Eingriff mit Garantiefolgen — bei den meisten Herstellern erlischt sie mit dem Aufschrauben. Vor dem Schraubendreher lohnen deshalb zwei andere Wege:

  • Staub. Ein zugesetzter Kühlkörper kostet mehr Grad als jede Paste bringt, und ihn zu reinigen kostet nichts.
  • Gehäusedurchsatz. Warme Luft, die nicht abfließt, macht jede Paste wirkungslos. Siehe Beste Gehäuselüfter.
  • Spannung. Weniger Spannung heißt weniger Abwärme, ohne den Rechner zu öffnen. Siehe Undervolting an Grafikkarte und CPU.

Kurz gefasst

  • 3,27 € — ARCTIC MX-4, 4 g: nicht leitend, genug Menge, der unaufgeregte Standardkauf.
  • 9,97 € — PhaseSheet PTM, wenn nichts verlaufen soll.
  • Wärmeleitpads gehören zum Wechsel dazu und sind nicht optional.
  • Flüssigmetall bleibt bei der CPU — auf der GPU ist das Risiko der Karte nicht wert.

Neue Builds und Preisstürze — sonst nichts

Wir messen die Preise aus unseren Listen einmal am Tag bei Geizhals. Fällt einer unter alles, was wir bisher gemessen haben, schreiben wir dir — genauso, wenn eine neue Zusammenstellung fertig ist. Sonst hörst du nichts: kein Rundbrief nach Plan, keine Werbung Dritter, kein Weiterverkauf der Adresse.