RX 9060 XT vs. RTX 5060 Ti 16GB
4,4 % schneller
RTX 5060 Ti 16GB ist im Mittel zweier veröffentlichter Ranglisten 4,4 Prozent schneller als RX 9060 XT. Der Aufpreis beträgt heute 176 Euro (34 Prozent).
Preis und Leistung, nebeneinander
Die Leistungswerte sind auf RTX 5090 = 100 normiert und aus den unten genannten Ranglisten gemittelt. Die Preise misst elitegear täglich; Stand ist der 18.09.2026.
| RTX 5060 Ti 16GB | RX 9060 XT | |
|---|---|---|
| Leistungsindex | 37,9 | 36,3 |
| ComputerBase | 39,4 | 37,6 |
| PC Games Hardware | 36,4 | 35 |
| Preis heute | 695 Euro | 519 Euro |
| Preis je Leistungspunkt | 18,34 Euro | 14,30 Euro |
| Grafikspeicher | 16 | 16GB GDDR6 |
| Speicheranbindung | — | 128-bit |
| Leistungsaufnahme (Herstellerangabe) | 180 W | 160 W |
Wie sich der Abstand entwickelt hat
Die Preise auf dieser Seite stammen aus der eigenen täglichen Messung, nicht aus einem Test. Über die 21 Tage, an denen beide Teile gemessen wurden (27.08.2026 bis 18.09.2026), sieht die Bewegung so aus:
| am 27.08.2026 | heute | Veränderung | tiefster gemessener Preis | |
|---|---|---|---|---|
| RTX 5060 Ti 16GB | 652 Euro | 695 Euro | +6,6 % | 652 Euro am 27.08.2026 |
| RX 9060 XT | 450 Euro | 519 Euro | +15,4 % | 450 Euro am 27.08.2026 |
| Abstand | 202 Euro | 176 Euro | geschrumpft um 26 Euro | |
Der Aufpreis ist kleiner geworden. Am 27.08.2026 lagen 202 Euro zwischen beiden, heute sind es 176 Euro. Das verschiebt die Rechnung oben, ohne dass sich an der Leistung etwas geändert hätte. RTX 5060 Ti 16GB stand in diesem Fenster schon bei 652 Euro — heute sind es 695 Euro, also +6,6 % über dem gemessenen Tiefpunkt. RX 9060 XT stand in diesem Fenster schon bei 450 Euro — heute sind es 519 Euro, also +15,4 % über dem gemessenen Tiefpunkt.
Was diese Zahlen nicht sind. 21 Tage sind ein kurzes Fenster; die Reihe beginnt am 27.08.2026 und wächst mit jedem Tag. Gemessen wird der günstigste gelistete Preis im Preisvergleich, nicht der Straßenpreis eines einzelnen Händlers — und eine Bewegung unter anderthalb Prozent steht hier bewusst als „unverändert", weil sie im Tagesrauschen der Listungen untergeht.
Was das Preis-Leistungs-Verhältnis sagt
RX 9060 XT kostet 14,30 Euro je Leistungspunkt, RTX 5060 Ti 16GB 18,34 Euro — 28 Prozent mehr. Für dasselbe Geld bekommst du mit RX 9060 XT also mehr Leistung. Bei Grafikkarten ist der Speicher die zweite Achse: 8 GB reichen 2026 in Full HD, in WQHD wird es in einzelnen Spielen bereits eng.
Was das fürs Netzteil bedeutet
Mit einem Prozessor der Mittelklasse (142 Watt unter Last) und 30 Prozent Reserve gerechnet — dieselbe Rechnung wie im Netzteilrechner: Beide Karten landen bei 550 Watt. Wer aufrüstet, kann sein Netzteil in aller Regel behalten.
Ausführlich: Netzteil für RTX 5060 Ti · Netzteil für RX 9060 XT
Gleicher Speicher, fast gleiche Leistung – und ein Preisunterschied, der nicht dazu passt
Die RTX 5060 Ti 16GB ist 4,4 Prozent schneller als die RX 9060 XT – und genau so viel Aufpreis wäre durch die Leistung gedeckt. Das ist der Maßstab für diese Paarung, und er ist streng. Kostet die NVIDIA-Karte mehr als 4,4 Prozent über der AMD-Karte, bezahlt man den Rest nicht für Bilder je Sekunde, sondern für etwas anderes: den Namen, die Treiberfunktionen, die Gewohnheit. Wie groß dieser Rest heute ist, steht in der Tabelle oben – dort stehen die täglich gemessenen Preise, hier bewusst keine.
Knapp über der Grenze, an der diese Seite „gleich schnell" schreiben würde, liegt die Paarung trotzdem. Die Grenze liegt bei vier Prozent, weil zwei Ranglisten darunter keine belastbare Aussage mehr tragen. 4,4 Prozent sind also ein echter, aber sehr kleiner Vorsprung. In einem Spiel mit 60 Bildern je Sekunde entspricht er rund zweieinhalb Bildern – gerechnet, nicht gemessen, und nur, solange die Grafikkarte die Bremse ist.
Beide Ranglisten sagen dasselbe, und das ist hier die eigentliche Nachricht
ComputerBase und PC Games Hardware sehen die NVIDIA-Karte beide vorn. Bei ComputerBase liegt sie auf die Referenz gerechnet bei 39,4 gegen 37,6 Punkte, das sind 4,8 Prozent. Bei PC Games Hardware bei 36,4 gegen 35,0, also 4,0 Prozent. Zwei unabhängige Testparcours, zwei unterschiedliche Spielelisten, dieselbe Richtung und fast derselbe Abstand.
Das ist bei so knappen Paarungen nicht selbstverständlich. Bei anderen Duellen dieser Serie dreht sich die Reihenfolge je nach Quelle, und dann ist jede Nachkommastelle eine Behauptung. Hier nicht: Die 5060 Ti 16GB ist in Rasterizer-Spielen ohne Raytracing ein kleines Stück schneller, und das darf man so hinschreiben. Mehr aber auch nicht.
Wichtig ist, was diese beiden Ranglisten nicht messen. ComputerBase wertet laut eigener Angabe WQHD im Rasterizer ohne Raytracing aus, PC Games Hardware einen Rasterizer-Index über 20 Spiele. Raytracing, Upscaling und Bildgenerierung stecken in dem Index nicht. Wer überwiegend Spiele mit aufwendigem Raytracing spielt, sollte dafür eigene Messungen der Quellen heranziehen – der Wert oben beantwortet diese Frage nicht, und diese Seite erfindet dafür auch keine Zahl.
Die Namensfalle: Die RTX 5060 Ti gibt es auch mit 8 GB
Verglichen wird hier die 16-GB-Fassung beider Karten. Das klingt selbstverständlich, ist es beim Kauf aber nicht. NVIDIA führt die RTX 5060 Ti laut Datenblatt mit 16 oder 8 GB GDDR7 unter demselben Namen – der Speicher steht nur als Zusatz dahinter, und genau dieser Zusatz entscheidet über den Preis.
Die eigene Preisreihe dieser Seite verfolgt ausdrücklich die RX 9060 XT 16GB und die RTX 5060 Ti 16GB. Wer eine 8-GB-Karte in den Warenkorb legt und sie mit dem Preis hier vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Produkte. Die RTX 5060 Ti 8GB hat im Leistungsindex dieser Seite übrigens einen eigenen Eintrag: 35,5 Punkte, allerdings nur aus einer Rangliste. Der Rechenkern ist derselbe; was sich ändert, ist der Spielraum bei hohen Texturstufen.
Bei gleichem Speicher entfällt damit das Argument, das bei Karten dieser Klasse sonst am schwersten wiegt. 16 GB haben beide. Keine der beiden Karten wird in den nächsten Jahren früher am Speicher scheitern als die andere – beide werden, wenn es so weit ist, an der Rechenleistung scheitern, und dort liegen sie vier Prozent auseinander.
GDDR7 gegen GDDR6: ein Unterschied im Datenblatt, der im Index schon steckt
Laut Herstellerangaben nutzt die RTX 5060 Ti GDDR7, die RX 9060 XT GDDR6, beide mit 128 Bit Speicheranbindung. Der schnellere Speicher ist ein echtes technisches Merkmal – aber er ist kein zusätzlicher Vorteil, den man zur Leistung dazurechnen darf. Die Ranglisten messen die fertige Karte, samt Speicher. Was GDDR7 bringt, steckt in den 4,4 Prozent bereits drin.
Dasselbe gilt für die Architektur. NVIDIA baut auf Blackwell, AMD auf RDNA; beides sind aktuelle Generationen. Die Frage, welche davon „moderner" ist, beantwortet der Index besser als jedes Datenblatt.
Wo NVIDIA tatsächlich etwas mehr bietet
Multi-Frame-Generation steht im Datenblatt der RTX 5060 Ti. NVIDIA listet für die ganze 5060-Reihe DLSS 4 mit Super Resolution, DLAA, Ray Reconstruction, Frame-Generation und Multi-Frame-Generation. Das ist ein Funktionsumfang, der in Spielen, die ihn unterstützen, spürbar mehr angezeigte Bilder bringen kann – erzeugte Bilder, keine gerenderten, und nur dort, wo der Entwickler es eingebaut hat.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Der Aufpreis über 4,4 Prozent hinaus ist nicht automatisch verschwendet. Er kann eine bewusste Entscheidung für diese Funktionen sein. Er sollte es aber auch sein – wer nur auf den Rasterizer-Index schaut, bekommt in diesem Fall bei AMD mehr Leistung je Euro, und ob der Fall gerade vorliegt, zeigt die Zeile „Preis je Leistungspunkt" oben jeden Tag neu.
Strom und Netzteil: 20 Watt, die eine Klasse ausmachen können
180 Watt gegen 160 Watt nach Herstellerangabe. Im Betrieb ist das wenig. Rechnet man 1.000 Spielstunden im Jahr mit voller Last, sind es 20 Kilowattstunden Unterschied – eine Zahl, die bei keinem Stromtarif die Entscheidung trägt. Außerdem ist die Herstellerangabe eine Obergrenze der Karte, keine Messung im Spiel.
Beim Netzteil sieht es anders aus. Der Netzteilrechner landet mit einem Mittelklasse-Prozessor und 30 Prozent Reserve bei 455 gegen 429 Watt Zielwert. Die AMD-Karte passt damit noch in die 450-Watt-Klasse, die NVIDIA-Karte rutscht knapp darüber und landet bei 550 Watt. Knapper geht es kaum: 5 Watt über der Klassengrenze. Die Hersteller selbst setzen die Latte unterschiedlich – AMD nennt 450 Watt als Mindestempfehlung, NVIDIA 600 Watt als empfohlene Systemleistung. Beide Angaben rechnen mit Reserve für unbekannte Systeme.
Praktisch betrifft das vor allem den Aufrüster. Wer ein ordentliches 450-Watt-Markennetzteil hat, fährt mit der RX 9060 XT ohne Diskussion. Mit der RTX 5060 Ti 16GB funktioniert es in vielen Systemen ebenfalls, aber es ist die Paarung, bei der die Reserve schrumpft. Wer ohnehin ein neues Netzteil kauft, kann diesen Punkt streichen.
Was das für die Nachbarn in der Preisklasse heißt
Beide Karten stehen am oberen Rand der Einsteigerklasse, und die Frage „nicht doch eine Stufe höher?" liegt nahe. Die RTX 5070 steht im selben Index bei 51,3 Punkten – rund 35 Prozent über der 5060 Ti 16GB, mit 12 statt 16 GB Speicher. Der Sprung nach oben ist also groß, der Sprung zur Seite klein. Das macht diese Paarung zu einer echten Entweder-oder-Frage: Die Karten sind Ersatz füreinander, nicht Stufen.
Nach unten gilt dasselbe Muster. Die RTX 5060 mit 8 GB liegt bei 28,3 Punkten und damit rund ein Viertel darunter. Wer zwischen der 9060 XT und der 5060 Ti schwankt, schwankt zwischen zwei gleichwertigen Karten – und darf die Entscheidung dem Preis überlassen.
Das Urteil
Die RX 9060 XT 16GB ist die Standardempfehlung, sobald die RTX 5060 Ti 16GB mehr als rund fünf Prozent teurer ist. Dafür sprechen der gleichgroße Speicher, die niedrigere Leistungsaufnahme und die sichere 450-Watt-Netzteilklasse. Der Leistungsverlust von 4,4 Prozent ist real, aber im Spiel kaum zu sehen.
Die RTX 5060 Ti 16GB lohnt sich in zwei Fällen: wenn der Aufpreis in die Nähe der 4,4 Prozent fällt – dann ist sie schlicht die schnellere Karte zum gleichen Kurs –, oder wenn Multi-Frame-Generation und das übrige DLSS-4-Paket in den eigenen Spielen gezielt genutzt werden sollen. Wer das nicht vorhat, zahlt den Aufpreis für eine Funktion, die er nicht einschaltet.
Die Preise dieser beiden Karten bewegen sich unabhängig voneinander. Die Tabelle zum Abstand oben zeigt, wie weit sie in den letzten Wochen auseinanderlagen – wer nicht sofort kaufen muss, sollte diese Zeile beobachten. Rutscht der Abstand unter die 4,4-Prozent-Marke, kippt das Urteil zugunsten von NVIDIA.
Woher die Leistungswerte kommen
elitegear testet keine Hardware selbst und behauptet das auch nicht. Die Leistungswerte auf dieser Seite sind aus zwei veröffentlichten Ranglisten übernommen und auf eine gemeinsame Bezugsgröße gerechnet:
- ComputerBase, Grafikkarten-Rangliste 2026 — Durchschnitts-FPS (geometrisches Mittel) in 2560x1440, Rasterizer ohne Raytracing. Stand 2026-07-29.
- PC Games Hardware, Grafikkarten-Rangliste 2026 — Leistungsindex OVERALL aus 20 Spielen in vier Aufloesungen, Rasterizer. Stand 2026-07-15.
Die Preise stammen aus dem täglichen Abgleich mit Geizhals. Was gestern galt, gilt heute nicht zwingend — deshalb steht das Datum an der Tabelle.